Die Demo zu Resident Evil 7 ist die wahnsinnigste Schnitzeljagd des Internets

Dominic Stetschnig

Das muss man Capcom lassen: Die Ankündigung zu Resident Evil 7 war wirklich gelungen. Jetzt werden die Spieler allerdings durch die (für PS-Plus-Mitglieder) erhältliche kostenlose Demo in den Wahnsinn getrieben. Wenn ihr gedacht habt, P.T. wäre ein Rätsel gewesen: Ihr hattet ja gar keine Ahnung.

YouTuber und Let’sPlayer sind am Durchdrehen, Twitch-Streams laufen heiß, reddit und NeoGAF explodieren – und weshalb? Wegen einer kostenlosen Demo. Sony und Capcom haben dabei einen hervorragenden Job gemacht. Während im letzten Jahr alle am Durchdrehen waren, welche die Gelegenheit hatten, „Kitchen“ auf PSVR anzuspielen, hatte niemand die blasseste Ahnung, dass es sich dabei um nichts anderes als Resident Evil 7 handelte.

Resident Evil 7 Announcement.

Achtung: Minimale Spoiler.

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Bei der Ankündigung des Titel auf der E3-Pressekonferenz von Sony erfuhr das Publikum ebenso, dass ab sofort eine Demo zum Download bereitsteht. Diese Demo soll kein Teil des Spiels sein, viel mehr soll es sich um einen spielbaren Teaser handeln, welcher erste Eindrücke des Spiels liefern soll. Kommt euch das bekannt vor? Spielbarer Teaser? Playable Teaser? P.T.? Richtig, in diese Richtung sollte es gehen. Nur das am Ende von P.T. ja eine große Ankündigung stand. Resident Evil 7 ist bereits angekündigt, dennoch will das Internet nicht aufgeben und versucht gerade verzweifelt, die Rätsel von Resident Evil: Beginning Hour (so der vollständige Name des Teasers) zu lösen.

Capcom kann es nicht leugnen, sich eine gehörige Portion vom P.T.-Hype abgeschaut zu haben. Kein Wunder, immerhin haben sie Leute aus Kojimas Crew für ihr neues Projekt angeheuert. An sich ist das aber auch gar nicht so falsch: Nachdem Silent Hills eingestellt wurde und P.T. aus dem PlayStation Store verschwand, klaffte eine große Lücke im Bedürfnis des Spielergemeinschaft. „Hey, Moment! Wir haben ja auch ein großes Horror-Franchise!“, dachte sich Capcom wohl. Und voilà, hier haben wir das Ergebnis.

Capcom hat sich jedoch nicht nur am Stil von P.T. orientiert (man muss ihnen lassen: Einige viele sinnvolle Horror-Elemente wurden auch hinzugefügt), sondern mutmaßlich auch am kollektiven Rätselspaß, den Kojima uns mit seinem spielbaren Teaser brachte. Zwar hat man im Fall von P.T. die Lösung relativ schnell und auch eher durch Zufall gefunden, obwohl sich die Macher eigentlich erhofften, dass es mindestens eine Woche dauern würde, bis große Namen über Norman Reedus‘ Gesicht im Abspann flimmern, dennoch war das Zusammenarbeiten der Community in Form von Streams, Let’s Plays und Kommentaren einzigartig und hat letzten Endes zur Lösung geführt.

Resident Evil 7: Beginning Hour hat bereits vier bestätigte Enden, wobei drei davon recht ähnlich sind. Dennoch wollen die Fans nicht locker lassen: In Foren und auf YouTube finden hitzige Diskussionen statt, auf Twitch spielen Streamer unermüdlich, um auch die letzten Ecken des Spiels zu erforschen. Vorwiegend geht es dabei aktuell noch um die Verwendung der Axt und des Puppen-Fingers, die beim „normalen“ Durchspielen einfach keine Verwendung finden. Handelt es sich dabei lediglich um MacGuffins? Oder gibt es tatsächlich noch eine tiefere Bedeutung hinter diesen Objekten? Hat Capcom wirklich noch mehr als nur 15 Minuten Spielzeit in der Demo versteckt? Oder trollen uns die Macher?

Vielleicht kommt die Erkenntnis in den nächsten Tagen, Wochen, vielleicht aber auch erst am 24. Januar 2017. Dann erscheint nämlich Resident Evil 7.

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