ASUS Eee Pad Slider: Test des Android-Tablets mit Schiebe-Tastatur

Daniel Kuhn 2

Nachdem das Eee Pad Transformer von Asus sich, völlig zurecht, großer Beliebtheit unter den Android-Tablets erfreut, bringen die Taiwanesen nun noch ein weiteres Android-Tablet mit Tastatur auf den Markt: Das ASUS Eee Pad Slider. Während beim Transformer die Tastatur optional hinzugekauft werden kann, ist diese beim Slider fester Bestandteil des Gerätes. Wo die Vor- und Nachteile des Tablets liegen, klären wir in diesem Kurztest.

Im Zuge der IFA hat uns unser geschätzter Kollege Sascha von Netbooknews besucht und das Asus Eee Pad Slider für einen Kurztest zur Verfügung gestellt – dafür ist natürlich ein dickes Dankeschön fällig. Wir hatten euch ja umgehend ein Hands-On-Video mit den ersten Eindrücken präsentiert – an dieser Stelle verarbeiten wir diese und weitere Eindrücke, die wir in den knapp zwei Tagen sammeln konnten. Durch die Kürze des Testzeitraums konnten wir natürlich nicht alle Funktionen ausführlich testen – dadurch fehlen leider Punkte wie zum Beispiel Akkulaufzeit oder Benchmark-Tests. Für einen groben Eindruck reicht’s aber.


Das Innenleben der beiden Eee Pads Transformer und Slider ist nahezu identisch – beide verfügen über einen 1 GHz schnellen Tegra 2-Dual Core-Prozessor von Nvidia, 1 GB RAM sowie eine 1,2 MP-Front- und 5 MP-Rückkamera. Außerdem besitzen beide Tablets ein identisches, sehr gutes IPS-Display, das durchweg zu begeistern weiß. Die Unterschiede zwischen den beiden Geräten sind also eher äußerlicher Natur.

Im Vergleich zu anderen Tablets ist das Slider natürlich relativ dick und schwer, wobei uns die vom Hersteller angegebenen 960 Gramm wiederum etwas hochgegriffen wirkten -- zumindest kam uns das Tablet nicht so schwer vor. Die wirklich gute Tastatur und der Slide-Mechanismus entschädigen jedenfalls für das massige Äußere. Die Tasten der Tastatur sind zwar eher für kleine Hände geeignet, können aber durch einen sehr angenehmen Druckpunkt überzeugen.

Der Slide-Mechanismus macht einen sehr soliden Eindruck, so dass man keine Angst haben muss, dass dieser nach wenigen Benutzungen den Dienst verweigern könnte. Wenn das Tablet erst mal aufgeschoben ist, kann man das Display zwar nicht mehr im Winkel verstellen; das ist aber auch nicht nötig, weil Asus erstens ein sehr gutes Winkelverhältnis zwischen Display und ausgeklappter Tastatur gefunden hat, das für die meisten Situationen passen dürfte, und das Display zweitens einen relativ weiten vertikalen Blickwinkel erlaubt.


Bei der Software kommt, wie auch beim Transformer, eine flüssig laufende und nur geringfügig veränderte Honeycomb-Version zum Einsatz. Derzeit befindet sich noch Android 3.1 auf dem Slider, ein Update auf Android 3.2 ist aber angekündigt und bei der bisherigen Update-Politik von Asus dürfte dieses auch nicht lange auf sich warten lassen.

Fazit: Das Asus Eee Pad Slider macht einen durchweg guten Eindruck. Wer ein Honeycomb-Tablet mit Tastatur sucht, auf den Extra-Akku des Transformer Tastatur-Docks verzichten kann und sich nicht an Größe oder Gewicht stört, sollte sich das Slider ruhig näher ansehen.

Bewertung

  • Display: 4/5
  • Verarbeitung und Haptik: 4/5
  • Software: 4/5
  • Performance: 4/5
  • Mobilität: 3/5
  • Konnektivität: 4/5
  • Alltagstauglichkeit: 3/5
  • Extras: 4/5
  • Gesamt 3,75

Pro

  • IPS-Display
  • Gute Hardware-Tastatur
  • Robuster Slide-Mechanismus

Kontra

  • Hohes Gewicht
  • Dickes Gehäuse
  • Kleine Tasten

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