Star Wars Battlefront Test: Das Erwachen der Schlacht!

Christopher Bahner 6

Pünktlich vor dem Start von Star Wars 7: Das Erwachen der Macht schickt Entwickler DICE (Battlefield 4) euch in Star Wars Battlefront mit Blastern und Sprungpacks bewaffnet in die Schlacht. Dabei zeigt unser Test, dass man als Star-Wars-Fan auch ohne wirkliche Einzelspieler-Kampagne jede Menge Spaß haben kann.

Star Wars Battlefront - Launch-Trailer.

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Bereits in unserem Beta-Eindruck attestierten wir Star Wars Battlefront eine schicke Verpackung mit wenigen Shooter-Innovationen. Warum uns der Sternenkrieg mit Luke Skywalker, Darth Vader und Co. im Test trotzdem überzeugen konnte, lest ihr im Folgenden.

Star Wars Battlefront Test: Mann, ist das schön hier!

Also ich bin ja wahrlich kein Grafik-Fetischist, aber während meiner Spielstunden bin ich doch einige Male von einem Sturmtruppler abgeknallt worden, weil ich mich wieder mal in der schönen Landschaft verloren habe. Die Präsentation, sowohl grafisch als auch akustisch ist im Multiplayer-Shooter auf höchstem Niveau. Sei es der Waldplanet Endor mit seiner dichten Vegetation, Tatooine mit den staubigen Wüsten, bei dem jedes Staubkorn vom Wind über die Dünen gepeitscht wird, oder Hoth mit seinem glänzenden Schnee, in dem man am liebsten einen Schneengel machen würde. Das alles ist nicht nur schön, sondern auch abwechslungsreich und bringt zusammen mit dem Originalsoundtrack und Soundfiles aus Star Wars die Atmosphäre wirklich perfekt rüber.

Missionen und Schlachten statt Kampagne

Mir ist natürlich klar, dass ich bei einem Spiel der Entwickler von DICE, welches eindeutig auf den Multiplayer ausgelegt ist, keine Einzelspieler-Kampagne erwarten konnte. Doof find ich es trotzdem, da dieses Universum doch so viele spannende Geschichten zu erzählen weiß. Überrascht war ich dann trotzdem, wie viel es doch für Solisten zu tun gibt.

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Star Wars: Diese Charaktere hätten wir gerne in Battlefront gesehen!

In Trainingsmissionen, Schlachten und Überlebensmissionen, die ihr wahlweise auch mit oder gegen einen Freund im lokalen Splitscreen oder Online-Multiplayer austragen könnt, werden euch immer wieder kleine Szenarien präsentiert. Einführungsfilmchen führen euch in die Scharmützel auf den verschiedenen Planeten ein. So räumt ihr etwa eine Rebellenbasis für die Landung des Imperators, liefert euch Dogfights mit X-Wings und TIE Fightern oder macht mit Speedern eine wilde Verfolgungsjagd auf Endor. Letztere seht ihr auch im folgenden Video:

Star Wars Battlefront: Jagd auf Endor.

Dies ersetzt zwar natürlich keine Solokampagne, ist aber doch nett inszeniert und bietet genügend Abwechslung, um zu unterhalten. Dabei dürft ihr übrigens auch in die Haut der unterschiedlichen Helden wie Luke Skywalker und Darth Vader schlüpfen. Diese sind also nicht nur dem Mehrspieler-Modus vorbehalten. Han Solo, Prinzessin Leia und Boba Fett bringen dabei auch typische Signature-Moves mit und spielen sich alle etwas anders.

Offizielle Systemanforderungen für den Multiplayer-Shooter

Der Multiplayer: Nichts Neues an der Front

Das Kernstück von Star Wars Battlefront bildet natürlich der Mehrspieler-Modus. Hier spielt ihr wahlweise große Schlachten aus den Filmen wie den Kampfläufer-Angriff auf Hoth nach, aber auch die typischen Deathmatch- und Domination-Modi sind mit am Start. Große Überraschnungen habe ich hier nicht erlebt.

Zudem ist das Power-Up-System ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ermöglicht es mir zwar den schnellen Einsatz von Vehikeln, Helden und Geschützen, andererseits ist das Ganze durch einfach verteilte Symbole schlecht in die ansonsten stimmige Spielwelt integriert. Wie schön wäre es etwa gewesen, erst einen Hangar zu erobern, bevor man sich hinter das Steuer von A-Wings und Schnee-Speedern klemmen darf. Auch ikonische Momente wie das Drahtseil-Manöver zum Fall der mächtigen AT-ATs sind in ein simples Minispiel umgewandelt worden und erfordern ansonsten nur wenig Geschick.

Alle Erfolge und Trophäen in Star Wars Battlefront

Bedienung vom Feinsten

Gar nichts zu meckern gibt es bei der Benutzeroberfläche und dem Sternkartensystem. Mit diesem verwaltet ihr in Form eines Sammelkartenspiels eure Skills und Fähigkeiten, von denen ihr immer jeweils drei für ein Gefecht auswählen könnt. Dieses System funktioniert sehr intuitiv und geht leicht von der Hand. Überhaupt ist die ganze Menügestaltung als vorbildlich zu bezeichnen.

Neue Karten gibt es mit durch Levelaufstiege verdienten Credits. Diese könnt ihr euch auch durch die Missionen und Schlachten verdienen oder aber ihr holt euch den Star Wars Battlefront Companion. Diese kostenlose App für und Android dient als Statistik-Tool und enthält zudem das rundenbasierte Taktikspiel Base Command, mit dem ihr euch ebenfalls Credits zum Freischalten von Sternkarten verdienen könnt. Dieses könnt ihr auch im Browser über die offizielle Webseite spielen.

Einsteiger-Tipps und Guide für den Multiplayer-Shooter

Unser Test-Fazit zu Star Wars Battlefront:

Star Wars Battlefront erfindet das sprichwörtliche Shooter-Rad wahrlich nicht neu. Zu routiniert sind die üblichen Mechaniken von Battlefield auch in dieser Mehrspieler-Schlachtpalette umgesetzt.

StarWarsBattlefront_Test

Das ist jedoch gar nicht schlimm. Zumindest dann nicht, wenn man ein Star-Wars-Fan ist und vor allem überhaupt nicht, wenn man mit Spielen wie Battlefield noch gar keine Berührungspunkte hatte. Denn es steckt wirklich viel Liebe zum Detail in den imposanten Karten, und die Star-Wars-Atmosphäre wird nahezu perfekt eingefangen. Ewoks, die mir auf Endor Steine an den Kopf werfen oder die versteckten Sandleute, die sich als Easter Egg auf der Karte von Tatooine verstecken. Man merkt, dass die Entwickler ihre Leidenschaft für dieses Franchise in den Ego-Shooter haben mit einfließen lassen.

Wer mit dem Sternenkrieg hingegen nichts anfangen kann, wird auch hier keine Überraschungen erleben und kann beruhigt bei Battlefield 4 bleiben, was wesentlich weniger „casual“ ist als Star Wars Battlefront. Zudem sollte Solisten klar sein, dass der Fokus eindeutig auf dem Mehrspieler-Modus liegt und die Missionen und Schlachten mehr oder weniger als Aufwärmübung für den Multiplayer dienen. Eine echte Einzelspieler-Kampagne fehlt also, was bei dieser Vorlage natürlich schade ist.

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