Star Wars: Battlefront 2 steckte aufgrund seines unfairen Lootbox-Systems noch vor Release scharf in der Kritik. Die lauten Stimmen im Netz zahlen sich aus: Entwickler DICE entfernte zum Release alle Echtgeld-Optionen. 

 

Star Wars: Battlefront 2

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Star Wars: Battlefront 2
Star Wars Battlefront 2 - Launch Trailer

Seit heute ist Star Wars: Battlefront 2 erhältlich, allerdings nicht ohne Kontroversen. Das EA-Spiel stand in den vergangenen Tagen insbesondere für die hohen Helden-Preise und der damit verbundenen Gier nach Mikrotransaktionen in der Kritik. Hinter weichen Paywalls platzierte EA Spielcharaktere wie Darth Vader oder Luke Skywalker. Diese sind zwar auch ohne Mikrotransaktionen frei spielbar, allerdings nur unter großem Zeitaufwand, den man mithilfe von gekauften Lootboxen verringern konnte.

Das Problem dabei: In beiden Szenarien (Erwerb durch Zeitaufwand oder Kauf von Lootboxen) hängt deine Belohnung von Glück ab. Das führte sogar so weit, dass die belgische Glücksspielkommision ankündigte, die kontroversen Lootbox-Mechaniken sowohl in Overwatch, als auch in Star Wars Battlefront 2 zu prüfen. Das setzte Electronic Arts anscheinend so sehr unter Druck, dass der Publisher offiziell ankündigte, dass es zum Release keine Möglichkeit mehr geben wird, im Spiel echtes Geld für Ingame-Währung auszugeben:

„Wir sehen die Besorgnis, dass Spieler sich unfaire Vorteile erkaufen können. Und diese Debatte überschattet unser eigentlich gutes Spiel. Das haben wir nie gewollt. Sorry, dass wir das nicht richtig hinbekommen haben. Wir hören euch laut und deutlich, und deshalb schalten wir alle Ingame-Käufe ab sofort ab.“ - DICE-General Manager Oskar Gabrielson

Aber Achtung: Die Mikrotransaktionen sollen wieder reaktiviert werden, wenn entsprechende Balance-Änderungen umgesetzt wurden. So sollen Belohnungen für gute Spieler erhöht werden.

Diese Helden und Schurken sind bei Battlefront 2 dabei:

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Star Wars Battlefront 2: Alle Helden und Schurken in der Übersicht

Allerdings entschied sich nicht EA selbst für die drastische Maßnahme, sondern The Walt Disney Company. Konzern-Chef Bob Iger hatte mit dem EA-Chef Andrew Wilson ein Telefonat, wie VentureBeat berichtet. Wenige Stunden später konnten Spieler keine Ingame-Zahlungen mehr tätigen, woraufhin das offizielle Statement von EA folgte. Wann die Entwickler das neue Lootbox-System vorstellen, ist noch nicht bekannt.