World of Warcraft: Bannwelle kostet Cheater viel Geld

Luis Kümmeler 4

Kunden des Cheat-Entwicklers „Bossland“ fallen kürzlich aus allen Wolken. Viele hatten erst neulich ihr Abo bei dem Unternehmen verlängert, um auch weiterhin mit aktuellen Versionen des Bots „Honorbuddy“ für World of Warcraft versorgt zu werden – doch Entwickler Blizzard schickte die Cheater im Rahmen einer großen Bannwelle von ihren Servern.

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Cheater sind die ungebeten Gäste jeder Online-Party – und auch der nach über zwölf Jahren unentwegt stattfindende Party-Marathon World of Warcraft ist da keine Ausnahme. Zum Pech für viele Schummelfreunde geht Entwickler Blizzard in all seinen Spielen aber konsequent gegen Regelbrecher vor, und verbannt diese massenweise von ihren Servern. So wurden im Rahmen einer umfangreichen Bannwelle erst neulich wieder zahlreiche Cheater aus dem Spiel entfernt – und die geben sich nun sauer gegenüber dem Cheat-Hersteller „Bossland“. Der befindet sich nämlich im Rechtsstreit mit Blizzard, beziehungsweise wird erfolgreich vom Spieleentwickler verklagt.

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Und neben den rechtlichen Schwierigkeiten bekommt das deutsche Unternehmen nun offenbar auch noch eine Menge Erstattungsanfragen der eigenen Kundschaft: Erst kürzlich hatte Bossland nämlich sein Bezahlmodell für den beliebten Bot „Honorbuddy“ umgestellt, der in World of Warcraft Aufgaben erledigt, ohne dass der Nutzer dafür einen Finger rühren muss. Und da Cheater für regelmäßige Bot-Updates neuerdings regelmäßig zahlen müssen, hatten Viele offenbar erst vor Kurzem ihr Cheat-Abo verlängert – nur, um anschließend gebannt zu werden. Wie genau Blizzard Nutzer des unerwünschten Programms aufspürt, ist unklar. Sicher ist nur, dass sich seitdem das Forum von Bossland mit den Beiträgen verärgerter bis reumütiger Cheater füllt. Die Kollegen von Gamestar haben einige Spielerreaktionen zusammengetragen:

„Was bin ich für ein Idiot. Ich habe gerade ein Abo über ein Jahr abgeschlossen, dann habe ich eine Meldung vom Programm erhalten, die mich hier ins Forum geführt hat. Nur um die Nachrichten hier zu lesen. Oh mein Gott“, schreibt ein Nutzer etwa. Ein Anderer fasst zusammen: „Es sieht so aus, als ob sie den Bot komplett umschreiben müssten. Blizzard hat ihn dieses Mal sehr schnell entdeckt und sogar unauffällige Bot-Nutzer wurden gebannt. Mir wurde ein komplett neues Konto ebenfalls gesperrt, ich hatte damit kaum etwas gemacht. Da waren die 100 Dollar wohl für die Katz (Schlüssel für Cheat, WoW: Battle Chest und Legion).“

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Ob Bossland dabei zukünftig noch allzu viel an seinem überführten Bot schrauben wird, ist fraglich: Zwei von drei Verhandlungen am Bundesgerichtshof soll das Unternehmen bereits gegen Blizzard verloren haben. Dort wurde Bossland ein Bruch des Urheberrechts und der wettbewerbswidrige Vertrieb von Bot-Programmen vorgeworfen.

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