Halloween ist Grusel-Zeit. Um die düstere Jahreszeit mit euch zu feiern, teilen die GIGA-Redakteure ihre gruseligsten Erlebnisse in Filmen, Spielen und der echten Welt mit euch.

 

Silent Hills

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Silent Hills

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Morgen steht Halloween, das Fest des Fürchtens, wieder an. Während die einen als Freddy Krueger betrunken über die Halloween-Party des Jahres stapfen, machen andere von uns einen gemütlichen Horrorfilm-Abend auf der Wohnzimmer-Couch. Lifestyle hin oder her, eines haben sie alle gemeinsam: sich schon mal so richtig ordentlich gegruselt. Ich hab mich in mein Karla-Kolumna-Kostüm geschmissen, Stift und Papier gezückt und die GIGA-Redaktion nach ihren gruseligsten Erlebnissen, Film- und Spiele-Momenten gefragt.

Höhere Gewalt?

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Jens Herforth (GIGA ANDROID): Ich bin ein absoluter Horror-Schisser! „The Ring“ habe ich damals mit meinen Eltern Zuhause gesehen. Nachdem der für mich wirklich schlimme, schlimme, schlimme Film vorbei war, haben wir uns alle Bettfertig gemacht. Ohne unser zutun ging dann plötzlich der Fernseher wieder an. Natürlich mit dem typischen Bildrauschen, denn alle Bildquellen hatten wir natürlich zum schlafen gehen abgeschaltet. Keiner von uns befand sich im Wohnzimmer. Geschlafen haben wir an dem Abend ALLE wirklich sehr, sehr schlecht.

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Philipp Schleinig (GIGA FILM): Filmabende zu Halloween – eine Veranstaltung, der ich leider nur wenig abgewinnen kann. Und dennoch habe ich mich des Öfteren breitschlagen lassen, mit Freunden solch einen Filmabend zu organisieren. So saßen wir einst im knackigen Alter von 14 Jahren in einem entlegenen Waldhaus zusammen und sahen einen Film. Die Örtlichkeit zeichnete sich durch sehr viele Fenster aus, durch die man direkt in den Wald sehen konnte. Der Film begann dafür mit Trommeln. Immer wieder diese Trommeln. Bis etwas später der Hausherr an die Scheibe klopfte und uns Insassen in Schockstarre versetzte. Dabei lief auf dem Fernseher doch nur „Jumanji“.

Von Spielen...

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Kamal Nicholas (GIGA ANDROID): Ich bin ein ziemlich schreckhafter Mensch und hasse es deshalb auch, erschreckt zu werden. Komisch, denn Horrror mag ich an sich sehr gerne, die meisten Filme sind aber auch nicht wirklich gruselig. Meine Schreckhaftigkeit ist auch ein Grund dafür, dass ich Doom 3 damals nicht weiterspielen konnte, da ich mich bereits bei den ersten Jump Scares nur aufgeregt habe. Mittlerweile hat sich das ein wenig gebessert (Doom 3 habe ich dann irgendwann doch gespielt), Angst habe ich bei manchen Horror-Spielen aber dennoch und so kann ich echten Horror ausschließlich mit eingeschaltetem Licht und am besten in Begleitung spielen. Auf Silent Hills habe ich aber trotzdem große Lust. Ist das masochistisch?

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Annika Schumann (GIGA GAMES): Ich werde wohl nie vergessen, wie ich mit unserer Ex-Kollegin Amélie Project Zero 2 gespielt habe - das lag vor allem an einer besonderen Szene. Wir liefen nichtsahnend über eine Brücke und sahen einen Geist, der über der Balustrade hing. Da er uns nicht angriff, dachten wir, dass er uns wohlgestimmt sei und wir fotografierten ihn - böser Fehler, denn plötzlich bewegte er sich rasend und schreiend auf uns zu. Ich habe mich so erschrocken, dass ich den Controller fallen gelassen habe und Amélie zuckte ebenfalls mächtig zusammen. Dass wir beide wirklich wie kleine Mädchen aufgeschrien haben, muss ich wohl nicht erwähnen.

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Marvin Basse (GIGA SOFTWARE): Als ich das erste Mal das Resident Evil-Remake auf dem GameCube gespielt habe, habe ich mich unglaublich erschrocken, dass manche Zombies plötzlich rennen können. Beim Original auf der PS1 war das nicht so, und beim Remake auf dem GameCube dachte ich mir „Naja, bessere Grafik halt, aber das Gameplay ist gleich geblieben.“ Von wegen, die rennenden Zombies waren ja auch nicht das Einzige, was neu war... Aber gerade deshalb natürlich auch ein sehr gutes Remake. Es soll ja jetzt bald noch ein Remake von Resident Evil geben, mal sehen was Capcom da so für neue Schockeffekte einbaut. Diesmal werde ich auf jeden Fall drauf vorbereitet sein.

...und Filmen

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Christoph Koch (GIGA FILM): Ich weiß noch ganz genau, als ich in einem viel zu zarten Alter das erste Mal den Film “ Blair Witch Project“ in die Finger bekam. Ich dachte mir: „Ach, so ohne Blut und Monster, das kann ja gar nicht richtig gruselig sein“. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich leider noch nicht, dass ich mit dieser Einschätzung meilenweit danebenliegen sollte. Als die ersten Minuten dieses Low-Budget-Streifens über den Bildschirm flimmerten, stellte sich ein mulmiges Gefühl ein, was schnell einer unangenehmen Anspannung wich - und schon bald bildete sich kalter Angstschweiß auf meiner Stirn. Als der Abspann lief, fühlte ich mich völlig erschöpft und ausgebrannt, denn selten hat mich ein Film so in Schockstarre versetzt und in mir das Gefühl ausgelöst, selbst fliehen zu wollen. Die Wackelkamera, das krisselige Bild, der dunkle, weitläufige Wald und die Ästhetik eines Amateuervideos tun ihr übriges, um mich immer wieder aufs Neue in den Angstzustand zu versetzen. „Blair Witch Project“ beweist, dass sich der größte Horror immer noch im Kopf abspielt. Denkt daran, wenn ihr das nächste Mal nachts in den Keller müsst!

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Marek Bang (GIGA FILM): Meine Teenager-Zeit spielte sich komplett in den 1990er Jahren ab, wo ich auch meine ersten prägenden Kino-Erfahrungen erleben durfte. Obwohl ich von Haus aus kein ausgewiesener Horror-Fan war und bin, kam ich zu besagter Zeit nicht um das durch Wes Cravens „Scream“-Franchise ausgelöste Horrorfilm-Revival vorbei. Doch erst der Film „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“ hat mich wirklich geflasht. Nach dem Kinobesuch beschlich mich auf dem Nachhause-Weg ein merkwürdiges Gefühl der Angst, das ich so nicht gewöhnt war. Zwar musste ich in meiner niedersächsischen Kleinstadt-Heimat einen kleinen Waldweg passieren, doch noch nie zuvor hatte ich das Bedürfnis, nach möglichen finsteren Gestalten Ausschau zu halten. Auslöser dafür war der zuvor gesehene Film, der die Geschichte einer Clique Jugendlicher erzählt, die ausversehen einen Mann überfahren und glauben, ihn getötet zu haben. Dem ist aber nicht so und so lauert genau ein Jahr später der Tod vor der Tür der beteiligten Teenager. Der Horrorfilm setzt konsequent auf den unerwarteten Schreck-Moment und baut so geschickt eine perfide Stimmung auf, die dazu führt, dass ich mir den maskierten Mörder hinter jeder Ecke in jeder Szene vorstellen konnte und es mich vor Spannung kaum mehr im Kinosessel hielt. Das ist eine Form von Horror, die sich im Kopf abspielt und für mich bis heute einen gelungenen Film dieses Genres ausmacht. Ich brauche keine ekligen Monster oder fiesen Folterszenen, schließlich möchte ich mich an Halloween gruseln und nicht ekeln. Meine liebsten Horrorfilme sind daher Grusel-Thriller, die Bilder in meinem Kopf entstehen lassen, noch bevor sie auf der Leinwand zu sehen sind und gerade durch diese Erwartungshaltung, es könnte in jedem Moment etwas Schlimmes passieren, für meinen ganz persönlichen Nervenkitzel sorgen.

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Martin Malischek (GIGA ANDROID): Die „besten“ Horror-Erlebnisse hatte ich bisher mit Penumbra: Black Plague, vor allem die Tatsache nicht flüchten zu können und deshalb am besten nicht entdeckt zu werden, heizen den Gruselfaktor an. Filmtechnisch finde ich nach wie vor Found-Footage am überzeugendsten, wie beispielsweise bei Paranormal Activity (auch wenn die Teile leider immer schlechter wurden), REC oder Blair Witch Project (ganz scheußlicher zweiter Teil) zu finden.

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