The Witcher: Schadet laut dem Autor der Buchvorlage

Marco Schabel 5

Die The Witcher-Spielserie ist spätestens mit The Witcher 3 Wild Hunt durch die Decke gegangen. Keinen Gefallen daran hat allerdings der Autor der eigentlichen Buchvorlage, dessen Werk Schaden genommen hat.

The Witcher 3: Wild Hunt - Game of the Year Edition - Launchtrailer.

Seit Jahren gibt es das prominente Phänomen, dass der breiten Masse unbekannte oder gar schlechte Bücher durch eine Verfilmung plötzlich in aller Munde sind. Seien es Fifty Shades of Grey, Twilight, Forrest Gump, Rambo oder Stirb langsam. All diese Buchverfilmungen konnten viele Besucher in die Kinos locken und in den meisten Fällen endeten die Filmcover auch als Buchcover um die Verkäufe anzukurbeln und das Momentum auszunutzen. Mittlerweile kommt dies auch manchmal in der Videospielwelt vor. Zum Beispiel im Falle der polnischen The Witcher-Serie, die eine eigene Briefmarke erhalten hat und deren Bücher zum Beispiel in den USA mit Motiven aus den Spielen beworben werden. Sehr zum Leidwesen des Autors Andrzej Sapkowski, der dem Erfolg der Spiele in einem aktuellen Interview einen Schaden für seine Bücher beimisst.

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Sapkowski war ohnehin nie begeistert von CD Projekt und deren The Witcher-Spielen und hat eine Zusammenarbeit an den Spielen stets abgelehnt und sie auch nie selbst gespielt. Mittlerweile hat er aber generell die Nase voll, denn wie er angibt, haben die Spiele seinen Büchern geschadet. Insbesondere, wenn es um die Werbung geht. „Wenn sie ein Bild des Spies auf dem Cover meiner Bücher sehen, gehen die Fans davon aus, dass es die Spiele zuerst gab“, so der Autor. „Ich muss immer wieder erklären, dass ich die Bücher bereits 12 Jahre bevor es die Spiele gab geschrieben habe. Und ich muss erklären, dass der Sandwurm eine Erfindung der Spiele ist. In meinen Büchern gibt es so etwas nicht, selbst dann nicht, wenn Du fieberhaft danach suchst.“ Sapkowski bezieht sich damit auf ein US-Cover zum Buch Die Zeit der Verachtung, auf dem die Videospielfigur Geralt mit einem Sandwurm kämpft. Mit dem Spiel und dessen Erfolg habe er allerdings gar kein Problem. Er möchte nur klarstellen, dass es nur ein originales The Witcher gibt – Das eine, das ihm gehört. „Und nichts und niemand wird mir das nehmen“, heißt es abschließend.

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The Witcher 3 Wild Hunt erschien erstmals im vergangenen Jahr und hat so viele Spiel des Jahres-Auszeichnungen erhalten, wie bislang kein anderes Spiel. Erst kürzlich wurde eine Game of the Year-Edition veröffentlicht.

Quelle: Tygodnik POLITYKA

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