Skyforge: Der neue MMORPG-Gott? Unser Beta-Eindruck!

Jürgen Stöffel 4

Skyforge ist ein neues Free2Play-MMORPG, das euch zum Gott werden lässt. Ein interessantes Konzept, das ihr derzeit kostenlos in der Open Beta ausprobieren könnt. Wir haben uns ebenfalls in die futuristische Götterwelt von Aelion begeben und präsentieren unseren ersten Beta-Eindruck!

skyforge-Ascension-CinematicTrailer.mp4.

Skyforge ist ein Gemeinschaftsprojekt zwischen Obsidian Entertainment, das Studio hinter Fallout: New Vegas und dem Team von Allods Online, dem ersten russischen MMORPG. Und anders als bei den meisten Online-Rollenspielen verkörpert ihr in Skyforge keinen 08/15-Hanswurst, der sich erst mühsam zum Heroen hochlevelt, sondern startet gleich als unsterblicher Superheld, der später mal ein echter Gott werden kann.

Jetzt Skyforge spielen! *

Skyforge: Tod und Wiedergeburt

Sobald wir uns in Skyforge eingeloggt haben, werden wir schon ins Gefecht geschickt. Unser gesichts- und geschlechtsloser Krieger ist ein typischer Soldat, der irgendwelche Rattenviecher erledigen soll. Doch die Ratzen stellen uns eine Falle und metzeln unsere Kameraden und unseren Helden nieder.

Doch der Tod ist erst der Anfang, denn unser Held ist zufällig und ohne sein Wissen ein Unsterblicher, der nach dem Tode wieder auferstehen kann. Und genau dies tun wir auch und nehmen bittere Rache an Ratzi und seinen Freunden. Danach werden wir zurück ins Götter-Hauptquartier gebracht und auf unsere zukünftige Rolle als Gott vorbereitet. Denn alle Unsterblichen haben das Zeug zur Gottheit, wenn sie genug Heldentaten vollbringen und Anhänger gewinnen.

Stufen sind so Mainstream!

Erst jetzt dürfen wir unsere Rüstung und unseren Helm abnehmen und das Aussehen und das Geschlecht des Helden wählen. Dabei bietet uns Skyforge eine Menge Optionen, so dass wir schnell einen coolen Charakter gebastelt haben. Weiter geht’s zur Klassen-Auswahl, doch wo uns andere Spiele mit mindestens einem halben Dutzend verschiedener Heldentypen locken, bietet Skyforge nur je einen Tank, einen Schadensausteiler und einen Unterstützer.

Doch dabei muss es nicht bleiben, denn Skyforge bietet ein Charaktersystem, das ein wenig an das Mystery-MMORPG The Secret World erinnert. Ihr habt nämlich keine Stufen und stattdessen einen so genannten Atlas des Fortschritts, in dem ihr gegen spezielle Punkte nach und nach neue Skills und Attribute freischaltet. Und eben auch neue Klassen, von denen es bereits in der Beta 13 Stück gibt.

Skyforge: Ein Gott kann alles!

Doch keine Sorge, ihr müsst nicht jedes Mal einen neuen Charakter anfangen, wenn ihr eine neue Klasse freispielt. Vielmehr ist euer Held ein Universalgenie, das einfach jede gewünschte Rolle annehmen kann. Geht einfach in das entsprechende Menü, klickt auf die Klasse eurer Wahl und, zack, seid ihr etwas anderes! So wird aus dem laschen Unterstützer sofort ein knallharter Schadensausteiler!

Dadurch wird Skyforge sehr dynamisch, denn je nachdem welche Klasse ihr gerade für eine optimale Gruppe braucht, könnt ihr so schnell euren Helden anpassen. Allerdings solltet ihr schon die passende Ausrüstung bereitlegen und die gewünschte Klasse ein wenig ausgebaut haben, sonst seid ihr zwar auf dem Papier ein derber Tank, aber ohne die passenden Attribute wird das trotzdem nix.

Skyforge: Mass Effect trifft Guild Wars und Tera!

Skyforge spielt auf dem futuristischen Planeten Aelion, einer paradiesischen Welt, welche von allerlei Getier bedroht wird. Die Riesenratten aus dem Intro sind da nur der Anfang. Vom Stil her ähneln Aelion und seine Technologien sehr stark dem Science-Fiction-Hammer Mass Effect von Bioware. Ein Helden-Kostüm ähnelt sogar fast haargenau dem Raumanzug von Tali’Zorah!

Beim Gameplay hingegen stand eher Guild Wars 1 Pate, denn die meisten Regionen in Skyforge sind instanziiert, so dass sich dort nur die Spieler herumtreiben, die ihr auch eingeladen habt. Das Kampfsystem von Skyforge ist hingegen fest auf Action-Kämpfe wie in Tera oder Wildstar ausgelegt, in denen ihr bestimmte Combos aus einem limitierten Vorrat an Skills ausführen könnt. Die Kämpfe spielen sich daher angenehm flott und machen viel Spaß!

Spaßbremse Limit?

Skyforge macht eine Menge Spaß, aber wer zu viel zockt und massig Ressourcen zum Freischalten neuer Klassen und Fähigkeiten freispielt, wird irgendwann einmal ans Limit stoßen. Denn in Skyforge könnt ihr nur begrenzte Mengen an diesen Ressourcen pro Woche sammeln, dann ist Schluss und ihr bekommt nur noch Ersatz-Belohnungen, die euch beispielsweise neue Kostüme bescheren oder eure Skills zurücksetzen lassen.

Das Limit ist laut den Entwicklern dazu da, dass sich Profi-Gamer nicht zu weit von den Casual-Spielern weg entwickeln und die Community so enger zusammen bleibt. Ein bei den Spielern durchaus umstrittenes Konzept, mit dem nicht jeder glücklich ist. Fakt ist jedenfalls, dass Gelegenheits-Spieler selten an das Limit geraten, während Hardcore-Zocker schon nach acht Stunden fertig sind. Allerdings wird nicht verbrauchtes Limit kumulativ auf die nächste Woche gutgeschrieben.

Skyforge: Optimal für Casual-Spieler

Aufgrund des Limits ist Skyforge unserer Meinung eher für Casual-Spieler als für MMORPG-Enthusiasten interessant. Denn die instanziierten Gebiete, die Fortschrittsbremse und die flexiblen Klassen mit der sanften Lernkurve und den häufigen Erfolgserlebnissen sind optimal dazu gedacht, mal am Abend eine Stunde ein paar kleine Abenteuer zu erleben.

Wer hingegen am liebsten 100 Prozent in jedes neue MMORPG eintauchen und nach einer Woche das Endgame sehen will, wird durch die vielen Zwangspausen wohl recht bald die Geduld verlieren und zu World of Warcraft zurückkehren. Wer jedoch ein futuristisches MMORPG für Einsteiger sucht, der kann mit dem kostenlosen Skyforge nichts falsch machen.

Premium-Pakete für schnelleren Start

Für eilige Spieler bieten die Entwickler übrigens zwei optionale Starter-Pakete gegen Echtgeld-Kosten an. Das gewöhnliche Starter-Paket kostet 13,99 Euro und enthält 6.000 Einheiten der Premium-Währung Argents, 30 Tage Premium-Spielzeit, einen Titel und eine Kapsel mit nützlichem Kram.

Noch besser ist jedoch die Premium-Edition von Skyforge namens „Wächter des Ödlandes“. Sie kostet zwar 54,99 Euro, lohnt sich aber dafür auch, denn ihr bekommt zwei fortgeschrittene Klassen, Ritter und Alchemist, sofort und ohne langes Freispielen. Weiterhin gibt’s noch ein Reittier, das wie ein Chocobo aussieht, sowie 60 Tage Premium-Spielzeit, ein schickes Kostüm, 20.000 Argents, einen Titel und eine Kapsel mit sehr guter Ausrüstung.

Jetzt Skyforge spielen! *

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

Weitere Themen

Neue Artikel von GIGA GAMES

  • Die absurdesten Bosse in Videospielen

    Die absurdesten Bosse in Videospielen

    Tritt ein Boss im Spiel auf, manifestiert sich dies als Höhepunkt. Viele Spiele feiern diesen Moment; ein Crescendo, dass endlich den Gipfel erreicht. Ist dieser Endgegner ein riesiges Gesicht, dass mit Augäpfeln schießt, nimmt der Kampf eine Absurdität an, die wiederum Spieler feiern. Um solche Bosse soll es hier gehen.
    Daniel Kirschey
* Werbung