The Division Beta: Wir erzählen euch, wie uns das Online-Spiel gefallen hat

Kristin Knillmann 13

Es sieht fantastisch aus und haut uns ein frisches Apokalypse-Szenario um die Ohren. Die Rede ist von Tom Clancy’s The Division, das bereits diesen März auf den Markt kommt. Aber wird’s auch wirklich so gut, wie sich jeder nach den Trailern erhofft? Wir haben in die Beta auf PC und PS4 reingeschaut und erzählen euch in unserer Vorschau mehr zu den (voraussichtlichen) Stärken und Schwächen von The Division.

Die erste Stunde Gameplay zu The Division im Video ansehen:

Eine Stunde mit The Division.

Um euch einen umfassenden Überblick über mehrere Plattformen - wir spielten auf PC und PS4 - bieten zu können, und auch die unterschiedlichen Vorlieben mit einzubeziehen, haben gleich drei unserer Redakteure The Division in der Beta gezockt und erzählen euch jeweils aus ihrer ganz persönlichen Sicht, was ihnen gut gefallen hat und warum sie stellenweise noch skeptisch sind.

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So hat Kristin die Beta von The Division gefallen:

Kristin Knillmann: Mein Date für’s Wochenende war die Beta von The Division, über die ich in etwa 5 Stunden viele Dinge lernen konnte, die mir die (wunderhübschen!) Trailer bislang verschwiegen hatten. Dabei gibt es etwa genau so viele Dinge, die mir positiv aufgefallen sind, wie Dinge, die mir Bauchschmerzen bereiten. Und weil heute Montag ist, fange ich mit den schönen Punkten an:

DIE ATMOSPHÄRE! Heiliger Bimbam, The Division ist richtig schön anzusehen. Das liegt weniger an der Grafik - ich hab auf dem PC gespielt, da sieht alles gut aus - sondern vor allem am detailreichen Design. Ich bin lange durch das virtuelle, zerstörte Manhattan gelaufen, habe mir die Häuserfassaden und Stadtviertel genau angesehen, und bin begeistert, dass hier nicht ständig die gleichen Assets kopiert wurden, um eine Stadt zu bauen. Im Gegenteil: Es wurde sorgfältig und authentisch gearbeitet, kaum eine Ecke gleicht der anderen und ein Garment District ist ganz klar vom Nachbarviertel zu unterscheiden.

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Wenn es mitten auf der Straße zu einem Zufallskampf kam, wurde die Umgebung für mich besonders wichtig. The Division ist im Kern nämlich vor allem ein Deckungsshooter, der von seiner Welt Gebrauch macht - inklusive zerstörbaren Elementen, groß wie klein. So ein Seitenspiegel am Auto hat bei mir zum Beispiel nicht sehr lange gehalten, ein Schuss und das Ding war - wie im echten Leben - kaputt. Und wenn wir grad beim Thema Deckung sind, möchte ich das Deckungssystem auch noch positiv hervorheben: Selten hat sich das Verkriechen und Position wechseln so geschmeidig angefühlt wie bei The Division.

Ein weiterer Pluspunkt war für mich das abwechslungsreiche Wetter, das die taktische Vorgehensweise beeinflusst. Oder der Voice-Chat, der in der PvP-Zone auch den der Gegner inkludiert und euch auf diese Weise eine Erfahrung bietet, die stellenweise mit DayZ vergleichbar ist. Und wenn’s an der Verständigung in der Dark Zone scheitert, dann könnt ihr euch auf ziemlich spaßige Matches einstellen. Ein feindliches Team für den besten Loot des Games durch einen U-Bahn-Schacht zu jagen oder es sich mit einem Sniper-Gewehr auf einem Hochhaus bequem machen… hier liegen die klaren Stärken und voraussichtlich besten Momente des Spiels.

Fernab von diesen wichtigen Punkten gibt’s auch diverse Kleinigkeiten, die ich mochte:

  • Kleidung (Hosen, Jacken, etc.) verfügt über keine Stats. Ihr müsst euch also nie auf das beste Kleidungsstück festlegen, sondern könnt nehmen, was ihr gefunden habt und tragen wollt. Ist in so einer PvP-Zone sicher ganz nett, dass nicht jede Figur gleich aussieht. (Stats verändert ihr dann über zusätzliche Rüstungsgegenstände wie Handschuhe, etc.)
  • Das „subtile“ und am Charakter ausgerichtete Menü fühlt sich anständig an. Ich habe mich schneller zurecht gefunden als ich erwartet hatte.
  • Die Spieler-Basis wirkt zumindest auf den ersten Blick recht komplex: Es gilt, massig Dinge freizuschalten und aufzubauen.
  • Klingt unwichtig, ist aber ziemlich cool: Spracheinstellungen, die es euch erlauben, für Untertitel, Menü und Dialoge unterschiedliche Sprachen einzustellen. (Ab sofort in allen Spielen, ja?)
  • Auf dem PC hatte ich keine Grafik-Probleme, im Gegensatz zu Annika - siehe Seite 2.

 

Kommen wir zu dem Kram, der mir aktuell noch Sorgen bereitet: So schön The Division auch aussieht… bislang fühlt sich alles ganz stark nach „Laufe von A nach B und schieße auf X“ an. Ich hab eine Hauptmission gemacht, diverse Zufallskämpfe auf der offenen Straße bestritten und Geiseln befreit - und immer war’s nur recht belanglose Schießerei, die wenig nach „Überleben in einer Apokalypse“ wirkte. Ich will, dass The Division mit seinem beeindruckenden Setting mehr anstellt, als nur eine Hülle für einen mittelmäßigen Shooter zu sein.

Denn um an dieser Front die Nase vorn zu haben, reicht wiederum das Gunplay nicht ganz aus. Die unterschiedlichen Waffenklassen fühlen sich noch nicht richtig abwechslungsreich an und bieten deswegen nicht die nötige taktische Tiefe, die ein reiner Shooter brauchen würde. Das wird womöglich durch den Loot der Dark Zone und die diversen Skills aufgewertet, die ich leider noch nicht in der Tiefe ausprobieren konnte. Fest steht auf jeden Fall: Hier MUSS mehr passieren, damit The Division sich einzigartig anfühlt und spielerische Tiefe bieten kann.

Das sind die offiziellen Systemanforderungen für The Division*

Denn wenn die Beta mich von einer Sache überzeugt hat, dann davon, dass das Spiel in Sachen Story vermutlich ziemlich lasch wird. Die einzige Hauptstory-Mission aus der Beta war recht inhaltslos, die Charaktere zu flach. Meiner Figur, die ich mit Rüstung und Kleidung ausstatte, kann ich kaum zu einer ordentlichen Charakterisierung verhelfen - in Dialogen steht sie nämlich nur stumm und verdutzt in der Ecke und ihre Individualisierung zeichnet sich maximal durch Skills, Haare und Kleidung aus. Das wirkte alles nicht so sehr nach Rollenspiel-Elementen, die uns für The Division versprochen wurden - und das ist schade.

Auf der nächsten Seite erzählen euch Annika und Christopher, wie ihnen die Beta gefallen hat.

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