Kindle Fire HD: Neuauflagen mit Snapdragon 800 und Über-HD-Auflösung

Lukas Funk 4

Amazons aktualisiertes Lineup der Kindle Fire HD-Serie, das noch in diesem Herbst vorgestellt werden soll, wird mit Qualcomms Top-SoC Snapdragon 800 betrieben werden. Nachdem schon Anfang des Monats Informationen zu den hochauflösenden Displays der Tablets publik wurden, deutet sich mit den jetzt geleakten Infos ein Angriff Amazons auf das High-End-Segment an.

Kindle Fire HD: Neuauflagen mit Snapdragon 800 und Über-HD-Auflösung

Während Amazons Tablet Kindle Fire zunächst nicht mehr als ein günstiger E-Reader mit Android als Grundlage war, stellte speziell das im letzten Jahr vorgestellte HD-Upgrade mit 7 Zoll- (Test: Kindle Fire HD 7.0) und 8,9-Zoll Display-Diagonale und 1920 x 1200 Pixeln Auflösung (Test: Kindle Fire HD 8.9) einen Schritt in Richtung Oberklasse dar. Der verbaute TI OMAP 4470 Dual Core-Prozessor war allerdings mit der hohen Auflösung teils überfordert.

Nun wurde schon zu Beginn des Monats bekannt, dass Amazon die Auflösung seiner Tablets weiter in die Höhe schrauben wolle. So wird das Kindle Fire HD mit 7 Zoll Display-Diagonale zukünftig mit 1920 x 1200 Pixeln auflösen, das größere 8,9 Zoll-Tablet sogar mit 2560×1600 Pixeln. Dank einer Pixeldichte von 323 respektive 339 PPI konkurrieren beide Tablets direkt mit Googles Nexus 7 (2013) und Nexus 10.

Möglich ist dies, wie Insider den Kollegen von BGR flüsterten, indem man auch die inneren Werte der Tablets aufwertet: Zukünftig wird Qualcomms Snapdragon 800-Chip die Pixelwunder antreiben. Weitere Upgrades für beide Geräte umfassen 2 GB RAM, Speicheroptionen von 16, 32 und 64 GB, eine Frontkamera für Videotelefonie sowie eine deutlich hochwertigere Verarbeitung und ansprechendere Gestaltung. So wurde beispielsweise der Bezel (Rand um das Display) auf 1,9 respektive 1,2 cm geschrumpft. Neben WLAN funken beide Tablets auch optional im Mobilfunknetz, das größere Modell bekommt sogar eine 8 MP-Rückkamera spendiert.

Software-seitig kommt Android 4.2.2 zum Einsatz, welches unter Amazons schwer modifizierter Benutzeroberfläche allerdings nur selten hervorblitzen sollte.

Mit seinen neuen Kindles möchte sich Amazon offensichtlich nicht mehr auf den Konsum von Medien aus dem eigenen Angebot beschränken, sondern eine rundum befriedigende Tablet-Erfahrung bieten. Ob die deutlich gesteigerte Rechenpower auf einen kommenden Service vorbereiten soll oder einfach dem Zeitgeist entspricht, wird Amazon bei der Vorstellung im Herbst klären.

Quelle: BGR

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