Yoshi's Woolly World Test: Der Stoff, aus dem Videospiel-Träume sind!

Dominic Stetschnig 13

Nintendo holt erneut die Stricknadeln raus: Yoshi stürzt sich in Yoshi’s Woolly World in ein flauschiges Abenteuer und überrascht dabei sogar eingefleischte Core-Gamer! Warum auch erwachsene Spieler im zuckersüßen Spiel eine Herausforderung finden und welche Neuerungen sich seit Yoshi’s Island und Yoshi’s Story eingeschlichen haben, erfahrt ihr im Test!

Yoshi's Woolly World Test: Der Stoff, aus dem Videospiel-Träume sind!

Die Videospielindustrie scheint in den letzten Jahren eine Vorliebe für Textilien statt Texturen entwickelt zu haben: Nachdem sich vor einiger Zeit Kirby bereits einem epischen Garn-Makeover unterzog und Unravel auf der E3 2015 hohe Indie-Wellen geschlagen hat, legt sich nun das nächste Nintendo-Maskottchen unter die Stoffschere: In Yoshi’s Wooly World besteht die komplette Welt aus Wolle. Der Name ist quasi Programm.

Yoshi's Woolly World - E3 2014 Trailer.

Und wieder mal treibt Kamek sein Unwesen und ist er Grund, weshalb wir uns überhaupt mit den Yoshis ins flauschige Abenteuer stürzen dürfen. Denn Kamek braucht Stoff. Und den holt er sich von den Yoshis: Eines Tages entzwirbelt er nämlich jeden Einzelnen von ihnen und sackt die Wolle für sich ein. Die wenigen, noch übrigen Nintendosaurier sind deshalb natürlich enorm aufgedröselt und versuchen, ihre kuscheligen Kollegen zurück zu holen.

Wer jemals entweder Yoshi’s Island oder Yoshi’s Story gespielt hat, wird mit der Mechanik von Yoshi’s Woolly World ab der ersten Sekunde zurechtkommen. Lediglich optisch hat sich einiges getan: Von Filz über Garn und Wolle, gehäkelt, gestrickt, genäht: Yoshi lässt jede feuchte Handarbeitsunterrichtsfantasie wahr werden! Shy Guys dröseln sich beim schlucken auf und statt in Yoshi-Eier werden sie in Wollknäuel verwandelt, die ihr nach gewohnter Manier verschießen könnt. Und wo man schon bei den Vorgängern fast Diabetes vom Zuschauen bekam, gelingt es Wooly World erneut, den Knuddelknuffkuschel-Faktor nach oben zu treiben!

Dabei bleiben die quietschbunten Levels keinesfalls kinderleicht! Je weiter man im Spiel voranschreitet, desto kniffliger werden die Hüpfeinlagen und auch eure Wollknäuel-Schüsse müssen an Präzision gewinnen. Auch die Zwischen- und Endgegner (der eine oder andere dürfte Fans sehr bekannt vorkommen) gestalten sich als fordernde, aber machbare Höhepunkte. Als letzten Steigerungsgrad gibt es natürlich noch zahlreiche Sammel-Herausforderungen. Bunte Edelsteine sind überall in den Welten verteilt, diese lassen sich in temporäre Power-Ups zu Beginn jedes Levels freischalten, die euch einen Vorteil bringen. Außerdem gibt es – neben den klassischen fünf Blumen pro Level – fünf Wollknäuel zu finden. Sollte euch das gelingen, könnt ihr einen neuen Yoshi-Skin freischalten, den ihr ab sofort als Spielfigur wählen könnt. In kurzen Bonusleveln beweist Stoff-Yoshi seine Wandelbarkeit: In Form eines Regenschirms oder eines Motorrades müsst ihr kleine Aufgaben lösen und stockt somit euer Edelsteinkonto auf.

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Und das negative? Nun, man sucht es irgendwie wie die Stecknadel im Garnhaufen. Für so manchen Skeptiker mag das Spiel zu kurz, zu einfach, zu kindisch oder zu einseitig sein. Doch die Realität sieht anders aus: Die Schatzsuche nach den Skins, das fordernde Freischalten geheimer Extral-Level, die bis ins letzte Detail liebevoll durchdachte Optik, welche bis zum Ende für Überraschungen gut ist – all das macht Yoshi’s Wooly World zum besten 2D-Platformer für die WiiU.

 

 

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