Star Wars Battlefie... äh Battlefront: Shooter-Standard im schönen Gewand - Unser Beta-Eindruck!

Christopher Bahner

Kindheitsträume werden wahr! Endlich mal selber mit dem Snowspeeder zwischen den AT-ATs hindurchzischen und sie mit gespannten Drahtseilen zum Stürzen bringen. Warum Star Wars Battlefront sich super spielt und fantastisch aussieht, uns aber bisher trotzdem nicht wirklich überzeugen kann, lest ihr in unserem Beta-Eindruck!

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Star Wars Battlefront: Alle Beta-Infos*

Kaum ein Spiel wird in diesem Jahr so sehnlichst erwartet wie Star Wars Battlefront. Ab heute könnt ihr euch in der offenen Beta-Phase alle selbst ein Bild vom Multiplayer-Shooter machen. Wurde die Atmosphäre des „Star Wars“-Universums würdig eingefangen und kann der Titel auch spielerisch überzeugen? Unser Beta-Eindruck gibt euch die Antworten.

Star Wars Battlefront E3 Trailer.

Bedienungskomfort und Sternenkarten

In den ersten Minuten fällt schnell auf, wie gelungen die Bedienung und Menüführung geworden ist. Alles ist sehr übersichtlich gestaltet und vor allem die Verwaltung der Ausrüstung geht kinderleicht von der Hand. Waffen und Gegenstände wie Granaten oder Jump Packs werden allesamt durch Sternkarten symbolisiert, die ähnlich wie bei einem Sammelkartenspiel im Spielverlauf freigeschaltet werden. Neben eurer Primärwaffe könnt ihr je drei davon ausrüsten und im Spiel über die eingeblendeten Tasten aktivieren. Dies funktioniert alles sehr intuitiv und bedarf keines weiteren Tutorials.

Star Wars Battlefront: Offizielle Systemanforderungen für den Multiplayer-Shooter*

Zunächst muss man sich erst einmal daran gewöhnen, dass man hier nicht wie üblich mit Projektilwaffen ballert, sondern mit Blasterwaffen, die kein Nachladen benötigen, sondern bei zu langem Gebrauch überhitzen. Die Vielfalt bei den Sternkarten lässt sich zwar nur erahnen, jedoch gibt es bereits jetzt verschiedene Granatentypen, Jump Packs die euch meterhohe Sprünge ermöglichen oder aber Perks wie „Scharfschütze“, der euch Boni in mehreren Rängen für Kopfschuss-Eliminierungen beschert. Hier wird im fertigen Spiel durch eine große Anzahl von Spielweisen, dank verschiedener Kombinationen von Sternkarten, möglich sein.

Wie im Film!

In Sachen Atmosphäre ist es den Entwicklern von DICE wahrlich gelungen, den Flair des „Star Wars“-Universums würdig einzufangen. Auf den Schlachtfeldern zischen euch die Blaster-Geschosse nur so um die Ohren, eure Teamkameraden brüllen über das Schlachtfeld und in der Ferne sieht man riesige Landungsschiffe und Dogfights zwischen Kampfschiffen. Der Schnee auf dem Eisplaneten Hoth glänzt so schön, dass man reinbeißen möchte. Und wir haben auf der PlayStation 4 gespielt. Auf dem PC wird die Grafikpracht sicher nicht minder beeindruckend sein.

Wir empfehlen euch zudem ein sattes Soundsystem oder entsprechende Kopfhörer zu nutzen, denn die Klangkulisse ist ebenfalls vom Feinsten. Vor allem der Sound eines Thermal Imploders (Granate) sorgt für Hörgenuss, aber auch sonst sorgen die bekannten Star Wars Themes und Sounds der Blasterwaffen für einen Ohrenschmaus. Und wenn Darth Vader das Schlachtfeld betritt, erstarrt man ob dem Geräusch seiner Atemmaske und dem Sound des Laserschwerts fast vor Ehrfurcht. Ihn und Luke Skywalker auf Rebellenseite könnt ihr übrigens auch selber steuern, wenn ihr ein zufällig verteiltes Power-Up auf dem Schlachtfeld findet.

Genug gesehen, ich habe. Vorbestellen, ich werde!*

Walker Assault: Rebellenfutter fürs Imperium

Gerade für Multiplayer-Shooter ist das Balancing einer der wichtigsten Faktoren. Leider versagt der wichtigste Modus Walker Assault hier auf voller Linie und das liegt vor allem am Ungleichgewicht bei den Power-Ups für die Fraktionen. So kann das Imperium am Spawnpunkt munter Power-Ups für die Nutzung von AT-STs und Tie Fightern einsammeln. Besonders die AT-STs sind viel zu mächtig, da es auf Rebellenseite kein entsprechendes Gegenstück gibt. Die Rebellen verfügen zwar auch über A-Wings und X-Wings, jedoch können sie damit nur im Luftkampf etwas ausrichten. Am Boden sind die Rebellen deutlich unterlegen.

Hinzu Kommt, dass ihr euch als Imperialer mit entsprechendem Power-Up sogar für eine Minute hinter das Geschütz eines AT-ATs klemmen dürft! Hier verteilt ihr mitunter Orbitalschläge und wemmst mit euren Geschossen in die Rebellenmassen, die an immer festgelegten Punkten respawnen. Die Rebellen haben besonders diesem Power-Up rein gar nichts entgegenzusetzen. Denn sie können den Kampfläufern immer nur für kurze Zeit Schaden zufügen und auch nur wenn sie die entsprechenden Sendestationen (Uplinks) eingenommen und für eine Zeit lang verteidigt haben. Gutes Balancing sieht wahrlich anders aus.

Walker Assault Modus – Guide und Tipps zum Kampfläufer-Angriff auf Hoth (mit Video)*

Drop Zone: An der Shooter-Front nichts neues

Im zweiten PvP-Modus Drop Zone (Abwurfzone) kämpft ihr um die Eroberung von abgestürzten Pods auf den zerklüfteten Hügeln des Planeten Sullust. Dieser spielt sich dynamischer und schneller als Walker Assault und ist für 16 Spieler ausgelegt. Jedoch ist einerseits die Karte recht unspektakulär gestaltet und bietet keine Fixpunkte und auch hier kommt es auf Teamwork an, um eine Chance zu haben.

Im fertigen Spiel soll es insgesamt noch fünf weitere Mehrspieler-Modi neben Walker Assault und Drop Zone geben, die hoffentlich mehr Abwechslung bringen, denn letzterer hat mich relativ kalt gelassen.

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Survival-Mission: Abwechslungsarmes Koop-Geballer

Der einzige spielbare Koop-Modus in der Beta ist die Survival-Mission auf Tatooine. Hier könnt ihr wahlweise alleine oder gemeinsam mit einem Freund gegen die KI kämpfen und Wellen von Sturmtruppen abwehren. Die sechs Wellen an Feinden - im Hauptspiel sollen es bis zu 15 sein - sind schnell abgewehrt und auch hier fällt das Spielerlebnis ernüchternd aus. Zwar kommt durchaus Freude auf mit einem Rebellenkumpel gegen das Imperium zu kämpfen, da die Atmosphäre auch hier sehr dicht ist, jedoch wäre hier so viel mehr drin gewesen.

Ich hätte mir hier zum Beispiel eher storygetriebene Aufgaben gewünscht, anstatt nur Welle um Welle abzuwehren. Lediglich einen kurzen Einführungsfilm gibt es und General Ackbar (It’s a Trap!) versorgt euch anschließend mit Instruktionen über die nächste Feindeswelle. Warum nutzt man nicht die mächtige Lizenz und holt mehr aus dem komplexen Star Wars-Imperium heraus?

Zwei der sieben Mehrspieler-Modi sind in der Beta spielbar.
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Fazit

Ich bin kein riesiger „Star Wars“-Fan und sicherlich werden die eingefleischten Jedi-Ritter unter euch über einige der Mängel hinwegsehen können, aber mein Fazit fällt ernüchternd aus. Ich hatte durchaus Spaß mit der Beta und in Sachen Atmosphäre und Bedienung kann man wahrlich nicht meckern. Jedoch fehlt mir die Abwechslung und das System mit den Power-Ups ist zwar komfortabel, passt mir jedoch nicht so ganz ins Universum rein und wirkt als etwas lieblose Notlösung. Viel schwerer wiegen jedoch die Balancing-Mängel im Modus Walker Assault, der es wohl nur eingespielten Rebellen-Teams ermöglicht, einen Sieg davonzutragen. Ich habe in meiner Spielzeit jedenfalls keinen einzigen Triumph auf Rebellenseite erlebt. Bleibt zu hoffen, dass DICE bis zur Veröffentlichung am 19. November noch ordentlich an den Stellschrauben dreht und für Gleichgewicht sorgt, denn dieser Modus macht mit Abstand am meisten Spaß. Auch die anderen fünf Mehrspielermodi (Supremacy, Fighter Squadron, Blast, Cargo, Droid Run), die man bisher noch nicht ausprobieren kann, sorgen im fertigen Spiel hoffentlich für mehr Impulse.

Star Wars Battlefront: Companion App im Überblick – Download, Release und Funktionen*

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