3 Zelda-Facts, mit denen ihr vor euren Freunden angeben könnt!

Dominic Stetschnig

Smalltalk ist euer Ding? Großartig, denn morgen erscheint mit Tri Force Heroes ein neuer Ableger des Zelda-Universums. Und wenn ihr in den nächsten Tagen mit euren Freunden über dieses Spiel sprecht, wäre es ja doof, so ganz ohne Wissen dazustehen, oder? Keine Panik: Mit diesen drei Fakten zu The Legend of Zelda könnt ihr euren Gesprächspartnern die Köpfe verdrehen, als wären sie Skulltulas am Spinnfaden!

3 Zelda-Facts, mit denen ihr vor euren Freunden angeben könnt!

Auf einen Blick:

  • Wie kann man The Legend of Zelda: Ocarina of Time in der Ego-Perspektive spielen? Und wie sieht das Ganze aus?
  • Zelda für das 64DD: Was ist aus Ura Zelda und Zelda Gaiden geworden?
  • Majoras Mask: Woher kommt die Idee mit dem Zeitdruck?

Fact #1: Ocarina of Time in der Ego-Perspektive

Schon viele Jahre, bevor GTA V den Schritt endlich wagte, hat auch Shigeru Myamoto mit dem Gedanken gespielt, ein Abenteuer von Link aus der Ego-Perspektive erlebbar zu machen. Allerdings geschah dies schon zu einem sehr frühen Entwicklungszeitpunkt. Bereits erste Demos, die auf den Messen vor Erscheinen von Ocarina of Time präsentiert wurden, zeigten nur die Third-Person-Kamera. Die Entscheidung hatte zwei einfache Gründe: Zum einen hätte man Link aus der Ego-Perspektive ja nie zu Gesicht bekommen, zum anderen hätte dann die ganze Sache mit dem Zeitreisen nicht ganz so einfach funktioniert.

Als klar war, dass dieses Feature ein zentrales Element sein sollte, wurde die Möglichkeit der ersten Person gekickt. Gott sei Dank ist stets Verlass auf unseren guten, alten Freund: den Glitch. Mit ein wenig Trickserei könnt ihr nämlich trotzdem in die Ego-Perspektive gelangen. Aber glaubt uns: Sie ist den Aufwand nicht wert. Genießt Hyrule lieber von außen und bleibt bei der Lakitu-Option.

Fairy_Slingshot_(First-Person_View)

Fundstück: Kurioser Zelda-Western

Fact #2: URA Zelda / Zelda Gaiden

Ura Zelda war Ende der 90er ein DLC - und das noch bevor es DLCs gab. Damals nannte man das Ganze noch „Erweiterung“ - dies war gängige Praxis im PC-Bereich, jedoch nicht für Konsolen. Abhilfe sollte das Disk-Laufwerk für das Nintendo 64 schaffen. Das 64DD wurde schon vor Veröffentlichung des ursprünglichen Nintendo 64 angekündigt, schaffte seinen Weg allerdings nur nach Japan. Und wurde selbst dort nach nur knapp über einem Jahr wieder eingestellt.

Jedenfalls sollte mit URA Zelda eine, genauer gesagt sogar zwei erweiterte Versionen von von Ocarina of Time erscheinen. Ura Zelda an sich sollte alternative und zusätzliche Dungeons mit neuen Gegnern beinhalten, während Zelda Gaiden dem Abenteuer eine komplett neue Welt mit einem neuen Abenteuer geboten hätte. Nun, aus Teilen von Zelda Gaiden wurde Majoras Mask, und Ura Zelda wurde weder für das N64 noch für das 64DD jemals veröffentlicht.

Der Gedanke hinter Ura Zelda war, die Cartridge von Ocarina of Time in seiner Konsole zu haben und sie per Disk im 64DD zu erweitern, da zu damaligen Zeiten die Speicherplatzverhältnisse so eng waren, dass Ura Zelda nie auf eine Cartridge gepasst hätte. Und obwohl das Spiel so gut wie fertig war, blieb der gute Link jeglicher Disk fern. Ein paar Ideen von Ura Zelda wurden in Ocarina of Time: Master Quest aufgenommen, eine Zusatzdisk zum damaligen Release von Wind Waker auf dem Gamecube. Wohlgemerkt handelte es sich um keine Überarbeitung, sondern lediglich eine Emulation des Nintendo-64-Originals. Und sämtliche Unterschiede waren so marginal, dass selbst die Dateigröße vom richtigen Ocarina of Time ziemlich genau mit der Größe von Master Quest übereinstimmt. Mit dem einzigen Unterschied, dass beim Master Quest sämtliche Referenzen an die 64DD-Erweiterung entfernt wurden.

64DD_with_Nintendo64

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Fact #3: Majoras Mask - Abenteuer unter Zeitdruck

Keine Angst, wir werden euch jetzt nicht mit der bahnbrechenden Theorie vertraut machen, dass Link in Majoras Mask tot ist. Kennt ihr noch nicht? Na gut, dann doch in Kurzfassung: Einige Hinweise in Majoras Mask deuten darauf hin, dass das Spiel die fünf Phasen der Trauer nach Elisabeth Kübler-Ross repräsentiert. Die Bewohner von Clocktown repräsentieren Phase 1, Verleugnung, da sie das drohende Unheil durch den nahenden Mond einfach nicht wahr haben wollen. Die Affen im Dämmerwald wollen einen Deku hinrichten und repräsentieren Phase 2: Wut. Phase 3: Verhandlung. Der verstorbene Damani möchte unbedingt, dass ihr ihn zu den Lebenden zurück holt. Lulu repräsentiert Phase 4, Depression – nun, dazu müssen wir nicht mehr viel sagen. Und letzten Endes geht es im finalen Abschnitt um die Phase der Akzeptanz.

Mittlerweile haben bekannte YouTuber vom Fach, wie beispielsweise LooksLikeLink und VortexxyGaming dem Ansatz dieser Theorien zwar zugestimmt, die Aussage, Link wäre das ganze Spiel über tot, jedoch widerlegt.

Nun ist es ja tatsächlich so, dass Majoras Mask ein wenig aus dem Raster der üblichen Zelda-Titel fällt. Auf für die Reihe erstaunlich makabere Weise setzt es sich mit dem Thema Vergänglichkeit und Tod auseinander. Die einzelnen Masken, die ihr im Spiel sammeln könnt, stammen von verstorbenen Personen. Am Anfang des Spiels seid ihr auf der Suche nach einem Freund, der euch verlassen hat – hiermit ist die Fee Navi gemeint. Die nahende Bedrohung durch den Mond repräsentiert die Vergänglichkeit, ihr müsst unter Zeitdruck Aufgaben erledigen. Und ja, man könnte vermuten, Link wäre tot, wenn man das Universum der Spielwelt Termina als Parallelwelt sieht, in denen die Charaktere ihren Vorgängern aus Hyrule in Ocarina of Time erstaunlich ähnlich sehen.

Der Grund dafür ist allerdings ein ganz anderer: Shigeru Myamoto hat seinem Entwickler-Team ein Ultimatum gestellt, das Spiel bis zu einem bestimmten Zeitpunkt fertigzustellen. Im Grunde genommen spiegelt die Prämisse des Spiels also das Umfeld der Entwicklung wieder. Und aus Gründen der Zeitersparnis hat man sich einfach der alten Charaktermodelle aus Ocarina of Time bedient und diese erneut verwendet.

Majora Moon

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