World of Warcraft: Ist das Endgame von Battle for Azeroth ein einziger Grind?

Alexander Gehlsdorf

Battle for Azeroth macht jede Menge Spaß, darin sind sich praktisch alle einig. Der Weg bis Level 120 verspricht jede Menge Abwechslung, Freiheit und Unterhaltung. Die Qualität des Endgames wird aktuelle jedoch auf Reddit infrage gestellt.

World of Warcraft: Im Wandel der Zeit.

Obwohl sich die bisherigen Erweiterungen von World of Warcraft mitunter stark unterschieden und stets diverse Neuerungen und Features enthielten, haben sie alle eines gemeinsam: Jedes Addon enthält neue Klassen oder Rassen. So konnten Käufer von Mists of Pandaria etwa mit einem der namensgebenden Pandaren losziehen oder sich in Legion einen mächtigen Dämonenjäger erstellen.

Auch Battle for Azeroth bleibt diesem Trend auf dem Papier treu, denn dank der Verbündeten Völker stehen jeder Fraktion gleich drei neue Rassen zur Auswahl. So erhält die Allianz Unterstützung von Lichtgeschmiedeten Draenei, Leerenelfen und Dunkeleisenzwergen. Die Horde hingegen wird von Hochbergtauren, Nachtgeborenen und den Orcs der Mag’har verstärkt.

Dennoch gibt es einen grundlegenden Unterschied zu den vorherigen Erweiterungen: Während bisher der reine Kauf des Addons ausreichte, um mit den neuen Klassen oder Rassen loszulegen, musst du dir die Verbündeten Völker in Battle for Azeroth mühsam erarbeiten.

Das ist per se keine große Neuerung in World of Warcraft, schließlich waren schon zu Zeiten von Burning Crusade begehrte Luxus-Items wie Reittiere hinter dem langwierigen Farmen von Ruf verborgen. Dass aber auch die beim Kauf versprochenen Rassen davon betroffen sind, das stößt derzeit zahlreichen Spielern sauer auf.

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World of Warcraft Mounts: Die seltenen Flug- und Reittiere aus Erfolgen.

Dabei war bereits vor dem Erscheinen der Erweiterungen bekannt, dass keines der Verbündeten Völker von Beginn an spielbar sein wird. In der Story des Spiels ist das auch verankert, schließlich müssen sowohl Allianz als auch Horde erst das Vertrauen der jeweiligen Völker gewinnen, bevor sie sich den Fraktionen anschließen.

Dass das Freischalten der Völker jedoch an Farmen von Ruf und nicht das Absolvieren einer Quest-Reihe gebunden ist, ist den Fans schon länger ein Dorn im Auge. So konnten ambitionierte Spieler bereits mit dem Patch 8.0, noch vor der Veröffentlichung von Battle for Azeroth, mit dem Farmen loslegen. Denn auch dieser Aspekt kommt noch hinzu: Wer alle Verbündeten Völker freispielen will, muss dafür auch die eigentlich obsoleten Inhalte der vorherigen Erweiterung Legion abarbeiten. Warum?

Bereits im Juli 2018 forderten Fans, dass die Ruf-Voraussetzungen herab gesetzt werden sollen. Handlungsbedarf sah Blizzard allerdings nicht.

Besonders schade daran ist, dass der Weg bis zum Endgame-Grind, also das Questen bis Stufe 120, dank der fantastischen Inszenierung wirklich jede Menge Spaß macht, wovon wir uns bereits in unserem Test-Tagebuch überzeugen konnten. Die Kontroverse um die schwer zu erreichenden Verbündeten Völker legt jetzt einen ungemütlichen Schatten über die Erweiterung.

Aktuell wird das Thema intensiv auf Reddit diskutiert, allerdings sind wir auch auf deine Meinung gespannt. Hast du bereits eines oder mehrere der Verbündeten Völker freigeschaltet? Als wie aufwendig und zeitraubend empfindest du den Grind? Und ist die Diskussion beziehungsweise die Aufregung aus deiner Sicht gerechtfertigt? Lass es uns doch in den Kommentaren wissen!

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