The Witcher 3: Es gibt keine bessere PR als glückliche Spieler

Alexander Gehlsdorf 1

Ohne Mikrotransaktionen, Lootboxen und Season Pass lassen sich Spiele heutzutage nicht mehr finanzieren, wird häufig behauptet. Dummerweise tragen genau diese Maßnahmen zur Unzufriedenheit der Spieler bei. Die Witcher-Spiele haben mittlerweile ganze zehn Jahre auf dem Buckel und beweisen, dass es auch anders geht. Einen Jubiläums-Trailer der Reihe kannst du dir hier ansehen.

The Witcher Jubiläums-Trailer.
Kaum ein Triple-A-Spiel ist im vergangenen Jahr ohne Lootboxen oder eine andere Form von Mikrotransaktionen erschienen. Eine Entwicklung, die vor allem von den Spielern extrem kritisch betrachtet wird und die dazu führt, dass die entsprechenden Spiele mitunter unter einem enormen Rufproblem leiden.

Gegenüber PC Gamer äußerte sich der CEO des Witcher-Entwicklers Project Red, Adam Kiciński, darüber, ob sich auch ihr kommendes Spiel Cyberpunk 2077 diesem Trend anschließen wird:

Es gab jede Menge Spieler, die extrem verärgert reagiert haben und sich lautstark geäußert haben. Wo wir stehen, lässt sich am deutlichsten an unseren neusten Spielen The Witcher 3: Wild Hunt und GWENT erkennen. Wenn du ein Spiel zum Vollpreis kaufst, solltest du ein großes und hochwertiges Produkt erhalten, mit vielen, vielen Stunden Gameplay.

Die Definition von ‚viel‘ mag von Spiel zu Spiel variieren, in unserem Fall bedeutet es 50-60 Stunden für die Story und mehrere hundert Stunden für Nebenaktivitäten — wenn du wirklich alles sehen willst. Das ist für mich ein fairer Deal. Du bekommst das, wofür du bezahlt hast, außerdem wollen wir diese Erwartungen stets auch noch übertreffen. Es gibt keine bessere PR als glückliche Spieler, die das Spiel ihren Freunden weiterempfehlen.“

Viele Publisher behaupten, dass Mikrotransaktionen aufgrund der hohen Entwicklungskosten notwendig sind. Wie viel eine solche Produktion wirklich kostet, erfährst du hier.

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Teurer Spaß: So viel kosten AAA-Titel wirklich.

Allerdings bedeutet das nicht, dass CD Project grundsätzlich auf zusätzliche Inhalte verzichtet. Allerdings unterliegen diese konkreten Vorstellungen:

Es gibt auch noch zusätzliche, kostenpflichtige Inhalte. Wir nennen diese ‚Erweiterungen‘ und wohlgemerkt nicht DLC. Diese sind Vergleichbar mit den Add-Ons der Baldur’s-Gate-Ära. Wir haben zwei Erweiterungen dieser Art veröffentlicht. Jede war ein bedeutsames Produkt mit vielen Stunden neuer Story und Gameplay. Schließlich gibt es auch noch DLCs. Für uns sind das kleine Inhalte, die kostenlos sein sollten und für The Witcher 3 auch kostenlos veröffentlicht wurden.

Das bisher gesagte betrifft Vollpreistitel, wir sind aber auch im Free-to-Play-Bereich tätig. Dort haben wir GWENT, wo du Karten Kegs und einige kosmetische Items kaufen kannst. Es ist ein einfaches Prinzip — Entweder spielst du kostenlos und erhältst alle Karten, die du möchtest auf diesem Weg oder du gibst Geld für Karten Kegs aus. Die Wahl liegt bei dir und das einzige wofür du bezahlst, ist Zeit und Bequemlichkeit.

Geht es nach Adam Kiciński, wird CD Project Red also auch in der Zukunft an diesen Prinzipien festhalten und nicht wie andere Publisher darauf, dass Spiele immer teuer werden müssen.

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