Knapp ein Jahr hat es gedauert, bis das tiefgründige und von Kritikern und Fans hochgelobte Puzzle-Spiel The Talos Principle den Sprung von den PCs auf die Konsole geschafft hat. Seit wenigen Tagen ist die PlayStation 4 Deluxe Version erhältlich - doch der Port weist einige Schwächen auf. Welche das sind, erfahrt ihr in unserem Test!

 

The Talos Principle

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The Talos Principle

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Die meisten unter euch werden Kroatien womöglich mehr mit Sommerurlaub als mit Videospielen verbinden. Dabei kam einer der größten Überraschungshits des letzten Jahres aus dem Balkanstaat: Croteam, die Macher von Serious Sam, haben mit The Talos Principle ein Puzzle-Adventure abgeliefert, dass wie aus dem Nichts kam und plötzlich in die qualitativen Höhen eines Portal gelobt wurde - zurecht! Die Story bot philosophischen Tiefgang, die Rätsel waren knifflig, die Umgebungen dank der Serious Engine schön anzusehen.

Bis vor Kurzem war das Abenteuer PC-Spielern vorenthalten, vor wenigen Tagen erschien jedoch der PlayStation-4-Port des Spiels. Am Spiel selbst hat sich nichts verändert, als kleines Zuckerl und Entschädigung bekommen Sony-Jünger jedoch gleich das Komplettpaket serviert: Die Deluxe-Version des Spiels enthält nicht nur die Hauptstory, sondern auch die Erweiterung Road to Gehenna.

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Ihr schlüpft in die Rolle eines Roboters mit einem auffallend menschlichen Bewusstsein und werdet von einer göttlichen Stimme durch die Welten geleitet. Dort ist es eure Aufgabe, tetromino-förmige Relikte zu finden, mit denen ihr neue Spielbereiche freischalten könnt. Salopp gesagt: Ihr sucht quasi verlorengegangene Tetris-Steine. Diese sind jedoch mit Hindernissen, angriffslustigen Robotern, Selbstschussanlagen und allerlei anderen gefährlichen Mechanismen bewacht. Da ihr keine Kampffähigkeit besitzt, gilt es, direkte Konfrontationen zu vermeiden, und alle Gefahren stattdessen mit Hilfe von portablen „Jammern“ außer Gefecht zu setzen.

Im Laufe des Spiels könnt ihr die Tetris-Bausteine dazu einsetzen, um neue Welten zu betreten und neue Fähigkeiten zu erlangen. Diese unterstützen euch bei den Puzzles - wobei ‚unterstützen‘ recht euphemistisch ausgedrückt ist. Je weiter ihr im Spiel voranschreitet desto komplizierter werden die Knobeleien - teilweise sogar so kompliziert, dass es fast schon an Absurdität grenzt. Jeder Spieler, der dieses Spiel ohne jegliche Lösungshilfe schafft, hat meinen allergrößten Respekt!

Damit die Motivation hoch bleibt, hält euch die Story bei Laune: Ihr trefft unterwegs auf andere Roboter und könnt in Terminals mehr über euch und die Herkunft der göttlichen Entität herausfinden. Ich möchte hier nicht viel vorwegnehmen, da in meinen Augen die Story sehr individuell gültig ist. Will heißen: Jeder spielt sein eigenes Spiel und kann daraus die eigenen Erfahrungen ziehen.

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Die einzig wirklichen Schwächen bestehen in technischen Mängeln, die sich das ganze Spiel über äußern. Die Levels in Talos Principle sehen hübsch aus (und erinnern an vielen Ecken und Enden an die Serious-Sam-Reihe), offensichtlich scheint es beim Umzug auf die PlayStation 4 aber die eine oder andere Hürde gegeben zu haben: Die Framerate läuft stellenweise instabil, teils finden sich ohne ersichtliche Gründe die Zahlen im unteren 20er-Bereich wieder, was dem Spieler zwar keinen Nachteil verschafft, dem Spielfluss aber doch einen kleinen Abbruch verschafft - schade.

Von diesem technischen Mangel abgesehen, bekommen nun aber auch endlich PlayStation-4-Spieler ein Puzzle-Adventure, welches qualitativ überragend ist und sich auch per Controller super steuern lässt. Und mit der Erweiterung Road to Gehenna auch noch zu einem echt tollen Preis von weniger als 40 Euro.

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