Witcher 3: Geralts Stimme über die Vertonung von Sex-Szenen

Richard Benzler

Doug Cockle - die englische Stimme des Hexers - gibt in einem Interview interessante Einblicke in sein Handwerk. Mit dabei: Pikante Details zur Vertonung dutzender Sex-Szenen für The Witcher 3: Wild Hunt.

The Witcher 3: Wild Hunt - Game of the Year Edition - Launchtrailer.

CD Projekt haben sich mit ihrer Witcher-Reihe (und insbesondere dem Charakter-Storytelling-Dialog-Meilenstein »Witcher 3: Wild Hunt«) ein Denkmal gesetzt. Als das Studio anno 2007 den ersten Teil der Reihe, der als direkte Fortsetzung der Andrzej-Sapkowski-Romane ausgelegt ist, auf den Markt brachte, hätte niemand gedacht, dass die Polen eines Tages mit Hilfe des weißen Wolfes zum Platzhirsch innerhalb der Gaming-Branche avancieren würden.

Auch die Stimme des Protagonisten zeigte sich überrascht und sehr dankbar: Doug Cockle, dessen akustische Darbietung des Hexers mittlerweile genauso ikonisch ist, wie die eines Nolan North (Nathan Drake), David Hayter (Solid Snake) oder Charles Martinet (Mario), ist ein sympathischer, bodenständiger Typ mit unscheinbarem Antlitz. Niemand würde auf den ersten Blick vermuten, dass er der Legende »Geralt of Rivia« seine Stimme leiht.

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Doug Cockle, photo by Katy Burgess 2012

In einem Interview gab Cockle nun Auskunft über sein letztes Abenteuer mit Geralt, den er mittlerweile seit zehn Jahren begleitet. Neben der humorvollen Bemerkung, dass die Aufnahmen zahlreicher Sex-Szenen sich anfühlten, als würde er beim Masturbieren erwischt werden, gab er auch bekannt, was viele Otto-Normal-Gamer gar nicht wissen: Synchronsprecher (engl: Voice Actors) nehmen ihre Zeilen meist unabhängig voneinander auf. Erst später werden die einzelnen Sätze zu echten Dialogen zusammengesetzt. So musste Cockle den Tontechnikern über mehrere Stunden hinweg alleine im Aufnahmeraum sein Stöhnen zum besten geben. Stöhnen, das im Endprodukt mit dem Stöhnen seiner potentiellen Herzensdame zusammengeführt wird. Sehr poetisch.

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Besonders interessant ist hierbei die Tatsache, dass Cockle noch nie Denise Gough, der Sprecherin von Yennefer (Geralts großer Liebe aus den Büchern, mit der er auch im Spiel Zärtlichkeiten austauschen kann) persönlich begegnet ist. Triss (Jaimi Barbakoff) hingegen, die in der Romanvorlage Geralts Seitensprung ist, durfte er bereits bei einem Kaffee kennenlernen; da trifft es sich gut, dass Triss diejenige ist, die Cockle in seinem privaten Witcher-3-Playthrough Yennefer vorzieht.

Der Sex-Part ist aber nur ein einzelner Aspekt dieses umfangreichen Interviews. Cockle erzählt noch viele weitere Anekdoten; zum Beispiel, wie er für The Witcher 2: Assassins of Kings fast durch einen anderen Sprecher ersetzt worden wäre oder wie er Probleme damit hatte, wieder zu Geralts rauchiger Stimme zu finden, da er zwischen »The Witcher« und »The Witcher 2« das Rauchen aufgegeben hatte. Seine Rückkehr zu »The Witcher 3« beschreibt er hingegen wie ein angenehmes Bad, da er sich dem Charakter mittlerweile sehr verbunden fühlt.

Das gesamte (sehr empfehlenswerte) Interview findest Du bei den Kollegen von Eurogamer.

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