The Witcher 3 Wild Hunt in der Pre-Review: 30 Stunden Temeria hin und zurück! (+Video)

Niklas Kolorz 17

Nach etwa 30 Stunden Monsterjagd, Erkundungstour und Liebesaffären in Temeria, möchte ich euch meinen ersten Eindruck vom Open-World-Rollenspiel The Witcher 3: Wild Hunt vorstellen.

The Witcher 3: Pre-Review.

Hinweis: Der finale Test zu The Witcher 3: Wild Hunt folgt zeitnah zum Release. In diesem Zwischenfazit spreche ich über den Einstieg ins Spiel, die Debatte rund um ein vermeintliches Grafik-Downgrade, und was ich mir von den nächsten Stunden im Spiel erhoffe.

Aller Anfang riecht nach Flieder und Stachelbeere

Eine große Frage, die sich Spieler rund um den Globus gestellt haben, lautete: Werde ich The Witcher 3 spielen und genießen können, ohne dass ich die ersten beiden Teile oder gar die Bücher, die als Vorlage dienen, erlebt habe?

Für einen einfachen Einstieg in das Witcher-Universum findet ihr hier bei GIGA Zusammenfassungen der Geschichte der ersten Teile als Video. (Hier geht’s zu Teil 1, Hier zu Teil 2).

Glücklicherweise merkt man dem Titel aber auch gleich beim Einstieg an, dass in der Entwicklung viel Wert darauf gelegt wurde, dass sich Neueinsteiger in der Materie gut zurecht finden, aber auch alteingesessene Fans auf ihre Kosten kommen. Die Geschichte des dritten Teils setzt relativ kurze Zeit nach The Witcher 2: The Assassins of Kings an.

The Witcher 3: Wild Hunt Trailer Rage Steel.

So treffen wir auch gleich zu Anfang auf altbekannte Charaktere wie Hexer Vesemir, eine verflossene Liebe namens Yennefer oder Emhyr var Emreis und den Kaiser Nilfgaards, der gerade auf einem Eroberungsfeldzug durch Temeria ist – das Königreich, in dem sich unser Hexer Geralt befindet. Wer also die vorangehenden Teile gespielt hat, bekommt einen Mehrwert durch wieder auftauchende Charaktere und Bezüge auf vergangene Situationen. Trotzdem sollte der Einstieg allen Spielern gleich schwer fallen, da man zum Anfang mehr oder weniger ins kalte Wasser geworfen wird.

Da Witcher-Spiele bekanntermaßen von wichtigen Entscheidungen geprägt sind, gibt euch The Witcher 3 die Möglichkeit nach dem Prolog in einer Dialogsituation alle wichtigen Entscheidungen aus den ersten beiden Teilen nachträglich zu simulieren, damit eure Umwelt sich eurem Spielstil entsprechend verhält. Dies wird Fans der Witcher-Saga extrem freuen, Neueinsteiger können ihre Vorgeschichte beliebig gestalten.

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Geschichten aus’m Paulanergarten

Die Hauptstory von The Witcher 3 wird noch mal näher im vollwertigen Test thematisiert werden, eins lässt sich aber schon mal anteasern: Sie lässt uns nicht nur durch die weite Welt reisen, nein. Auch das abwechslungsreiche Gameplay wird uns hier näher gebracht. Dialoge müssen mit großer Aufmerksamkeit geführt und wichtige Entscheidungen mit Bedacht gefällt werden. Ob wir das erste Mal gegen einen riesigen Greifen kämpfen oder im Wald zwischen toten Soldaten und abgetrennten Körperteilen auf Spurensuche gehen müssen: The Witcher nimmt uns an die Hand und zeigt uns zum Einstieg Stück für Stück, was in dem Spiel steckt.

Neben der Hauptmission, die sich in mehrere Quests unterteilt, stehen viele einzelne Nebenquests. Einen Großteil davon erhalten wir über das schwarze Brett, welches sich in jedem Dorf und in großen Städten sogar mehrfach befindet. Bisher waren alle Nebenquests, die ich durchgespielt habe, extrem gut geschrieben. Sie fangen durchaus oft simpel an, doch entfalten dann im Verlauf der Geschichte eine unfassbare Komplexität und Tiefe. Wir bemerken: Erkunden lohnt sich!

Bitte 1x Gameplay mit Salat – alles drauf, und scharf!

Zwar ist das Töten und Hinrichten von Monstern manchmal auch notwendiger Bestandteil um Haupt- oder Nebenmissionen zu erfüllen, doch oft ist es vor allem eins: Tagewerk von Geralt. Sogenannte Hexer-Verträge füllen unseren Geldbeutel und unser Glossar mit Einträgen im Bestiary, unserem Monster-Pokédex. Und davon gibt es verdammt viele: Bisher begegenete ich in diesen Aufträgen selten Monster-Rassen zweimal, und wenn, dann fühlte es sich nie wie das selbe Erlebnis an.

Das Grundprinzip der Monsterjagd ist immer gleich: Zeugenbefragung, Spurensuche, Vorbereitung und Kampf, doch werden jedes Mal andere Geschichten erzählt. Anhand von Fußabdrücken erfahren wir, wie groß die Panik fliehender Personen war, welche Gegenstände sie verloren hat, wer hinter der sogenannten Mittagserscheinung steckt, hinter welchen verlorenen Liebe Geister hinterher trauen, und und und. Oft erfahren wir auch, dass das eigentliche Monster gar nicht die Bedrohung war, sondern dass etwas Anderes in den Untiefen des Waldes lauert. Ein Spiel-Aufbau, der auf diese Art jeden Kampf einzigartig macht.

Das Kampfsystem gegen die Monster erinnert tatsächlich ein wenig an das aus Dark Souls. Die Bewegungen der Monster wollen gut studiert werden: Wann setzt der Greif zum Tiefflug an? Wann sollte ich zur Sprungrolle ansetzen, wenn sich vor mir der Werwolf aufbaut? Darüber hinaus hat jedes Monster seine Stärken und Schwächen, auf die man sich vorbereiten muss. Welche Waffenbuffs brauche ich, welcher Zauber wirkt am stärksten, um welche Uhrzeit sollte ich angreifen? Jeder meiner Monsterkämpfe fühlte sich spannend an. Doch stelle ich mir natürlich die Frage, ob das Spiel genau diese Spannung auch über längere Zeit halten kann, oder ob es bald zu repetitiv wird. Eine Frage, der ich im kommenden Test nachgehen werde.

Looten, Alchemie, Craften, Gwint, Skilltrees: Es gibt viel zu tun!

In The Witcher 3 stecken jede Menge Gameplay-Aspekte und wenn ich jeden davon im Detail durchgehen würde, würdet ihr diesen Artikel noch bis morgen früh lesen. Also machen wir es kurz: Neben einem großen Loot- und Item-System, welches von Crafting- und Alchemie-Rezepten begleitet wird, könnten wir stundenlang durch die Welt reisen oder das Ingame-Kartenspiel „Gwint“, welches Parallelen zu Hearthstone aufweist, spielen. Im Laufe dieser und nächster Woche, erfahrt ihr bei uns in separaten Artikeln alles über die einzelnen Aspekte. Außerdem werde ich im finalen Test näher auf die Features des Spiels eingehen, die ich bis dahin noch stärker unter die Lupe nehmen konnte.

Willst du MEHR Witcher 3? Hier geht's zum Test von gamona.de! *

Auf der zweiten Seite erfahrt ihr mehr über die Grafik und meine Meinung zur Downgrade-Debatte. Außerdem bekommt ihr ein Zwischen-Fazit zum Spiel.

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