SOMA Test: BioShock meets Gone Home

Annika Schumann

Die Macher von Amnesia: The Dark Descent wollen es noch einmal wissen und euch den Schrecken eures Lebens verpassen - dafür sorgen soll das neue Survival-Spiel SOMA, welches euch in eine finstere Forschungsstation verschlägt und euch keinerlei Waffen an die Hand gibt. Ob der Unterwasser-Horror hält, was er verspricht, lest ihr in unserem Test.

SOMA Launch Trailer.

SOMA Test:

In SOMA verschlägt es euch in der Haut von Simon Jarrett unter mysteriösen Umständen in die Unterwasser-Forschungsstation PATHOS-II. Euch wird schnell bewusst, dass schlimme Dinge vorgefallen sein müssen, denn die Station ist verlassen, verwüstet und immer wieder mit Blutspritzern übersät. Von Zeit zu Zeit fällt das Licht aus, seltsame Geräusche jagen euch Angst und Schrecken ein - und ihr werdet plötzlich von durchgedrehten Maschinen und furchterregenden Monstern verfolgt, ohne auch nur eine Chance der Verteidigung durch eine Waffe zu haben. Ihr wisst nicht, was dort am Meeresgrund passiert ist oder ob ihr dieses schreckliche Abenteuer jemals überlebt; die einzige Hilfe, die euch zur Seite steht, ist eine weibliche Stimme über das Intercom, das euch hin und wieder erklärt, was ihr zu tun habt. In der Dunkelheit. In der Einsamkeit. In der Enge. In SOMA.

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Was macht einen Menschen zum Menschen?

SOMA brilliert nicht durch die atemberaubenden Kämpfe und spannenden Action-Einlagen. Im Gegenteil sogar, denn solche Passagen sucht ihr - genau wie in Amnesia: The Dark Descent - vergebens. Ihr müsst euch mit Geschick und einer Prise Hirnschmalz einen Weg durch die verschlungene, gleichzeitig weitläufige und dennoch beklemmende Station bahnen und den vielen, makabren Wesen clever aus dem Weg gehen. Doch nicht nur fiese Monster, sondern auch seltsam menschlich wirkende Maschinen wollen euch an den Kragen. Diese haben nämlich plötzlich einen eigenen Geist, einen regelrechten freien Willen und geben SOMA somit eine Tiefgründigkeit, die vielleicht zu Beginn nicht jeder Spieler erwartet hätte. Immer wieder wird unterschwellig die Frage in den Raum geworfen, was genau einen Menschen ausmacht und wie konkret eine solche Lebensform begründet beziehungsweise definiert wird. Die absolute Existenzkrise beschert euch immer wieder philosophische Denkanstöße - diese dann wiederum für eine ernste, interessante Atmosphäre sorgt, die den irren Trip durch PATHOS-II noch außergewöhnlicher macht.

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Sollte euch ein solches Wesen oder ein Monster im Übrigen begegnen und kommt ihr nicht schnell genug davon, dann bedeutet das nicht gleich Gameover für euch. Zuerst spawnt ihr wieder am genau gleichen Ort, wo euch das Monster in die Finger bekommen habt und ihr erhaltet noch einmal die Chance zu entkommen. Allerdings ist eure Wahrnehmung dann etwas getrübt und ihr müsst bestimmte Punkte im Level erreichen, die euch heilen. Sollte euch das Monster bis dahin noch einmal erwischen, ist es aber schlussendlich aus für euch und ihr startet am Beginn des Abschnitts neu.

Ferner besticht das Spiel durch seine vielfältigen Interaktionsmöglichkeiten. Ähnlich zu Titeln wie Gone Home könnt ihr so gut wie alles, was sich in den Räumlichkeiten befindet, anfassen, begutachten und durch die Gegend werfen. Doch genau darin dürfte für einige Spieler ein großer Negativpunkt liegen, denn oft ist nicht sofort klar, welche Items wichtig sind und welche nicht. Während euch die weibliche Stimme durch das Intercom zwar immer wieder Informationen darüber liefert, wo ihr hingehen und was ihr tun müsst, bleibt es dennoch oft an euch, Hinweise in zahlreichen Dokumenten oder Gegenständen zu deuten, um im Spiel weiterzukommen. Schlussendlich ist es Geschmacksache und eine Frage des bevorzugten Gameplays des Spielers, ob dieser Punkt positiv oder negativ zu bewerten ist.

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Diese (Boss)Gegner sind einfach unbesiegbar.

Unser Test-Fazit zu SOMA:

Die Atmosphäre in SOMA ist erdrückend und schwer, während die Wesen und Maschinen, die euch verfolgen, für wahre Gänsehaut und ziemlich viel Angstschweiß sorgen können. Dies allein würde den Titel von Frictional Games schon zu einem guten Spiel machen - doch es ist die Philosophie und die Denkanstöße, die der Spieler erhält, die SOMA besonders machen und von anderen Titeln deutlich abhebt. SOMA ist für jeden Horror-Fan ein Muss - allerdings nur, wenn ihr auf Kämpfe verzichten und euch mit dem Gedanken anfreunden könnt, oftmals irritiert und ohne klare Anweisungen durch die dunklen Korridore zu wandeln. Ein hoher Frustfaktor dürfte bei einigen Spielern dadurch nämlich garantiert sein, weshalb ihr euch deswegen im Vorfeld darüber klar sein solltet.

Getestet wurde die PlayStation 4-Version von SOMA. Das Spiel ist auch für den PC erhältlich. Die Systemvoraussetzungen für den Survival-Titel findet ihr ebenfalls bei uns.

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