Uncharted: So erwachsen wird Nathan Drake im Film

Marcel-André Wuttig

Es gibt Neuigkeiten zur Hollywood-Adaption der Uncharted-Spielereihe. Der Drehbuchautor, Joe Carnahan, erklärt, wie sehr sich Nathan Drake von Indiana Jones unterscheiden wird und welches Zielpublikum er beim Schreiben vor Augen hatte.

Uncharted: The Lost Legacy - Gameplay.

Im Januar verkündete der Drehbuchautor der kommenden Filmadaption zur Uncharted-Reihe, dass das Drehbuch fertig sei. Dazu teaste er, dass es sich seiner Meinung nach dabei um das derzeit beste Actiondrehbuch in Hollywood handele. Nun meldet sich Joe Carnahan, der sich in der Vergangenheit für Das A-Team und The Grey verantwortete, in einem Interview mit Comingsoon.net wieder zu Wort. Dabei erklärt der Autor, warum das Drehbuch seiner Meinung nach so gut sei.

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Uncharted für ein erwachsenes Publikum

Vor allem betonte Carnahan, dass er das Drehbuch für ein erwachsenes Publikum geschrieben habe. Ihm sei es wichtig, dass Actionfilme nicht darauf Rücksicht nehmen, ein breitgefächertes Publikum anzusprechen. Seine Lieblingsfilme dieses Genres seien alle in den USA Rated R gewesen, was hierzulande einem FSK 16 oder 18 entspricht. Er ist der Meinung, dass Nathan Drake und Sully in den Spielen oftmals ziemlich vulgär seien und dies auch im Film beibehalten werden solle. Deadpool und Logan hätten in jüngerer Vergangenheit auch gezeigt, dass Filme mit einem erwachsenen Publikum ebenfalls erfolgreich sein können. Sollte der Uncharted-Film tatsächlich FSK 18 hierzulande erhalten, könnte das heißen, dass die Adaption damit noch härter als die Videospiele ist, die alle eine USK-16-Einstufung erhielten.

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Nathan Drake ist nicht Indiana Jones

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Auch betonte Carnahan in dem Interview, wie wichtig es ihm gewesen sei, Nathan Drake nicht als Indiana-Jones-Verschnitt zu schreiben. Drake sei kein nobler Archäologe, sondern ein Schatzjäger. Mit Sully und ihm sieht Carnahan im Uncharted-Film auch eher einen Buddy-Movie als das bei Indiana Jones der Fall gewesen sei.

So involviert ist Naughty Dog bei dem Projekt

Auch zu Naughty Dogs Beteiligung an diesem Projekt äußerte sich Carnahan. Schon beim Schreiben hätten ihm Sony und Naughty Dog freien Lauf gelassen, erklärt er im Interview. So benutzte er die Videospiele als lose Vorlage, ohne sie jedoch kopieren zu wollen. Seiner Meinung nach habe er am Ende einige der beeindruckendsten Actionsequenzen seiner Karriere geschrieben. Auch Neil Druckmann , der Creative Director bei Naughty Dog, meldete sich auf Twitter zu Wort. Er bestätigte, dass Naughty Dog nicht bei der Filmadaption involviert sei. So habe niemand bei Naughty Dog bisher das Drehbuch gelesen.

Es bleibt die Frage, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist. Leider wurden viele Filmadaptionen von Videospielen bisher eher durchwachsen aufgenommen.

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