The Witcher 3 Wild Hunt: Ihr glaubt nicht, wie Gwint erfunden wurde

Marco Schabel

The Witcher 3 Wild Hunt ist eines der beliebtesten und besten Spiele dieses Jahres. Fast ebenso beliebt ist bei vielen Spielern das im Spiel auffindbare Kartenspiel Gwint. Jetzt kam heraus, wie das Spiel erfunden wurde – und es ist unglaublich.

The Witcher 3 Wild Hunt: Ihr glaubt nicht, wie Gwint erfunden wurde

Entstehungsgeschichten können langweilig, interessant und manchmal auch skurril sein. Benjamin Franklin erfand den Blitzableiter, weil er sich mit einem Drachen in ein Gewitter stellte, Isaac Newton fiel ein Apfel auf den Kopf und Lamborghini hat ursprünglich einmal Traktoren hergestellt. Irgendwann hat jeder einmal eine zündende Idee, die das Potenzial hat, etwas ganz Großes zu werden. Manche setzen sie um, andere verdrängen die Idee wieder. Videospiel-Entwickler gehören zu den Machern, da es ihr Beruf ist, fixe Ideen in die Tat umzusetzen. Das gilt auch für CD Projekt Red, die Entwickler des Open World-Rollenspiels The Witcher 3 Wild Hunt.

Und die haben nicht nur die Idee gehabt, The Witcher 3 Wild Hunt zu kreieren, sondern auch die, ein Kartenspiel namens Gwint in dieses Spiel einzubauen. Gwint ist eine Art Sammelkartenspiel, welches Einheitskarten aus drei Regimenten und vier Armeen gegeneinander antreten lässt. Es ist gut durchdacht, fesselnd und macht Spaß. Leider gibt es bis heute weder einen Online-Modus für Gwint, noch haben es die Karten aus The Witcher 3 Wild Hunt außerhalb von Sammlereditionen in die echte Welt geschafft. Aber dieses Spiel, mit den Karten, die tatsächlich gesammelt werden müssen, musste auch erst einmal erfunden werden.

So ungewöhnlich kam die Gwint-Idee

Und eben diese Erfindung ist Gameplay Designer Damien Monnier zuzuschreiben, der offenbar im Adamskostüm einen Einfall hatte. In einem aktuellen Interview gab der The Witcher 3 Wild Hunt-Entwickler an, dass er seinerzeit ein Wochenende zur Verfügung hatte, um ein neues Minispiel für den großen Titel zu ersinnen. Mit diesem Minispiel sollte das Würfelpoker aus dem Vorgänger abgelöst werden und somit in große Fußstapfen treten. Kein Wunder also, dass Monnier auch am Sonntagabend noch keine Idee hatte. Und was machen jene Menschen, die es können, wenn sie etwas Zeit, Ruhe und Entspannung benötigen? Sie machen sich nackisch und begeben sich in das nasse Element – sie baden.

Das hat auch der The Witcher 3 Wild Hunt-Entwickler getan. Und es erwies sich für ihn als eine Goldgrube, denn er hatte plötzlich eine Idee: „Du hast eine Zahl, die höher ist, als die Zahl der anderen Person. Dann hast du Dinge, die diese Zahl beeinflussen. Manche Karten verdoppeln sie, manche Zahlen lassen sie schrumpfen. Und die eigentliche Herausforderung kommt von der ursprünglichen Hand. Also geht es darum, diese erste Hand gut zu managen und zu bluffen“, so Monnier. Bereits als er aus der Badewanne stieg, hatte er ein erstes Regelwerk für Gwint ausarbeiten können. Er fertigte ein paar solcher Karten an, probierte das Spiel mit Studio-Direktor Adam Badowski aus und hatte einen Hit gelandet.

Weiter hieß es, dass Gwint ursprünglich für drei Spieler gedacht war, was sich im echten Leben as fair erwies, in digitaler Form aber so nicht funktionierte. Es hätte einen unfairen Vorteil gegeben. Es sei jedoch das Bad gewesen, welches hier der Schlüssel zur Idee war. Baden sei generell sehr wichtig in der Spieleentwicklung. Welche Ideen sonst noch im Wasser geboren wurden, gab der The Witcher 3 Wild Hunt-Entwickler allerdings nicht an.

Kartenspiel Gwint: Regeln (Video-Guide).

 

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