iPad Pro (2018): So kommt das Power-Tablet von Apple in der Fachwelt an

Simon Stich 1

Schlanker, schneller, eckiger: Das neue iPad Pro (2018) ist da und auch die ersten Reviews haben nicht lange auf sich warten lassen. Wir fassen zusammen, was Tech-Journalisten vom neuen iPad Pro halten. Die Beurteilung ist teils sehr überraschend.

iPad Pro (2018): So kommt das Power-Tablet von Apple in der Fachwelt an
Bildquelle: Apple.

iPad Pro (2018): Tablet oder doch Computer?

Welche Gerätekategorie eigentlich mit dem brandneuen iPad Pro (2018) bedient werden soll, weiß Apple vielleicht besser als so mancher Kunde. Bei der Vorstellung wurde das Tablet stark in Richtung Computer gerückt, was bei vielen Reviewern einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Der Umstieg auf USB Type-C als neuer Standard ist da nur der Anfang.

So sieht das auch Raymond Wong von Mashable, der das größere iPad Pro mit 12,9 Zoll gleich mal als „iPad Extreme“ bezeichnet. Ihm zufolge kann das Tablet mittlerweile durchaus als eine Art Ersatz für stationäre Computer herhalten – wenn auch nicht in allen Kategorien. Zwischen dem mobilen iOS und einem MacBook mit macOS lägen nach wie vor Welten. Vielen Nutzern dürfte das iPad Pro (2018) dennoch sehr gefallen, insbesondere dann, wenn sie sich ohnehin schon von den Eigenarten stationärer Computer verabschiedet haben. Bei Apples Paradedisziplinen Design und Display gibt es wie erwartet nichts zu meckern.

Geoffrey von der Washington Post kommt zu einer ähnlichen Bewertung, sieht aber noch viel Luft nach oben. Beim Multitasking und beim längeren Bearbeiten von Dokumenten wünscht er sich eine klassische Maus herbei. Dennoch sieht er das iPad Pro von 2018 als eine Art Bote der Zukunft, der unsere Gewohnheiten im Laufe der Zeit ändern wird.

Was sich mit dem iPad Pro von 2018 geändert hat, seht ihr hier im Video:

iPad Pro (2018): Das neue Apple-Tablet.

iPad Pro (2018) mit USB Type-C: Der richtige Schritt?

Apple setzt beim iPad Pro (2018) auf USB Type-C als Standard-Port. Chris Velazco von Engadget hält das für die richtige Entscheidung, auch wenn der Wechsel teilweise frustrierend sein kann. Ihm zufolge ist USB Type-C nicht weniger als ein „game changer“, da die Möglichkeiten zur Erweiterung des iPads damit stark gewachsen sind. In der Praxis könnte der Umgang mit dem Anschluss aber etwas flüssiger laufen. iOS würde nicht immer logisch mit angeschlossener Peripherie umgehen, bemängelt er.

Auf das gleiche Problem ist auch Nilay Patel von The Verge gestoßen. Da iOS auch in der neuesten Version nicht wirklich mit externem Speicher umgehen kann, hält sich die Nützlichkeit in Grenzen: „Apple sagt, dass Drittanbieter Apps erstellen können, die mit externem Speicher umgehen können, doch im Auslieferungszustand kann das 1899-Dollar-Tablet nicht damit umgehen.“ Stand jetzt ist, dass externer Speicher über USB Type-C angeschlossen lediglich den Import von Fotos erlaubt. iOS 13 dürfte in Sachen Notebook-Ersatz viele Hoffnungen wecken.

iPad Pro (2018): Kraftvoll, aber teuer

Das neue iPad setzt auf starke Hardware, die selbst so manches höherpreisiges Notebook in den Schatten stellt. Für Gareth Beavis von TechRadar besitzt das 11-Zoll-Modell des iPad Pro (2018) eine „wahnsinnige Power für ein Tablet“. Ob die Masse der Nutzer diese kraftvolle Hardware aber überhaupt benötigt, stehe auf einem ganz anderen Blatt. Bei einem derart hohen Preis seien manche Nutzer mit dem Standardmodell iPad 9.7 (2018) besser bedient.

Zusammengefasst halten viele Reviewer das neue iPad Pro (2018) für ein außergewöhnlich starkes Tablet, das den Spagat zwischen zwei Geräteklassen wagt. Es handelt sich aber dennoch um ein Tablet und nicht in jedem Fall um einen Ersatz für Notebooks. iOS wirkt mitunter limitierend, sobald der Nutzer etwas machen möchte, was nicht selbstverständlich von einem mobilen Betriebssystem bereitgestellt wird.

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