iPads 2017 und die Preise: Seltsam, Apple, seltsam!

Sebastian Trepesch 15

Mit der Vorstellung des 9,7“ iPad sortiert Apple das Portfolio der iPads neu. Und überrascht: Das iPad wird günstiger als das iPad mini. Oder besser gesagt: Das iPad mini wird teurer, wenngleich günstiger. Verwirrend? Richtig.

Ein iPad Air gibt es nicht mehr, stattdessen ein 9,7“ iPad: Apple deutet mit der heutigen Veröffentlichung an, wie das künftige Portfolio aussehen wird: Es gibt

  • das iPad und
  • das besser ausgestattete iPad Pro.
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Das „neue“ iPad 9,7 Zoll im Bildvergleich zum iPad Pro: So kann man sie unterscheiden

Die Größe wird durch den Zusatz der Displaydiagonale – 9,7 Zoll oder 12,9 Zoll – angegeben.

Aktuell gibt es nur das iPad Pro in beiden Varianten. Dass der Zusatz vereinzelt auch schon in Verbindung mit dem „normalen“ iPad auftaucht, lässt vermuten, dass es zum Beispiel ein 12,9 iPad oder ein 7,9 iPad (= iPad mini) geben wird.

Sonderrolle iPad mini: Kein Einsteigermodell mehr

Mit der heutigen Veröffentlichung hat Apple auch bei dem iPad mini ausgemistet: Das iPad mini 2 ist aus dem Katalog geflogen, das iPad mini 4 nur noch mit 128 Gigabyte Speicher verfügbar. Es heißt weiterhin iPad mini, nicht etwa 7,9“ iPad. Vielleicht folgt dies ja erst bei dem nächsten Update.

Noch mehr als der (unveränderte) Name irritiert aber der Preis: Bisher war das iPad mini das Einsteiger-Gerät. Für 289 Euro war es das günstigste Apple-Tablet. Freilich, in der 2. Generation technisch etwas veraltet und ohne Touch ID unkomfortabel. Aber eben günstig und immerhin mit 32 Gigabyte Speicher gesegnet.

Jetzt ist das iPad mini mit 479 Euro wesentlich teurer. Diese Ausführung, iPad mini 4 mit 128 Gigabyte, ist aber andererseits günstiger als bisher. Sie kostete bisher 539 Euro. Also: Das eine verfügbare iPad-mini-Modell ist jetzt günstiger, eine billige Alternative gibt es aber nicht mehr. Es könnte bedeuten: In Zeiten großer iPhones braucht niemand mehr ein kleines iPad. Und Einsteiger sind mit 9,7 Zoll Bildschirmdiagonale erst recht besser bedient.

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iPad Pro 9,7 Zoll im Test.

9,7“ iPad: Bloß kein Cellular-Modell!

Das günstigste Apple-Tablet ist jetzt ein normalgroßes 9,7“-iPad, mit 399 Euro (32 Gigabyte) liegt es deutlich unter dem iPad mini. Für Apple-Verhältnisse ist der Preis gut, aber keine außergewöhnliche Besonderheit. Zum Vergleich: Als das iPad Air 2 eingeführt wurde, blieb der Vorgänger für 389 Euro im Programm. Zwar hat das 9,7“ iPad noch eine technische Aktualisierung bekommen. Auf aktuellstem Stand ist es dennoch nicht. Beispiel Chip A9: Die älteren iPad-Pro-Modelle bieten den besseren A9X, das iPhone 7 sogar den A10.

Eine preisliche Überraschung ist allerdings die Differenz zwischen den Modellen Wi-Fi und Wi-Fi + Cellular des neuen iPads, sie ist noch einmal größer geworden: Zuletzt kostete die Mobilfunkoption 150 Euro Aufpreis, mittlerweile sind es schon 160 Euro. Ob sich das noch viele leisten wollen? Tipp: Sehr guten Tarif für das iPhone buchen und persönlichen Hotspot einrichten.

 Tarif-Tipp: Allnet-Flat mit 1,5 Gigabyte*

Dieses war der erste iPad-Streich, der zweite dürfte bald folgen – auf einem Apple Event. Das 10,5“ iPad dürfte ein Pro-Modell mit dünnerem Rahmen werden. Wie es Apple in das Portfolio einbindet, werden wir wohl bald erfahren. Sparfüchse brauchen sich aber nicht allzu große Hoffnungen machen, dass es ein Preisbrecher wird …

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