Als 2012 XCOM - Enemy Unkown erschien, war es direkt in aller Munde. Firaxis schafften es nicht nur, den hohen Ansprüchen der Fans der Originale gerecht zu werden, sondern das Spiel so zugänglich zu machen, dass auch Neulinge die Serie lieben lernten. Und auch beim Nachfolger sind alle Zeichen auf „Erfolg“ gestellt...

 

XCOM 2

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XCOM 2

Xcom 2 Preview: Hier gibt es zur Erinnerung noch mal den Trailer!

XCOM 2 Trailer

Der Erfolg war vor allem darauf zurückzuführen, dass die Entwickler sich nicht nur mit den originalen Spielen auseinandersetzten, sondern dass sie ein offenes Ohr für das Feedback der Spielergemeinde hatten. Als ein Jahr später mit Enemy Within eine Erweiterung erschien, gab es erneut einen guten Grund, sich dem Abenteuer hinzugeben. Kein Wunder also, dass die Vorfreude auf den zweiten Teil bei vielen riesig ist. Gleichzeitig ist die neue Erwartungshaltung allerdings auch angestiegen. Ob XCOM 2 dieser gerecht wird, wollen wir euch verraten.

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Die Kunst der Dosierung

Je erfolgreicher ein Spiel ist, desto schwieriger wird es für Entwickler, den Wünschen der Spieler gerecht zu werden. Nur wenn Neuerungen mit genug Fingerspitzengefühl ausgewählt werden, resultiert die Entwicklung in einem Spiel, das einerseits die gewohnte Erfahrung, andererseits aber genügend Neuerungen liefert, die das Erlebnis sinnvoll erweitern. Bei Firaxis scheint man sich dessen bewusst zu sein. Selbstbewusst präsentiert sich XCOM 2 in einem neuen Setting, das mit den Elementen des Vorgängers eine homogene Mischung bietet, die an Perfektion grenzt. Keine Neuerung wirkt aufgesetzt und jede Entscheidung bezüglich des Gameplays scheint wohl durchdacht und präzise dosiert.

Habt ihr das Zeug zum Xcom 2 Spieler? Das sind die Systemanforderungen!

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Das spürt ihr schon bei der Rahmenhandlung, in der ihr tatsächlich den gleichen Commander spielt, der ihr schon im Vorgänger wart und sogar auf die damaligen Ereignisse zurückblickt. Doch auch eure neue Basis, das Luftschiff Avenger, beweist wie klug die Entwickler vorgegangen sind. Anstatt wie bisher einen Bund aus Nationen zu kontrollieren und die Erde aus einer statischen Einrichtung zu überwachen, seid ihr mobil auf dem Planeten unterwegs und seid Teil eines Widerstands. Das öffnet die Türen für eine große Variation an Ereignissen und bringt ein hohes Maß an Dynamik in die Phasen zwischen den Gefechten. Hier seid ihr nicht mehr nur damit beschäftigt, eure Soldaten auszurüsten und Räume zu bauen. Ihr entscheidet, wo ihr mit dem Schiff hinfliegt und bei welcher Tätigkeit ihr Zeit verstreichen lasst. Das kann der Bau eines Funkturms, das Abholen von Vorräten oder die Kontaktaufnahme zu einer Widerstandszelle sein. Und auch wenn sich das alles frisch anfühlt, so bleibt doch das vertraute XCOM-Gefühl erhalten, das Fans des ersten Teils so lieben.

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Es geht kaum besser

Auch auf dem Schlachtfeld hat sich einiges getan. Anstatt wie bisher auf sehr ähnlichen Karten unterwegs zu sein, begegnen euch schon in den ersten Spielstunden unterschiedlichste Eindrücke, wie verschneite Berge, futuristische Städte oder liegengebliebene Züge in staubigen Schluchten. Das Arsenal eurer Soldaten sowie der Ablauf der Kämpfe ist zwar nahe am Vorgänger, doch gibt es auch hier Neuerungen. Die Klasse Ranger verfügt beispielsweise über eine verheerende Nahkampf-Attacke und der Spezialist wird von einer Drohne begleitet, die eine Menge Hilfsmittel zur Verfügung stellt. Türen und Wachtürme können gehacked werden und neue Status wie Bewusstlosigkeit und Desorientierung erweitern die bisherigen Mali sinnvoll. Verborgenheit ist ebenfalls eine tolle Neuerung. Diese sorgt dafür, dass ihr in manchen Missionen quasi unentdeckt startet und die Gegner überfallen oder in einen Hinterhalt locken könnt. Euer gesamtes taktisches Repertoire ist nun größer als bisher und eure Möglichkeiten schier unendlich. Dieser Umstand wird auch durch eine Menge neuer Ausrüstungsgegenstände unterstützt.

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Schnitz dir deinen Soldaten

Betrachtet ihr die ästhetische Seite, werdet ihr ebenfalls nicht enttäuscht sein. Die Anpassungsmöglichkeiten der eigenen Soldaten wurde komplett auf eine neue Stufe gehoben. Habt ihr bisher vielleicht eine halbe Stunde gebraucht, um eure Soldaten auf eure Wünsche anzupassen, werdet ihr nun vermutlich einen halben Tag damit verbringen. Accessoires, Rüstungs- und Waffenmuster und vieles mehr, bieten euch nun eine immense Freiheit in der Erstellung eurer Einheiten. Bei den Waffen geht das soweit, dass ihr sogar Aufsätze, die ihr auf dem Schlachtfeld gefunden habt, anbringen könnt.

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Ein tolles neues Zuhause

Auf den ersten Blick sieht eure Basis recht ähnlich wie die in XCOM 2 aus, doch es haben sich ein paar Dinge geändert. Ingenieure sind beispielsweise nicht länger eine gesichtslose Ressource, die eure Entwicklung beschleunigt. In XCOM 2 rekrutiert ihr sie wie Soldaten und weist ihnen Aufgaben zu. Dazu gehört das Erschaffen neuer Räume ebenso wie die Beschleunigung der Heilung eurer Einheiten. Eine weitere taktische Komponente, die einerseits mehr Dynamik in das Geschehen zwischen den Kämpfen bringt und andererseits das Gefühl der Serie unverändert lässt. Sollten euch die Kämpfe gegen feindliche Raumschiffe im Vorgänger gestört haben, dürft ihr euch übrigens freuen, denn diese gehören der Vergangenheit an. Auch das versehentliche Wegfallen wichtiger Boni, wie es durch den Verlust von Nationen im Vorgänger passieren konnte, wurde entfernt. Zumindest über den Verlauf der Preview-Version schien nie eine Gefahr zu bestehen, dass unwiederbringliche Schäden abseits des Schlachtfeldes entstanden sind. Eure Soldaten hingegen können allerdings nach wie vor den digitalen Löffel abgeben und damit aus dem Spiel ausscheiden, was die Speicherfunktion erneut zu einem guten Freund macht.

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Zu viel Gutes  - nicht zu viel des Guten

Nach über zwanzig Stunden fällt es schwer, alle Aspekte des Spiels zu fassen, da es so wahnsinnig viel Neues gibt. Wichtig ist jedoch, dass jedes Spiel-Element grundsolide und durch und durch spaßig ist. Die Zeit vergeht wie im Flug wenn ihr auf einer spannenden Rettungsmission seid und neben eurem Ziel einen bewusstlosen Kameraden zum Abhol-Punkt schleppt oder wenn ihr gerade neue Forschungen plant während ihr überlegt, wie ihr eure aktuell letzten Vorräte sinnvoll ausgebt bevor ihr euch auf den Weg zu einem neuen Kontinent begebt. Die Geschichte um die Verschwörung rund um die Organisation Advent bietet eine reichhaltige Basis. Diese ist nicht einfach nur eine dünne Rahmenhandlung, die das Gameplay zusammenhält, sondern erzählt eine spannende Handlung, die sich mit eurem Zutun weiterentwickelt.

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Unser Fazit zu Xcom 2:

Selbst nach langem Grübeln ist es schwierig, etwas zu finden, das man an XCOM 2 aussetzen könnte. Eine Menge Neuerungen wurden mit Bedacht platziert und bilden ein Gesamtbild, das bereits jetzt zeigt, dass wir es hier mit einem heißen Kandidaten für das Spiel des Jahres 2016 zu tun haben. Jetzt wird es Zeit, dass Februar ist, damit die finale Version endlich in vollen Zügen genossen werden kann.

Erkennst du diese 15 Figuren, die in XCOM 2 nachgebaut wurden?