Rage 2 in der Vorschau: So spielt sich die Open-World-Ballerei

Alexander Gehlsdorf

Eigentlich sollte Rage 2 eine der großen Überraschungen der Bethesda-Pressekonferenz werden. Stattdessen hatte Walmart den Titel bereits Wochen zuvor verraten. Spaß macht das Spiel aber trotzdem, wie wir bereits am eigenen Leib erfahren durften.

RAGE 2 – Official E3 Gameplay Feature.

Die wichtigste Neuerung vorweg: Während der erste Teil noch eher linear daher kam, ist Rage 2 ein echtes Open-World-Spiel. Damit das klappt, hat sich der Doom-Entwickler id Software für den zweiten Teil Unterstützung von den Avalanche Studios mit ins Boot geholt. Diese haben bereits die Just-Cause-Reihe entwickelt und sind daher in Sachen Open World eine der besten Ansprechpartner.

Trotz der Freiheit in der offenen Welt will Rage 2 aber dennoch eine packende Story erzählen. Diese setzt einige Jahre nach dem Ciffhanger-Ende des ersten Teils an. Die Welt hat sich von den Folgen des Asteroideneinschlags ein wenig erholt, weshalb die öden Wüstenlandschaften inzwischen von deutlich mehr Vegetation und Leben durchzogen sind.

So grün die Vegetation, so süß deine Rache, denn in Rage 2 wirt der Ranger von genau dieser angetrieben. Dessen Ziehmutter wurde von General Martin Cross getötet und das lässt der Gute natürlich nicht auf sich sitzen. Ach ja, und dieser Ranger bist natürlich du.

Anders als im Vorgänger hat dein Charakter dieses Mal auch eine Stimme, außerdem ist das ein oder andere bekannte Gesicht aus dem Vorgänger mit von der Partie, etwa der alte Doktor Kvasir.

Ballern? Ballern!

Rage 2 wäre kein Spiel von id Software, wenn nicht aus allen Rohren geballert werden würde und Gott sei Dank ist auch genau das wieder der Fall. Dass das gleiche Team bereits an Doom und Wolfenstein gearbeitet hat, merkt man dem Spiel sofort an, denn die Ballereien fühlen sich so fantastisch wie eh und je an.

Das Sound-Design stimmt, der Rückstoß ist wuchtig und nachvollziehbar und getroffene Gegner gehen realistisch zu Boden. Trotzdem ist das gezeigte derart überzogen und Comic-haft, dass es nicht unangenehm oder geschmacklos wird.

Neben Gefechten zu Fuß bist du außerdem auch in diversen Fahrzeugen unterwegs, aus denen natürlich die ein oder andere Kugel und Rakete abgefeuert werden kann.

Apropos fahren: Während du ballerst, lädt sich automatisch dein Overdrive auf. Aktivierst du diesen, macht er dich für kurze Zeit zum übermenschlichen Gegnerschreck.

Allerdings bist du auch ohne Overdrive nicht wehrlos. So stehen dir bis zu vier aktivierte Fähigkeiten zu Verfügung, die es dir erlauben, zwischen Gegner hin und her zu dashen oder mit Energieschüben den Boden zu erschüttern.

Rage 2 wird bunt

Ist der Kampf vorbei und dein Schießeisen wieder abgekühlt, kannst du deinen gefallen Widersachern nicht nur Munition abluchsen, sondern auch allerhand Ressourcen. Denn auch in Rage 2 hast du Zugriff auf ein Crafting-System, um den Alltag im Ödland abwechslungsreicher zu gestalten.

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Die verstörendsten Dystopien in Videospielen.

Dabei ist das Ödland von vornherein so viel mehr als nur trauriges Grau und Braun. Die Welt ist überraschend bunt und von Neon-Farben durchzogen. Vor allem im Overdrive-Modus lässt der Regenbogen seine Muskeln spielen. Die im Vergleich zum Vorgänger dichtere Vegetation trägt ebenfalls zu diesem Eindruck bei.

Ausprobieren kannst du den farbenfrohen Spaß bereits im Frühling 2019. Dann erscheint Rage 2 für PC, PlayStation 4 und Xbox One.

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