Street Fighter X Tekken Vorschau und Interview - Wir sind begeistert!

Thomas Goik 2

Marvel vs. Capcom 3, Super Street Fighter 4, King of Fighter XIII, BlazBlue – so viele Prügelspiele gab es seit SNES-Zeiten nicht mehr. 2012 führt Capcom den Trend zum auf’s-Maul-hauen weiter fort und beginnt das Prügeljahr mit einem Crossover: Street Fighter X Tekken schickt die Recken von Namco und Capcom in den virtuellen Ring. Wir haben das Zusammentreffen der beiden japanischen Giganten in Hamburg erlebt und sind begeistert!

Street Fighter X Tekken Vorschau und Interview - Wir sind begeistert!

Außerdem durften wir den Produzenten von Street Fighter X Tekken – Yoshinori Ono – ein paar Fragen stellen. Das Street Fighter X Tekken Interview  findet ihr auf Seite 3!

The King of Iron Fist Tournament

Seit über zwanzig Jahren hegen Street Fighter-Jünger Ono-San und Tekken-Schöpfer Harada nun schon den Traum eines Crossovers der beiden Prügelspiel-Franchises. Jetzt, im Jahre 2012, wird dieser Traum endlich wahr. Während sich Namcos Variante von Tekken X Street Fighter noch im frühen Entwicklungsstadium befindet, steht Street Fighter X Tekken kurz vor dem Release im März.

Die alles entscheidende Frage ist nun – abseits von der Anzahl der Features, Charaktere und Special-Moves – wie fühlt es sich an? Wer zuletzt die Arcade Edition von Super Street Fighter 4 gespielt hat, kann sich diese Frage schnell beantworten. Street Fighter X Tekken ist durch und durch ein Capcom-Spiel, von der stilisierten Comic-Grafik bis zu den abgefahrenen Super-Moves – es fühlt sich an wie ein Street Fighter.

Für die Tekken-Charaktere bedeutet das eine grundlegende Überarbeitung. Zwar erkennen wir viele Moves wieder, dennoch spielen sich die Recken des Iron Fist Tournaments nun deutlich anders. Das liegt nicht zuletzt daran, dass es sich bei Street Fighter X Tekken um einen 2D-Prügler handelt, während Tekken schon immer ein 3D-Fighter war. Die Tag-Team-Mechanik wiederum erinnert angenehm an die gute alte Zeit mit Tekken Tag Tournament.

Wir wählen vor jedem Kampf zwei Muskelprotze aus und können während einer Runde stets den Charakter wechseln. Das sogenannte Cross Tag System erlaubt es uns zudem, während einer Combo den Kämpfer zu wechseln und anschließend die Combo fortzusetzen. Im Gegensatz zu Marvel vs. Capcom 3 ist der Kampf bereits vorbei, wenn die Lebenspunkte von nur einem Mitglied eures Tag-Teams auf 0 fallen.

Edelsteine, Farben und die Büchse der Pandora

Mit dem neuen Pandora-System hatte Capcom zudem einen sehr kontroversen Einfall. Via Combo könnt ihr einen eurer beiden Recken opfern – sofern dieser nur noch 25% seines Lebens besitzt – um den jeweils anderen einen signifikanten Schadensbonus für 10 Sekunden zu verleihen. Besiegt ihr euren Gegner in dieser Zeit nicht, habt ihr die Runde automatisch verloren. Die perfekte Taktik für ein scheinbar aussichtsloses Match.

Jeder Kämpfer verfügt zudem über einen sogenannten Charge-Move, also eine Spezialfähigkeit, die sich aufladen lässt. Bei Ryu ist das der Hadouken, bei Paul ein frontaler Schlag mit der Faust, bei Kazuya ein dreifacher Kinnhaken. Schafft ihr es, besagten Charge-Move vollständig aufzulanden und ihn beim Gegner zu platzieren, führt ihr automatisch eine Super-Combo aus. Die kennen Capcom-Veteranen bereits aus Street Fighter 4 und seinen Ablegern. Die EX-Angriffe sind ebenfalls wieder mit dabei.

Erst vor kurzem hat Capcom das Gem-System vorgestellt, wir haben es jetzt zum ersten Mal in Aktion gesehen. Jeder Charakter kann mit drei Edelsteinen ausgerüstet werden, die in verschiedene Kategorien unterteilt sind. Anfänger wählen etwa Assist-Gems, die die Eingabe von Combos erleichtern oder automatisch Angriffe blocken. Dafür machen sie dann aber auch 10% weniger Schaden. Fortgeschrittene Spieler konzentrieren sich auf die Boost-Gems, mit denen sie bestimmte Angriffe verstärken, Lebensregeneration freischalten oder ihren Speed erhöhen. Ob und wie das Ganze schließlich ausbalanciert wird, steht noch in Frage, Capcom versicherte uns jedoch, dass es keine „unfairen“ Gems geben wird.

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