Steht Ubisoft vor einer feindlichen Übernahme?

Dominic Stetschnig 6

Guten Tag, mein Name ist Ubisoft, sie kennen mich vielleicht aus blendend laufenden Spielen wie The Division oder Assassin’s Creed: Syndicate. Nun, Ubisoft ist vielleicht leider bald nicht mehr, wenn es so weitergeht. Und ob ihr es glaubt oder nicht: Das liegt nicht am Mangel an Qualität…

Das französische Medienunternehmen Vivendi scheint Pläne zu haben, den Publisher Ubisoft still und heimlich zu übernehmen. Dies wäre nicht das erste Mal, dass Vivendi versucht, in der Videospielindustrie Fuß zu fassen. Anfang bis Mitte der 2000er agierte das Unternehmen unter dem Namen Vivendi Universal Games als Videospielpublisher (sie veröffentlichten unter anderem die geniale Agenten-Parodie No One Lives Forever und sämtliche Titel von Blizzard Entertainment), später kauften sie Activision und riefen den Namen Activision Blizzard ins Leben. Mittlerweile hat Activision Blizzard sich jedoch wieder freigekauft und agiert unabhängig.

Jetzt scheint es Vivendi offensichtlich auf Ubisoft abgesehen zu haben: Das Unternehmen hat Aktien in nicht nicht zu vernachlässigender Menge gekauft. Offenbar wird geplant, durch den Ankauf von Firmenanteilen genugKontrolle über Ubisoft zu erlangen, um sich den Publisher und seine Studios anzueignen.

Warum ich The Division irgendwie doof finde und trotzdem nicht aufhören kann, es zu spielen.

Obwohl Vivendi bislang behauptet, keine Übernahmepläne zu hegen, macht sich Ubisoft zum Kampf bereit: Bislang sitzt der Gründer des Unternehmens, Yves Guillemot, auf dem Großteil der Aktien. In einer Stellungnahme gegenüber Gameinformer betonte Guillemot, nicht überrascht von dieser Politik zu sein. Ubisoft verpflichte sich jedoch weiterhin, unabhängig zu bleiben und das „Töten der Kreativität“ zu verhindern.

Wir dürfen gespannt sein, welche Neuerungen uns diesbezüglich in der nächsten Zeit erwarten und vor allem, wie sich dies auf die Games des Publishers auswirken wird.

Quelle: Reuters

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