World of Warcraft: Spieler sammeln Geld für den Entwickler des wichtigsten Raid-Addons

Alexander Gehlsdorf

World of Warcraft hat sich in den letzten 14 Jahren stark verändert. Konstant hingegen ist die Popularität des Raid-Addons Deadly Boss Mods. Um den Entwickler des Tools aus einer Krise zu retten, haben mehrere Tausend Spieler jetzt Spenden gesammelt.

World of Warcraft: Im Wandel der Zeit.
Wer in World of Warcraft an Raids mit bis zu 25 Spielern teilnimmt, muss dafür zahlreiche Faktoren im Blick behalten. Die eigene Gesundheit, Cooldowns, Buffs, Debuffs und Angriffe der Gegner, was im klassischen Interface des Online-Rollenspiels eine ziemliche Herausforderung darstellen kann.

Glücklicherweise hilft das kostenlose Addon Deadly Boss Mods dabei, nicht die Übersicht zu verlieren und so im Raid stets die richtige Entscheidung zu treffen. Deadly Boss Mods, kurz DBM, existiert bereits seit der Vanilla-Version des Online-Rollenspiels. Anders als viele andere Addons dieser Zeit, die etwa die Questführung optimieren und durch Features aus späteren WoW-Erweiterungen überflüssig wurden, gehört DBM auch heute noch zur Standardausstattung der meisten WoW-Spieler. Umso überraschender war es für einige Spieler zu erfahren, dass das beliebte Tool von nur einer einzigen Person entwickelt und aktualisiert wird.

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World of Warcraft: Früher war auch nicht alles besser.

Vor kurzem Stand die Zukunft des Addons jedoch auf dem Spiel. Entwickler Adam Williams teilte am 16. September in einem langen Update mit, dass er unter finanziellen und gesundheitlichen Problemen leidet. So kann er sich keine Krankenversicherung leisten, um eine seit zwei Jahren nötige Zahnoperation zu finanzieren. Zusätzlich muss er sich um seine behinderte Mutter kümmern, die allein in den letzten zwei Jahren mehrere Herzinfarkte erlitten hat.

Der Aufruf hatte Erfolg. Bis heute haben über Patreon mehr als 3000 Spieler für Williams gespendet. Wie der überwältige Williams mitteilte, können dadurch alle Probleme gelöst werden. Möglicherweise erlaubt ihm die Unterstützung sogar, eine zweite Person als Entwickler zu beschäftigen, damit er mehr Zeit dafür hat, sich um seine Mutter zu kümmern.

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