Rend: Mein Ausflug in die Einsamkeit

Daniel Nawrat 3

Ein neues Survival-Abenteuer steht in den Startlöchern und möchte das Genre mit originellen Ansätzen aufmischen. Ich habe Rend während der Alpha-Phase kurz angespielt und berichte von meinen ersten Eindrücken und ob dieses Konzept aufgeht. Der folgende Trailer gibt dir schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf die demnächst startende Early Acces-Phase.

Rend Early Access Launch Date Announce Video.

Befindet sich ein Spiel noch in der Alpha, so bedeutet dies zumeist, dass es noch relativ weit von der eigentlichen Fertigstellung entfernt ist. Dieser Eindruck spiegelte sich defintiv auch wieder. Die Frage ist jedoch, inwiefern an diesen Schwächen bis zum Release noch gearbeitet wird. Was genau hat mich jetzt also gestört?

Das erwartet dich in Rend

Dadurch, dass dir das Spiel kaum Hilfestellung leistet, weißt du zu Beginn absolut nicht was zu tun ist. Bis auf die WASD-Steuerung, die du als PC-Spieler ohnehin schon kennst, wird dir im Grunde genommen nichts erklärt. Du bist also völlig auf dich alleine gestellt. Du weißt weder genau was die ganzen HUD-Elemente bedeuten, noch wohin du genau musst. Natürlich ist Rend kein typisches Open World-Spiel, das dir jeden Schritt diktiert und dir mit blinkenden Ausrufezeichen den Weg weist aber ein klein wenig Hilfe hätte ich dann doch gerne gehabt.

Ich bin also eine Weile durch die Gegend geirrt und bisher scheine ich auch komplett alleine zu sein. Sollten hier nicht eigentlich epische Schlachten stattfinden? Gut, kann natürlich sein, dass es zu dem Zeitpunkt einfach nicht genügend Alpha-Tester gab, jedoch habe ich mich wirklich extrem einsam gefühlt.

Wo sind alle?

Irgendwann gab es dann doch noch Hoffnung – ich war doch nicht allein! Nach einer Weile des planlosen Umherlaufens bin ich auf eine Art Festung gestoßen. Leider schien es so als wollte keiner, dass ich eintrete. Alle Türen waren nämlich verschlossen und beinahe wäre mein Fünkchen Hoffnung wieder im Keim erstickt worden. Als ich jedoch in den Chat schrieb, antwortete mir tatsächlich jemand und gewährte mir schließlich Einlass in das Fort. Er warnte gleichzeitig auch vor einer bevorstehenden Gefahr, doch bisher hatte ich davon absolut nichts mitbekommen.

Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich trotzdem nach Waffen und Rüstungen gesucht. Irgendwann bin ich dann in einer der zahlreichen Truhen fündig geworden und habe mich erstmal mit mehreren Bögen und verschiedenen Rüstungststeilen ausgestattet. Blöd nur, dass nirgends passende Pfeile aufzufinden waren. Wie man welche herstellt hat mir das Spiel leider auch nicht erklärt. Waren meine Bemühungen also umsonst? Wie sollte ich mich nun verteidigen, wenn tatsächlich gleich Massen an Gegnern auftauchen?

Enttäuschungen wohin das Auge blickt

Aus purer Verzweiflung beschloss ich dann irgendwann ganz nach oben auf die Befestigung zu klettern, um mich von dort hinunter zu stürzen. Drastische Entscheidung? Vermutlich. Leider hat selbst das nicht funktioniert, da ich den Sturz mit ganz wenig Lebenspunkten überlebt habe. Bis auf einige verlorene Seelen in der Festung schien sonst also kaum jemand hier zu sein. Nicht einmal irgendwelche mystischen Kreaturen. Zu allem Überfluss waren meine Waffen komplett nutzlos und auch sonst hatte ich keinen Schimmer was zu tun war.

Ich lief also einfach dem Horizont entgegen und hoffte auf dem Weg dorthin eventuell die eine oder andere Entdeckung zu machen. Leider wurde ich auch hier enttäuscht, denn während dieser langen Expedition schien mein Charakter zunehmend hungriger und auch durstiger zu werden. Kälter wurde es obendrein auch noch. Schließlich starb ich irgendwann einsam irgendwo im Nirgendwo. Meine Reise hatte also ihr jähes Ende gefunden.

Fazit

Bislang ist mein erster Eindruck von Rend leider eher negativ geprägt. Viele grundlegene Informationen werden dem Spieler nicht mit auf den Weg gegeben und auch sonst schien das Spiel eher unspektakulär. Gerne hätte ich die eine oder andere Kreatur getroffen, wurde in dieser Hinsicht jedoch enttäuscht. Es bleibt also zu hoffen, dass sich die Leere mit dem Start des Early Access füllt und weiterhin an der Einsteigerfreundlichkeit des Spiels gearbeitet wird.

Es gibt inzwischen zahlreiche Survival-Games. Finde raus, welches davon das Beste für dich ist.

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Die Early Access-Phase von Rend startet am 31. Juli 2018 auf Steam. Freust du dich schon auf das Survival-Abenteuer der ehemaligen WoW-Entwickler? Was hättest du getan, wenn du völlig alleine gewesen wärst? Schreib uns deine Antwort doch einfach in die Kommentare.

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