World of Warcraft: Battle for Azeroth im Test-Tagebuch — Teil 1: Der erste Eindruck

Alexander Gehlsdorf

Ganze 14 Jahre hat World of Warcraft inzwischen auf dem Buckel und wird mit Battle for Azeroth, der mittlerweile siebten Erweiterung, noch größer. Ob das Addon das hohe Niveau von Legion halten kann, untersuchen wir ins unserem Test-Tagebuch.

World of Warcraft - Battle for Azeroth - Lohnt sich der Wiedereinstieg?
Na toll, der Weltenbaum Teldrassil brennt und damit steht auch der Konflikt zwischen Allianz und Horde wieder lichterloh in Flammen. Verantwortlich für das kokelnde Nachtelfen-Startgebiet ist nämlich niemand geringeres als Sylvanas Windläufer, die aktuell als Kriegshäuptling die Horde anführt.

Soweit keine Überraschung, schließlich war Teldrassils Schicksal bereits seit der BlizzCon im vergangen Jahr bekannt. Dafür ist es aber umso toller inszeniert, denn der Angriff auf Teldrassil und die darauffolgende Belagerung von Unterstadt werden nicht nur in schicken Zwischensequenzen erzählt, sondern können auch in Form einer eigenen Questreihe nachgespielt werden.

Wo ist die Wertung?
World of Warcraft: Battle for Azeroth ist riesig. Allein das Höchstlevel 120 zu erreichen kann je nach Spielstil bis zu mehreren Wochen dauern. Dazu kommen PVP, Dungeons, Raids und Inselexpeditionen. Erst wenn wir uns all diese Inhalte sorgfältig ansehen konnten, sind wir in der Lage, eine faire Wertung zu vergeben. Bis dahin halten wir dich in Form dieses Test-Tagebuchs über unsere Eindrücke und Erlebnisse auf dem Laufenden.

Diese Prolog-Quests wurden bereits vor dem offiziellen Start der Erweiterung mit Patch 8.0 hinzugefügt und stimmten ideal auf den inhaltlichen Kern von Battle for Azeroth ein: Die Rückbesinnung auf die eigene Fraktion. Nachdem die Bösewichte Antorus, Sargeras und damit auch die Legion in der vorhergehenden Erweiterung besiegt wurde, kann sich World of Warcraft endlich wieder dem Konflikt zuwenden, der bereits seit den Echtzeit-Strategiespielen aus den neunziger Jahren im Mittelpunkt des Franchises stand.

World of Warcraft: Im Wandel der Zeit.

Bevor jedoch die erste Zwergenaxt im Orkkopf stecken darf, muss ein anderes Problem gelöst werden. Sargeras hat Azeroth nämlich als „Abschiedsgeschenk“ sein Schwert hinterlassen, das eine tiefe Wunde in den Planeten gestochen hat. Seitdem „blutet“ die Welt Azerit, die kristallisierte Lebenskraft von Azeroth. Das klingt im ersten Moment sehr gefährlich, hat auf lange Sicht auch bestimmt schlimme Konsequenzen, die abgewendet werden wollen, aber für’s erste ist das Azerit doch ganz praktisch.

Schließlich lassen sich mit dem seltenen Material allerhand Ausrüstungsgegenstände verbessern, allen voran das Herz von Azeroth, eine legendäre Halskette die eines Tages bestimmt noch eine wichtige Rolle für die Rettung der Welt spielt — aber noch ist das Schnee von morgen.

Allerdings reicht eine Handvoll magischer Edelsteine nicht aus, um den Krieg zwischen den beiden Fraktionen zu entscheiden. Stattdessen wollen auf beiden Seiten Verbündete gewonnen werden, weshalb sich die Allianz nach Kul’Tiras und die Horde Richtung Zandalar aufmacht, den beiden neuen Kontinenten in Battle for Azeroth. Diese bestehen jeweils aus drei Zonen inklusive Hauptstadt und werden zwischen Stufe 110 und 120 in weiten Teilen dein Zuhause sein — auch wenn die Ankunft in der neuen Welt nicht ganz ohne Zwischenfälle verläuft.

Die Unterstützung von Kul’Tiras zu gewinnen etwa, wirkt im ersten Moment wie ein Kinderspiel. Schließlich sitzt dort die Mutter der Allianz-Heldin Jaina Prachtmeer auf dem Thron. Blöd nur, dass Jaina in Kul’Tiras noch immer als Verräterin angesehen wird und der Heimatbesuch für alle Beteiligten prompt im Kerker endet.

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Das tolle daran: Statt sich die Handlung durch zahllose Quest-Beschreibungen zusammen reimen zu müssen, setzt Battle for Azeroth noch stärker als jede Erweiterung zuvor auf Cinematics und Zwischensequenzen. Die Inszenierung der Handlung ist die größte und offensichtlichste Stärke in den ersten Spielstunden. Daumen drücken, dass auch der Rest der Erweiterung dieses Niveau halten kann.

Auch auf Seiten der Horde beginnt das Abenteuer im Gefängnis. Allerdings bist du diesmal freiwillig dort, nämlich um Varok Saurfang — und nebenbei auch einige Zandalar-Trolle — aus den Händen der Allianz zu befreien. Die perfekte Vorlage also selbst einmal auf Zandalar vorbeizuschauen, um die Trolle als Verbündete zu gewinnen. Zwar sind diese historisch nicht besonders gut auf die Horde zu sprechen, aber bis Level 120 wirst du sie schon überzeugen können.

Ob also auf Kul’Tiras oder Zandalar, das Gewinnen von Verbündeten durch das sorgfältige Abquesten der neuen Gebiete ist also zunächst das A und O der Erweiterung.

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Allerdings kostet das Questen viel Zeit. Battle for Azeroth ist am 14. August erschienen. Bisher konnten wir uns also nur einen Bruchteil des Contents ansehen. Zusätzlich sind einige Inhalte. etwa hoch-stufigen Raids noch gar nicht im Spiel enthalten, sondern werden erst in einigen Wochen per Patch nachgereicht. Über unsere Abenteuer in World of Warcraft werden wir dich trotzdem weiter auf dem Laufenden halten. Die nächste Ausgabe des Test-Tagebuchs erwartet dich nach der gamescom Ende August. Eine finale Wertung vergeben wir Mitte September.

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