Warframe: Entwickler enfernten Mikrotransaktion, weil sie zu erfolgreich war

Marcel-André Wuttig

In der jüngsten Ausgabe der Dokumentationsreihe „Noclip“ spricht der Studio Manager Sheldon Carter über das Bezahlsystem des Free-to-Play-Shooters Warframe. Er gibt zu, dass die Entwickler bei Digital Extremes in der Vergangenheit einige Fehler gemacht haben.

Warframe: Entwickler enfernten Mikrotransaktion, weil sie zu erfolgreich war

Carter erklärt, dass die Entwickler im Jahr 2014 eine Mikrotransaktion so schnell wie möglich aus dem Spiel entfernen mussten, weil sie zu erfolgreich war. Es handelte sich um die virtuellen Haustiere, die zu dieser Zeit in Warframe eingeführt wurden. Die Entwickler wollten Spielern die Möglichkeit geben, die Fellfarbe ihrer Kubrows zu ändern. Sie sollten 10 Platinum zahlen (was ungefähr  0,54 Euro entspricht), um an einem Hebel zu ziehen, der dem Haustier eine zufallsgenerierte neue Farbe gab.

Falls der Spieler mit dem neuen Aussehen nicht zufrieden war, konnte er das erhaltene Muster mit Freunden tauschen. Dieses kosmetische Feature sollte Spielern die Möglichkeit geben, ihr Spielerlebnis zu personalisieren. Gleichzeitig wollten die Entwickler eine Mikrotransaktion veröffentlichen, bei der es nicht nur darum ging, schneller zu grinden oder eine stärkere Waffe zu bekommen. Ihnen war nicht bewusst, dass sie mit der zufälligen Eigenschaft des Features die Büchse der Pandora öffneten.

„Es gab einen Typen, der hat den Hebel über 200 Mal betätigt“, so Carter. „Und da mussten wir verblüfft feststellen: ‚Himmelherrgott, was haben wir bloß getan? Wir haben einen Einarmigen Banditen kreiert.‘ Und da hat es nur ein paar Tage gedauert, bis wir das Feature wieder entfernt haben – vielleicht so ein bis zwei Tage. Die ganze Aktion haben wir zutiefst bereut.“

Carter betont, dass dieses Feature zwar sehr lukrativ für das Studio war, aber nicht dem entsprach, was sich die Entwickler für die Kubrows – oder für Warframe – erhofften.

Seit 2017 gibt es eine große Erweiterung in Warframe, die viele neue Spieler in den Shooter lockte. 

Warframe - Ebenen von Eidolon - Teaser.

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Digital Extremes scheint jedenfalls aus der ganzen Situation gelernt zu haben. Über 30 Millionen Spieler zocken den Online-Shooter mittlerweile. Und obwohl die meisten Spieler das Kubrow-Feature verantwortlich benutzten, hätten die Entwickler nicht ertragen können, dass sie damit suchtgefährdete Spieler ausbeuten.

Wenn es doch nur mehr Studios geben würde, die so verantwortlich mit Mikrotransaktionen umgehen würden.

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