Audyssey South of Market Audio Dock im Test

Sebastian Trepesch 2

Audio-Docks für das iPhone gibt es fast wie Sand am Meer. In allen Preiskategorien, Qualitätsstufen, Designs. Ich habe zwei der kleinen Stereoanlagen unter die Lupe (besser gesagt: vors Ohr) nehmen können. Kandidat Nummer 1: Das South of Market Audio Dock von Audyssey. Was bietet es, wie lässt es sich bedienen, und schließlich: Taugt der Klang für das Wohnzimmer, oder doch eher für die Besenkammer? Der erste Eindruck ist vielversprechend.

Dem Audyssey South of Market Audio Dock ist erst mal gar nicht anzusehen, was es eigentlich ist. Auf dem zweiten Blick verrät der kleine Vorbau: Aha, hier gehört wohl ein iPhone oder iPod aufgesteckt – und hinter dem Gitter könnten Lautsprecher sein.

Das Design zeigt fast keine störenden Elemente. Die Station ist kompakt, bringt aber ordentlich Gewicht auf die Waage.

Was ist das South of Market Audio Dock nun genau? Eine kleine Abspielanlage für iPod und iPhone, aber auch für viele andere Geräte. Und vollgesteckt mit Technik. Man muss sich nur mal ansehen, was sich Audyssey überlegt hat – und wie vernünftig!

  • Für einen schönen Bass wurden nicht einfach die Bassfrequenzen lauter gezogen, sondern „tiefer gelegt“ – tiefer als jedes andere Gerät in dieser Größe, behauptet zumindest der Hersteller.
  • Vier separate Verstärker sorgen für eine ordentliche Lautstärke bei vernünftiger Klangqualität.
  • Auch bei leisen Klängen soll das Audio Dock noch die Klarheit und den Bass behalten.
  • Über eine iPhone-App können genauere Klangeinstellungen vorgenommen werden.

Bei Amazon ist das * erhältlich.

Hohe Qualität und kein Standby

Das Gewicht steht zweifelsohne für gute Qualität. Die Verarbeitung ist sauber, alles wirkt sehr solide und hochwertig – da kann man nicht klagen. Ich hatte deshalb nie Bedenken, das iPhone in die hervorstehende Dock-Nase zu drücken.

Stromverbrauch: Das South of Market verbraucht eingeschaltet rund 15 Watt. Für den Betrieb ist das voll in Ordnung. Doch leidergibt es keinen Standby-Modus (weder einen sparsamen, noch einen verschwenderischen). Somit führt kein Weg vorbei, nach jeder Nutzung an die Rückseite des Gerätes zu langen und den Ausschalter zu betätigen (nein, über die Fernbedienung geht es leider nicht). Das ist schlecht gelöst. Löblich, dass das Gerät dann wenigstens komplett vom Stromnetz getrennt ist.

Integrierte Headset-Funktion

Neben dem Dock-Anschluss bietet die kleine Anlage einen Klinke-Anschluss, über den so ziemlich jeder mp3-Player mit Kopfhöreranschluss angesteckt werden kann. Sogar eine Bluetooth-Verbindung kann mit dem iPhone oder Mac hergestellt werden. Das Audyssey-Dock dient dann als Headset. Ja, Headset, über das telefoniert werden kann. Ein Mikrofon ist hierfür integriert.

Das Dock kann nicht nur an das iPhone angebunden werden, es kann über Bluetooth auch die Musik aus dem Mac-iTunes empfangen.

Ist das Audyssey-Gerät über USB mit einem Rechner verbunden und steckt ein iPhone im Dock, kann das Smartphone auf Knopfdruck mit dem Mac synchronisiert werden. Der Button befindet sich – wie auch der für die Bluetooth-Verbindung – auf der Rückseite der Anlage.

Bedienung und App

Zu bedienen gibt es erst einmal nicht viel. Lautstärketasten und Stummschaltung verbergen sich hinter dem Audyssey-Schriftzug der iPhone-Halterung. Oben am Gehäuse ist eine leuchtende Play-Taste.

Für diese Einstellungen liegt eine griffige Fernbedienung bei.

Die Leuchtelemente bestätigen die Eingaben in unterschiedlichen Farben.

Alles andere wird über iPod und iPhone (iTunes-, Radio-App o.ä.) gesteuert.

Über die zugehörige Anwendung (kostenlos im App Store) können Klangeinstellungen vorgenommen werden. Besonderes Highlight: der frei einstellbare Equalizer. Das Handling ist allerdings noch nicht ausgereift. Ich habe den Eindruck, dass immer erst die Musik gestartet werden muss, und dann der Equalizer verändert werden. Wechselt man anschließend wieder in die iPad- oder Radio-App und zurück zum Equalizer, reagiert er nicht mehr auf Eingaben. Ich musste in diesem Falle die Audyssey-App immer neu starten.

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Klang

Ich finde es schwierig, den Klang eines solchen Gerätes angemessen zu beurteilen. Meine Ohren sind von Standlautsprechern etwas verwöhnt, ein Vergleich mit deutlich größeren und teuereren Lautsprechern wären aber selbstverständlich ungerecht. Zum Glück habe ich noch einen iTeufel zur Hand, welchen ich in einigen Tagen vorstelle und dann den Klang vergleiche.

Der Vollständigkeit halber zum South of Market Audio Dock trotzdem gleich ein paar Worte: Der Bass ist wirklich ordentlich, aber nicht vulgär. Mit besonders warmen Mitten kann die Anlage nicht auch noch glänzen, aber der Klang ist insgesamt für die Größenklasse überzeugend.

Audyssey betont, dass das Dock auch leise Töne angenehm abspielen kann – diese Fähigkeit kann ich bestätigen.

Fazit

Es gibt billigere * South of Market für knapp 350 Euro. Allerdings bietet es eine sehr gute Verarbeitungsqualität, guten Sound und nützliche Funktionen (Headset!).

Als Klangquelle direkt am Schreibtisch wäre mir eine solche Lösung im wahrsten Sinne des Wortes zu einseitig. Die morgentliche Radiobeschallung (über eine Streaming-App) der halben Wohnung hat sich das South of Market aber bereits erarbeitet!

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