Wolfenstein 2: Ursprünglich sollte Dishonored den krassen Plot-Twist bekommen

Michael Sonntag

Als Entwickler Jens Matthies bei Dishonored: Die Maske des Zorns mitarbeitete, hatte er eine abgedrehte Idee für eine überraschende Story-Wendung. Diese war dem Studio aber ein wenig zu krass, weshalb Matthies sie sich für ein Spiel aufhob, das diese besser nutzen konnte, nämlich Wolfenstein 2: The New Colossus.

Dishonored - Gameplay Trailer.

Im Interview mit US Gamer sprach der Creative Director von MachineGames über die Hintergründe der Wolfenstein 2-Story. Um Spoiler zu vermeiden, mitten in der Geschichte nutzt Held Blazkowicz eine sehr abstruse Möglichkeit, um den Tod zu entgehen. Ursprünglich wollte Matthies diese Idee sogar für Corvo aus Dishonored verwenden.

Ich war ein Tester für den ersten Dishonored-Titel und das war eine der Ideen, die ich Arkane vortrug. Und sie sagten: Nein, ich denke nicht, dass es für uns funktionieren wird“, erzählte der Creative Director. „Und ich sagte: Okay, dann werde ich es im nächsten Wolfenstein-Spiel machen.

Obwohl Dishonored durch sein Steampunk-Setting ebenfalls die technischen Voraussetzungen für die Idee mitbrachte, passte sie vom Grundton vermutlich besser in das melancholische und brachiale Nazi-Universum. Laut Matthies konnte die Wendung hier sogar mehr Zeit für ihren Spannungsaufbau bekommen. Mit zusätzlichen Rückblenden und Traumvisionen sollte sich der Spieler besser in die Situation des Helden einfühlen können, so Matthies.

Oft sind Geschichten richtig gut, wenn sie deutlich von der Gewohnheit abweichen:

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Kürzlich erschien übrigens der letzte der drei Wolfenstein-DLCs für diejenigen, die vom Nazi-Abmetzeln nie genug bekommen können. Wolfenstein 2: The New Colossus gilt als einer der besten Singleplayer-Shooter des letzten Jahres und bekam auch in unserem Test satte neun von zehn Punkten. Was hast du beim großen Story-Twist empfunden? Verstörung oder Überraschung? Sag uns deine Meinung!

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