Star Wars Battlefront 2: Dänische Glücksspielbehörde zählt Lootboxen nicht zum Glücksspiel

Kamila Zych

Erst kürzlich hat die Glückspielkommission in Belgien Lootboxen in Videospielen als Glücksspiel klassifiziert. Das sieht ein weiteres europäisches Land jedoch anders: Die dänische Glücksspielbehörde hat in dem Zusammenhang konkrete Richtlinien festgelegt, ab wann Lootboxen als Glücksspiel gesehen werden können – die Mikrotransaktionen in Star Wars Battlefront 2 zählen demnach nicht dazu.

Also doch kein Glücksspiel? Die Mikrotransaktionen in Star Wars Battlefront 2 werden momentan heiß diskutiert: 

Star Wars Battlefront 2 - Launch Trailer.

Laut der Behörde müssen somit Lootboxen und andere Formen des Glückspiels folgende Kriterien erfüllen:

  1. Es muss eine Anzahlung geben
  2. Es muss ein Element des Zufalls beinhalten
  3. Es muss einen Gewinn geben (wenn es sich bei dem Preis um einen fiktiven Gegenstand handelt, sollte man in der Lage sein, ihn auf eine finanzielle Ebene zu übertragen)

„Die in einer Lootbox in Star Wars Battlefront 2 erzielten Gewinne können nicht in finanzielle Mittel umgewandelt werden, da die fiktiven Gegenstände in der Lootbox nicht verkauft oder anderweitig in Geld umgewandelt werden können. Daher sind Lootboxen in Star Wars Battlefront 2 in ihrer derzeitigen Form nicht als Glücksspiel anzusehen.“, so heißt es in einer offiziellen Stellungnahme. Spiele wie CS:GO oder League of Legends fallen hingegen in diese Kategorie.

Ist die Kontroverse um Lootboxen gerechtfertigt? Wir beziehen Stellung

Während der Credit Suisse 21st Annual Technology, Media & Telecom Conference hat sich nun auch Take-Two-Präsident Karl Slatoff zu der Thematik geäußert: „Die ganze Sache (…) sehen wir nicht als Glücksspiel.“   Das ist nicht verwunderlich, gab Take-Two erst vor ein paar Wochen bekannt, dass in Zukunft alle Spiele Mikrostransaktionen beinhalten sollen.

Slatoff stützt sich dabei auf das kürzlich abgegebende Statement der ESA, wonach Lootboxen eine „freiwillige Funktion“ darstellen, „die Spielern eine zusätzliche Möglichkeit bieten, an virtuelle Gegenstände zu gelangen.“

Die Direktorin der dänischen Glückspielbehörde Birgitte Sand stellte klar, man sei sich der Lootbox-Problematik bewusst und plädiert auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen. Denn gerade in Spielen, die eine junge Zielgruppe ansprechen, sollen Lootboxen in vermehrter Form auftreten. So wurde kürzlich bekannt, dass ein 19-Jähriger über 13.000 Dollar für Mikrotaransaktionen ausgegeben hat.

Auch nichts für Kinder: Um diese Spiele zu zocken, musst du volljährig sein:

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Schon gewusst? Diese zehn Spiele sind ab 18 .

„Ich möchte (…) betonen, wie wichtig es ist, dass Eltern sich für die Spiele ihrer Kinder interessieren und über verantwortungsvolles Spielverhalten sprechen. Dann können wir hoffentlich unglückliche Situationen vermeiden, in denen Minderjährige Geld ausgeben, das sie nicht hätten verwenden dürfen“, so Sand.

 

 

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