Star Wars Battlefront 2 in der Vorschau: Auf der Dunklen Seite der Macht

Alexander Gehlsdorf

Nachdem wir bereits mehrfach die Möglichkeit hatten, in Star Wars: Battlefront 2 Multiplayer-Schlachten zu bestreiten, konnten wir jetzt auch endlich den heiß erwarteten Einzelspieler-Modus ausprobieren.

Hier kannst du dir den neusten Trailer zur Kampagne von Star Wars: Battlefront 2 ansehen:

Star Wars Battlefront 2 - Singleplayer Trailer.

Dass Battlefront 2 überhaupt eine Singleplayer-Kampagne bietet, ist ein Zugeständnis an den größten Kritikpunkt des ersten Teil, denn dieser umfasste ausschließlich Online-Rangeleien und Blaster-Gefechte. Der sehnliche Wunsch der Fans nach einem neuen Einzelspieler-Abenteuer wird im November also endlich erfüllt. Trotzdem gibt es natürlich auch wieder einen umfangreichen Multiplayer-Modus mit allen drei Filmepochen sowie einen deutlich höheren Fokus auf Raumschlachten, die im ersten Teil ebenfalls zu kurz kamen. Theoretisch also ein Rundum-sorglos-Paket, das Electronic Arts da schnürt. Ob die versprochene Kampagne aber auch spielerisch überzeugen kann, durften wir jetzt unter die Lupe nehmen.

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Das Ende der Rebellion

Die Lücke zwischen Episode 6 und 7 füllen — das wurde bei der Vorstellung von Star Wars: Battlefront 2 in Orlando, Florida im April 2017 versprochen. Ein Zeitraum also von etwa 30 Jahren. Das Ende des Imperiums, der Aufstieg de Ersten Ordnung und all das aus Sicht einer imperialen Elite-Kriegerin des Inferno Squad: Iden Versio.

Auf dem Höhepunkt der Macht des Imperiums, kurz vor der Schlacht von Endor, befindet sich diese jedoch als Gefangene an Bord eines Raumschiffes der Rebellen. Das Ende einer aussichtsreichen Karriere? Ganz im Gegenteil, denn in Wahrheit ist Iden natürlich freiwillig dort. Ein paar Gänge weiter wartet schon ihr Spionage-Droide ID10. Alles läuft nach Plan.

Mit der Hilfe ihres mechanischen Begleiters kann sich Iden aus ihrer Zelle befreien und macht sich auf den Weg in das Kommunikationszentrum des Schiffes um ihre Mission auszuführen: Einen abgefangenen und dekodierten Funkspruch löschen, der die Rebellen vor dem Hinterhalt auf Endor warnt. Der letzte Sargnagel der Rebellion. Ist der Funkspruch erst gelöscht, ist der Untergang der Unruhestifter Gewiss.

Einmal außerhalb der Zelle hat Iden die Wahl, sich schleichend oder doch offensiver fortzubewegen. Entscheidet sie sich für die lautlose Variante, assistiert ihr abermals ID10, etwa indem er Gegner mit Stromstößen außer Gefecht setzt. Außerdem kann er Türen öffnen und Terminals hacken. Besonders cool ist, dass Iden mit ihrem Begleiter kommuniziert und die schwarze Blechdose Star Wars-typisch daher auch wirklich als Charakter wahrgenommen wird.

Aus vollen Blaster-Rohren gefeuert wird hingegen wenig später auf Endor. Die Rebellen haben den Schutzschildgenerator des Todessterns zerstört, jetzt werden die Übeltäter gejagt. Kurz darauf das Desaster: Der Todesstern explodiert über den Köpfen des Inferno Squads. Das Unvorstellbare ist wahr und aus den Jägern sind Gejagte geworden.

Die oberste Priorität besteht jetzt darin, sicher von dem von Rebellen verseuchten Mond zu entkommen. Auf dem Weg zur Landeplattform stellen sich unzählige Aufständische in Idens Weg. Wie sich derer erwehrt werden soll, kann der Spieler mit den aus dem Multiplayer bekannten Star Cards bestimmen. Mit diesen lassen sich die Bewaffnung, Spezialfähigkeiten sowie Boni einstellen, je nachdem, welcher Spielstil bevorzugt wird: Ob klassisch mit Blaster, hinterhältig mit dem Scharfschützengewehr, mit Kawumms dank Granaten und Raketenwerfer oder doch mit List und Tücke dank ID10.

Schaltet der Spieler später im Spiel weitere Star Cards frei, ist also theoretisch auch ein weiterer Anlauf mit neuer Bewaffnung möglich. Außerdem lassen sich die im Einzelspieler freigespielten Star Cards auch online verwenden.

So im Weltraum zu fliegen ist was anderes als über Rübenfelder, Junge!

Es würden nicht umsonst drei Teams an Star Wars: Battlefront 2 arbeiten, wenn das Spiel neben Stealth- und Action-Gameplay nicht auch stilechte Raumschlachten bieten würde. Und zum Glück tut es das ja auch. Das Beste vorweg: An Bord eines Tie Fighters X-Wings vom Himmel zu pusten gehört zu den absoluten Highlights von Battlefront 2.

Anders als noch im Vorgänger haben Piloten jetzt endlich die Möglichkeit, ihr Schiff direkt zu steuern, also Ausweichrollen und andere gewagte Manöver direkt per Stick auszuführen, statt auf gescriptete Aktionen zu setzen. Die Steuerung geht überraschend flüssig von der Hand, obwohl Tie Fighter ja bekanntlich zu den schnellsten, dafür aber auch zu der zerbrechlichsten Vehikeln diesseits von Coruscant gehören.

Rogue Squadron sowie die X-Wing-Spiele on Lawrence Holland haben in den neunziger Jahre die Messlatte gesetzt, wie sich ein Spiel am Steuer eines Raumjägers anzufühlen hat und Battlefront ist das erste Spiel seit langem, dass an diese Erfahrung herankommt. Die Entscheidung, mit Criterion ein Studio ausschließlich für die Perfektionierung der Raumschlachten zu beauftragen, hat sich also auf jeden Fall bezahlt gemacht.

Was bisher geschah

Mehr als die ersten drei Missionen konnte ich bisher nicht spielen. Dementsprechend stellt sich die Frage, ob es Star Wars: Battlefront 2 wirklich schafft, den gesamten etwa dreißigjährigen Zeitraum zwischen Die Rückkehr der Jedi-Ritter und Das Erwachen der Macht zu überbrücken. Im Interview verrieten mir Autor Mitch Dyer und Art Director Chris Matthews, dass die Handlung tatsächlich bis zu den Geschehnissen der neuen Film-Trilogie andauern soll. So wird es etwa eine Mission geben, in der der Spieler in die Haut von Kylo Ren schlüpfen wird, der zum Zeitpunkt der sechsten Film-Episode bekanntlich noch gar nicht geboren war.

Im ersten Battlefront haben wir sie vermisst. Ob sie es in den zweiten Teil geschafft haben?

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Trotzdem wird Star Wars: Battlefront 2 bewusst keine vollständige Chronologie darstellen, sondern stattdessen Schlüsselmomente im Leben Iden Versios betrachten. Was Luke Skywalker und Co. währenddessen in ihrer Freizeit treiben, wird keine große Rolle spielen. Im Mittelpunkt stehen Idens persönliche Entwicklung sowie ihre Beziehung zum Rest des Inferno Squads.

Unsere Geschichte läuft wie ein Star Wars-Story ab, wir haben die bekannten Überblendungen, den Look, das Gefühl und die Atmosphäre der Star Wars-Filme, jedoch wird sie sich in ihrer Struktur unterscheiden. Es wird sich etwas anders anfühlen und abspielen als man es gewohnt ist, da wir in unserer Story diverse Aspekte von Idens Leben in einer Art und Weise betrachten, die in einer traditionellen Star Wars-Story bisher nicht umgesetzt wurde“, erklärte Mitch Dyer.

Überraschenderweise stammt die Vorlage für die Story nicht von Disney. Stattdessen haben Mitch und seine Kollegen von Motive ihre eigene Idee einer Imperialen Kampagne bei Lucasfilm vorgetragen und stießen auf jede Menge positives Feedback. „Sie waren extrem kooperativ und steuerten eine Menge bei. Das Story-Team von Disney ist unglaublich aktiv, involviert und behilflich wenn es darum geht, Star Wars-Geschichten zu kreieren. Sie haben uns keine Steine in den Weg gelegt.“

Also eine Star Wars-Story von Fans für Fans? Vielleicht. Hoffentlich. Wir erfahren es am 17. November, wenn die fünf bis sieben stündige Kampagne als Teil von Star Wars: Battlefront 2 für den PC, die PlayStation 4 und die Xbox One erscheint.

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