RimWorld: Der neue Steam-Hit ist eine spacige Kolonie-Simulation

Martin Eiser 1

Am Wochenende ist RimWorld für Early Access auf Steam erschienen und rasch zum aktuell beliebtesten Spiel auf der Plattform aufgestiegen. Was hinter dem Spiel steckt, welches Potenzial es hat und warum der Erfolg keinesfalls überraschend ist, erklären wir in unserem kurzen Special.

RimWorld - Trailer #3.

Kein anderes Spiel verkauft sich derzeit öfter auf Steam als RimWorld – und das, obwohl es noch nicht einmal fertig ist. Gestartet ist lediglich die Early-Access-Version, die zwar schon komplett spielbar ist, aber der noch einige geplante Features fehlen. Was begeistert so viele Menschen für die Weltraum-Kolonie-Simulation mit dem schlichten Grafikstil? Wir versuchen, dem Erfolg des Steam-Hits auf den Grund zu gehen.

Was ist RimWorld?

RimWorld ist eine Weltraum-Kolonie-Simulation. Wir starten mit drei Überlebenden auf einem fremden, weit von der Heimat entfernten Planeten. Das Trio ist dort notgelandet und muss nun eine Kolonie errichten. Zur Aufbausimulation gehört viel Micromanagement. Wir müssen unter anderem Gebäude bauen, Nahrung anpflanzen, Handel treiben, Katastrophen überstehen, Verbündete finden und uns gegen Feinde verteidigen. Das Spiel ist dabei inspiriert von Titeln wie Dune, FTL und Dwarf Fortress – und von der beliebten Fernsehserie Firefly, in der eine Crew abgelegene Teile des Alls erkundet.

Tipps und Tricks zu RimWorld für Einsteiger

Was macht RimWorld besonders?

Was das Spiel von anderen Simulationen abhebt, sind die vielen zufälligen Elemente, die jede Erfahrung einzigartig machen. Es ist nicht nur der Planet, der jedes Mal anders aussieht und deren Gebiete ganz unterschiedliche Gefahren bieten. Sogar die Geschichte wird zufällig generiert. Jedes Ereignis wie etwa ein Überfall oder Wetterwechsel sind für das Spiel nur Karten, die ausgespielt werden. Wir haben vor dem Beginn die Wahl zwischen mehreren Erzählern, deren künstliche Intelligenz einen ganz eigenen Schwerpunkt setzen kann. So kann die Spannung beispielsweise kontinuierlich ansteigen, oder aber uns passieren sehr viele gute Dinge.

Bei den Überlebenden des verunglückten Passagier-Raumschiffs handelt es sich um bunt zusammengewürfelte Charaktere. Wir könnten beispielsweise auf eine Gruppe aus einem Adligen, einem Buchhalter und einer Hausfrau treffen, mit denen wir in ein neues Leben starten. Sie alle haben bestimmte Eigenschaften, die wir beachten müssen. Und auch die weiteren Kolonisten unser Siedlung, die sich aus Gefangenen, Sklaven oder Flüchtlingen rekrutieren, sind ebenso unterschiedlich und haben Stärken und Schwächen.

Jeder Kolonist hat zudem Körperteile, deren Funktion durch Wunden, Krankheiten und Infektionen eingeschränkt werden. Wir sollten Krankheiten behandeln, sonst breiten sie sich womöglich aus. Doch auch Verletzungen beeinträchtigen die Fähigkeiten. Es gibt zudem Unterscheidungen zwischen Lebewesen. Ohne Bein wird die Fortbewegung für einen Menschen unmöglich, während ein Hirsch auch noch auf drei Beinen versuchen kann, wegzulaufen. Dazu kommen Prothesen und Organhandel als zusätzliche Optionen.

Und das sind noch immer nicht alle Features. Das Spiel beobachtet unsere Handlungen und will uns durch ein sich anpassendes Lernsystem die Dinge beibringen, die wir noch nicht beherrschen. Dazu kommen Tiere, die wir sogar trainieren und züchten können. Mods werden selbstverständlich auch unterstützt. Es gibt unter anderem ein Szenario-System, das Steam Workshop nutzt.

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RimWorld: Die besten Mods für die Sci-Fi-Simulation.

Warum ist RimWorld so erfolgreich?

Im Oktober 2013 wurde RimWorld über Kickstarter finanziert. Tynan Sylvester, der Kopf hinter dem kanadischen Entwickler Ludeon Studios, kassierte von fast 9.500 Unterstützern umgerechnet über 185.000 Euro – mehr als das Dreizehnfache des ursprünglichen Ziels. Im November 2013 ist die erste öffentliche Beta erschienen. Diese wurde erweitert und konnte immer mehr Fans hinzugewinnen. Ganz ähnlich lief es auch für Prison Architect, das nicht nur optische Parallelen aufweist, sondern auch spielerisch ein paar Gemeinsamkeiten hat. Wer diesen Titel bereits mochte, wird wahrscheinlich auch von RimWorld fasziniert sein.

Einer der ganz wesentlichen Schlüssel für den Erfolg ist aber die Einbindung der Community in den Entwicklungsprozess. Unter anderem über einen eigenen Subreddit und das offizielle Forum können Nutzer in Kontakt mit dem Entwickler und anderen Spielern treten, Anregungen geben und Tipps bekommen. Es ist ein reger Austausch, der zur stetigen Verbesserung des Spiels beiträgt. Auf diese Weise wurde RimWorld vor allem durch Mundpropaganda bekannt, worauf auch die meisten positiven Bewertungen auf Steam zurückzuführen sein dürften. Derzeit gibt es kaum negative Einschätzungen.

So werden Gefangene zu Mitstreitern in RimWorld

RimWorld
Entwickler: Ludeon Studios
Preis: 29,99 €

Screenshots von RimWorld

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