Apple: Patent zeigt MacBook-iPhone-Hybrid

Thomas Lumesberger 2

Das neueste Patent aus dem Hause Apple zeigt interessante Einsatzszenarien für das iPhone sowie iPad. Dienen die mobilen Geräte bald als Grundlage für ein neues MacBook?

Apple: Patent zeigt MacBook-iPhone-Hybrid

Am 21. September 2015 ist beim US-Patentamt ein Patentantrag eingegangen, der ein interessantes Konzept zeigt, bei dem ein iPhone oder iPad in ein anderes Gerät gesteckt werden kann, um so die Funktionalität auf einfache Weise zu erweitern. In den Zeichnungen des Antrags ist zum Beispiel ein Notebook zu sehen, bei dem das iPhone quasi als Touchpad eingesetzt wird. Alternativ könnte auch ein iPad als Display zum Einsatz kommen.

Bei dem Laptop handelt es sich laut dem Patentantrag bloß um eine „kopflose“ Hülle, die lediglich traditionelle Notebook-Hardware beinhaltet, wie beispielsweise ein großes Display, eine Tastatur, einen Akku oder eine stärkere Grafikkarte. Angetrieben wird das Notebook aber durch das iPhone, sodass es nur in dieser Kombination verwendet werden kann. Durch zusätzlichen Speicher könnten dort persönliche Daten oder Informationen von Apps gelagert werden, die nur zur Verfügung stehen, wenn man das Laptop-Dock mit dem iPhone verwendet. Neben dem Anschluss über den Lightning-Port wäre die Übertragung von Daten via WLAN, Bluetooth oder einem anderen kabellosen Protokoll denkbar.

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Da das Laptop-Dock von einem iPhone oder iPad angetrieben wird, ist davon auszugehen, dass iOS als Betriebssystem zum Einsatz kommt. Demnach könnte der Bildschirm zur besseren Nutzung über einen Touchscreen verfügen. Ein solches Display wird schon seit Jahren bei den MacBooks vermisst und wurde bis dato noch nicht umgesetzt.

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Erfindung aus dem Jahr 2011

Ganz neu ist das Konzept aus den Dokumenten allerdings nicht, denn Motorola hat das Ganze bereits im Jahr 2011 mit dem Motorola Atrix vorgemacht. Vollkommen ident wie beim Konzept von Apple, handelte es sich beim sogenannten Motorola Lapdock, quasi nur um eine Hülle mit größerem Display, Tastatur und Trackpad. Den Prozessor sowie Massenspeicher stellte das Smartphone zur Verfügung, welches via Micro-USB- sowie microHDMI-Anschluss mit dem Lapdock verbunden wird.

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Kein Apple iPhoneBook

Apple will die Geräte mit iOS sowie Mac voneinander trennen und möglichst auseinanderhalten – auch wenn die Touch Bar des MacBook Pro mit iOS ausgestattet ist. Aus diesem Grund wird das Konzept auf dem Patentantrag als relativ unwahrscheinlich eingeschätzt. Vor allem, da Apple gerade ein neues iPad vorgestellt hat. Das Dokument zeigt allerdings, dass sich Apple mit den Einsatzszenarien der iPhones und iPads auseinandergesetzt und an entsprechende Zusatzhardware arbeitet. Ob der Entwurf von Apple beziehungsweise Brett W. Degner, er wird als Erfinder auf dem Patentantrag angeführt, jemals Realität wird, wird sich zeigen.

Quelle: USPTO via AppleInsider

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