The Witcher: Darum ist der Autor des Originals nicht am Gewinn beteiligt

Sandro Kipar 1

Bei einer so erfolgreichen Spielereihe wie der rund um den Hexer Geralt von Riva müsste der Autor, der die Idee zu der Fantasy-Welt hatte, doch im Geld schwimmen. Andrzej Sapkowski hat jedoch das Entwicklerstudio CD Projekt RED deutlich unterschätzt.

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Erst vor kurzem dachte das Entwicklerstudio CD Projekt RED laut über einen Nachfolger zu The Witcher 3: Wild Hunt nach. Der Grund liegt auf der Hand: Das Spiel brach alle Rekorde. Umso überraschender ist es, dass der Erfinder der Geschichte, Andrzej Sapkowski, finanziell nicht an den Erfolgen beteiligt ist. In einem Interview mit Eurogamer erzählt der polnische Autor, wie CD Projekt RED auf ihn zukam und was er von der Idee hielt, aus seinen Büchern ein Videospiel zu machen.

So aufwendig war die Entwicklung von The Witcher 3

Am Anfang der 2000er kamen die Entwickler auf den Autor zu: „Sie brachten mir eine große Tasche voller Geld„, erinnert sich der Autor. Das war Grund genug, dem Vorhaben der Entwickler zuzustimmen, auch wenn er von Videospielen nach eigener Aussage nichts hält. „Ich war damit einverstanden, dass sie eine neue Geschichte schreiben und darin meine Charaktere und meine erdachte Welt verwenden. Ich sagte: Wieso nicht? Bitte zeigt, wie gut ihr seid.“ Sapkowski nahm das Geld und kümmerte sich nicht weiter darum, was CD Projekt mit seinem Universum anstellte. Umso überraschter war er, als nach dem ersten Witcher-Game Leute ihn fragten, ob er derjenige sei, der Bücher über das Spiel schreibe. Mit dieser Entwicklung habe der Autor nicht gerechnet. Aus diesem Grund habe er auch im Voraus eine Gewinnbeteiligung ausgeschlagen und sich die Rechte an The Witcher komplett auszahlen lassen. Ein Fehler, wie er mittlerweile erkannt hat. „Ich war blöd genug, ihnen gleich alles zu verkaufen. Sie haben mir eine Gewinnbeteiligung angeboten, aber ich sagte: Nein, da wird es kein Gewinn geben.

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Die scheinbar größte Angst des Autors ist es, dass in 20 Jahren sich noch Menschen an die Spiele erinnern, aber nicht mehr an den Autor, der eigentlich dahinter steht. Groll hegt er gegen CD Projekt dennoch nicht: „Die Spiele sind gut gemacht. Sie verdienen jedes Lob.

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