Digitale Massenschlägerei: Besuch auf dem Fightgame Event FFM Rumble

Sascha Lillpopp 8

Vor wenigen Wochen fand zum bereits siebten Mal das „FFM Rumble“ in Frankfurt statt. Als eines der größten Kampfspielturniere Deutschlands, versprach das dreitägige Event  zu einem sehr spannenden und spielintensiven Wochenende zu werden. Mit Fightstick, Hype und Kamera im Gepäck, trat ich meine Reise nach Mainhattan an.

Here we go…

Ziel meiner Reise ist das Gebäude 1 der Frankfurter FH. Während das Ganze von außen noch ziemlich unscheinbar wirkte, kommt einem direkt nach Öffnen der Tür eine Schallwelle aus Hype, Prügelsounds und Fightstick Geklacker entgegen.

Selected Stage FFM Rumble X-Blog .
Die Atmosphäre zieht einen direkt in seinen Bann und kommt den US- und japanischen Arcadefeeling so nah, wie es hier zu Lande nur möglich ist. Vor Ort waren 28 Stations, besetzt von hochkonzentrierten Spielern und umringt von gehypten Zuschauern. Es wird gejubelt, geschrien und mitgefiebert. Man zuckt intuitiv seinen Fightstick, um möglichst schnell selbst ins Geschehen einzutauchen.

Die Möglichkeit dazu bietet sich relativ schnell. Denn am ersten der drei Eventtage stehen Casuals und Warmups im Vordergrund. Nach den ersten Matches merkt man schnell: das Skillniveau hier ist relativ hoch.

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Alle Street-Fighter-Spiele in der Historie

Denn nicht nur aus ganz Deutschland, sondern europaweit pilgerten Fightgame Enthusiasten an den Main. Spieler aus Schweden, Frankreich und vor allem den Niederlande sind auf dem FFM Rumble zu finden. Während in der Teilnehmerliste auch der eine oder andere internationale Gast zu finden war, lassen sich die „ganz Großen“ des FG-Genres eher selten in Deutschland blicken.

Doch entgegen meiner Vermutungen, dass es am geringem Preisgeld (im weltweiten Vergleich) hier zu Lande liegt, erklärte mir Veranstalter „Banker“, den eigentlichen Grund für die „World-Pro“ Abwesenheit.

„Das Preisgeld ist für die meisten „Pro´s“ eher nebensächlich. Der Großteil ihrer Einnahmen kommt von Sponsoren und nicht aus dem Turnier Pott. Was sie suchen, ist die ultimative competition. Sich mit den Besten der Besten messen und im Idealfall natürlich auch gewinnen. Das ist wofür sie quer über den Globus zu reisen bereit sind.“

(Banker, FFM Rumble)

Doch wichtig ist derartiges dem Veranstalter- Duo „Alo Banker“ und „Kris Cook“ ohnehin nicht. Sie sind mit den über 130 Teilnehmern mehr als zufrieden. Pläne daraus ein „Big Mainevent“ zu machen haben sie keine und fürs nächste Jahr wird die Teilnehmer-Schraube auch nur ein kleines Stück hochgedreht. Schließlich ist die monatelange Vorbereitung schon zeitaufwändig genug für die beiden.

Mehr von und mit den Veranstaltern im Videointerview am Anfang des Artikels.

X-Blog beim FFM Rumble

Gegen Freitagabend treffen langsam alle Teilnehmer des Wochenendes ein. Die Stimmung steigt stetig und bei Limo oder Bier wird sich bis tief in die Nacht geprügelt.

Eine Area in der Location erntet dabei besonders viel Hype und Aufmerksamkeit, die „Money Matches“. Hier fighten zwei Kontrahenten um einen geringfügigen Geldbetrag in „First to 5 oder 10“- Partien. Ziel ist hierbei, als erster fünf bzw. zehn Siege zu erringen. Auch, wenn es kein nennenswerter Geldbetrag ist und dies mehr als Geste dient, so steigert es Spannung und Zuschauerzahl doch enorm.

Gegen 2 Uhr morgens richten die ersten ihr Schlafquartier ein, denn auch das Übernachten in der Location selbst ist problemlos möglich. Vorausgesetzt man besitzt einen Schlafsack oder Ähnliches. Da langsam Ruhe einkehrt, trete auch ich den Weg ins Hotel an (von denen es in der näheren Umgebung genügen günstige gibt).

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