SoulCalibur VI angespielt: Überzeugend ohne viel Schnick-Schnack

Franziska Behner

Nächsten Monat ist es soweit: Mit SoulCalibur VI steht der nächste Prügler in diesem Jahr an. Wir haben uns das Spiel etwas genauer angesehen und verraten dir in dieser Preview, was das Beat ´Em Up kann.

Soul Calibur 6: Mitsurugi im Charakter-Trailer.

Schon beim Starten der Software fällt auf: SoulCalibur bietet den Spielern zwei mögliche Story-Modi. In Soul Chronicle wird die Hauptgeschichte erzählt, unterteilt in Episoden der einzelnen Charaktere. Der Übersichtsbildschirm fungiert als eine Art Zeitstrahl, auf dem genau zu erkennen ist, welche Person wann in der Story auftaucht. Obwohl jede Figur ihre eigene Story erzählt, laufen sie zu einem gemeinsamen Strang zusammen.

Keine Filmsequenzen

Typische Zwischensequenzen in Form von Filmchen oder animierten Clips gibt es nicht – dafür aber Portraits mit lustiger Mimik. In guter, alter Visual Novel Manier werden Headshots der agierenden Personen gezeigt, deren Mimik sich je nach Situation ändern kann. Genervt, kampfeslustig, knurrend: Hier war eigentlich schon in unserer Hands on-Session alles dabei. An sich sind voll animierte Sequenzen natürlich immer schöner, diese Variante gefällt uns aber auch ganz gut, da sie nicht nur starre und emotionslose Bilder der Protagonisten zeigt. Die Charaktere haben japanische, sowie englische Sprachausgabe und wer möchte, kann sich deutsche Untertitel einstellen.

Geralt von Riva schwingt sein Schwert

Die Stimmen sind klar und altbekannt – vor allem, wenn man auf Rollenspiele steht. Denn der gute Geralt von Riva ist als Charakter mit an Board und hat auch die Originalstimme im Game. Seine genervten Antworten und siegessicheren Kommentare mit einem Hauch Arroganz könnten direkt aus The Witcher stammen – das tut er im Übrigen auch. Über ein Portal landet der Hexer in der Welt von SoulCalibur und verstrickt sich in der Story.

SO cool sieht Geralt im Spiel aus

Libra of Soul – Deine eigene Heldengeschichte

In dem zweiten Modus, dem Libra of Soul, haben die Spieler die Möglichkeit, ihre eigene Heldengeschichte zu schreiben. Dieses Feature existierte bereits in einem der älteren Teile und wurde von den Fans auch für SoulCalibur VI gewünscht. Im Charaktermenü wird zunächst die eigene Figur erstellt. Ist das Geschlecht ausgesucht, muss die Wahl auf eine der 16 Klassen fallen. Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei: Mumie, Mensch, Shapeshifter, Lizard oder verschiedene Formen von Malfested. Da unsere Preview-Version noch nicht auf deutsch war, belassen wir es hier bei den originalen Namen der einzelnen Klassen. Jetzt nur noch ein Gesicht, Augenbrauen und Haare aussuchen, die passende Farbe wählen und die Oberschenkel oder Unterarme etwas verändern. Ja, du hast richtig gelesen: Die einzelnen Muskelpartien lassen sich separat anwählen und konfigurieren. Im Optionsmenü kann außerdem noch das passende Outfit ausgewählt, bzw. gekauft werden. Mit gewonnenen Kämpfen spielst du wie üblich Geld frei, das sich dann in zusätzliche, optische Verbesserungen und Waffen oder Items zum Boosten investieren lässt.

Ein Wechsel zwischen 2D und 3D

Mit der Wahl der Waffe und damit auch die Entscheidung über den eigenen Kampfstil ist der Creator abgeschlossen und der zweite Modus kann so richtig losgehen. Eine große 2D-Weltkarte öffnet sich, die eine Vielzahl an Kämpfen und Abenteuer vermuten lässt. In der unteren Ecke ist immer der eigens erstellte Charakter abgebildet. Im Gegensatz zu der 3D-Form während eines Kampfes ist dieses Portrait, ebenso wie die Mini-Bilder in den kleinen Zwischensequenzen, leider eher platt und ausgefranzt an den Outlines. Das hätte insgesamt doch etwas schöner ausfallen können – die Karte ist es nämlich!

Während der kurzen Text-Sequenzen vor oder zwischen den Kämpfen kommt es immer mal wieder zu Entscheidungssituationen, die später Einfluss auf die Schwierigkeit der Kämpfe haben. Auch kann es hier Änderungen bezüglich der zu treffenden Charaktere hervorrufen und damit leicht veränderte Story-Abschnitte.

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Fun Fact: Geben deine Freunde ihren erstellten Charakter aus Libra of Soul online frei, kannst du ihn als Söldner anheuern. Dabei geht es nicht um ein Multiplayer-Erlebnis – der Charakter agiert wie ein CPU, ist aber optisch von deinen Freunden erstellt worden. Die eigene Figur lässt sich außerdem in den Versus-Battles verwenden. Dank einer Vielzahl an Modifikationsmöglichkeiten und Kampfstilen erschafft sich so jeder Spieler seinen Traumkämpfer.

Such dir hier schon mal deinen Lieblingscharakter aus:

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Soul Calibur 6: Charaktere und Kämpferliste.

Das Kampsystem im Spiel ist gewohnt schnell und lässt auch bei Anfängern nicht direkt Frust aufkommen. Die Tastenbelegungen sind überschaubar und entfachen im richtigen Moment angewendet die eine oder andere Spezialattacke. Leichte und schwerere Attacken, hoch oder tief, blocken und greifen: Das typische SoulCalibur Line-Up. Hinzu kommt die Spezial-Attacke, die charakterspezifisch angepasst wurde. Da wir zu Testzwecken viel mit dem Witcher gespielt haben ist es uns hier besonders stark aufgefallen: Seine Sonderattacke entspringt direkt dem Spiel. Da kommen Erinnerungen auf!  Für einen besonderen Kick sorgt das Reverse Edge: Über die Taste R1 hüllt eine rote Energie beide Spieler ein und verlangsamt ihre Bewegungen – wer jetzt schneller einen geeigneten Angriff ausführt, kann ordentlich Schaden verursachen.

Am 19. Oktober 2018 erscheint SoulCalibur VI für die PlayStation 4, Xbox One und den PC. Mit einer Mischung aus verschiedenen Stilen, pushender Kampfmusik und ordentlich viel Action versucht Bandai Namco, den Markt im Herbst aufzumischen.

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