Display

Christof Wallner

Eines der Highlights des Venue 11 Pro ist das grandiose 10,8 Zoll IPS Display. Dieses bietet eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixel. Die Größe ist wie eingangs erwähnt etwas ungewöhnlich. Allerdings hat uns Microsoft mit dem Surface Tablet gezeigt, dass ein etwas größeres Display einen großen Unterschied machen kann. Das zeigte sich auch bei uns im Test, denn das 10,8 Zoll Display im Venue 11 Pro ist eine perfekte Mischung zwischen einem 10,1 Zoll und noch größeren 11,6 Zoll Display.

Display des Venue 11 Pro

Aber nicht nur die Größe oder gar die Auflösung konnte uns im Test überzeugen. Viel mehr überzeugt das Display durch seine hohe Helligkeit und satte Farbwiedergabe. Farben wirken sehr kräftig und die hohe Helligkeit kommt vor allem bei direkter Sonneneinstrahlung dem Venue 11 Pro zugute. Ebenfalls gefallen haben die hohen Betrachtungswinkel und die Genauigkeit des Touchscreens.

In Bezug auf die Auflösung mag es vielleicht schon etwas Besseres geben. Dass dies aber nicht notwendig ist, sondern teilweise unpraktisch, hat uns der Lenovo Yoga 2 pro Test gezeigt. Windows 8 bzw. viele Programme in der alten Desktop-Ansicht sind noch nicht auf solch hohe Auflösungen angepasst und Elemente können trotz Skalierung nur klein angezeigt werden. Beim Venue 11 Pro war es durch die passende Auflösung kein Problem und alle Programme, auch Adobe Photoshop oder Premiere Pro, konnten ohne Probleme bedient werden. Beim Surfen im Web oder beim Lesen von eBooks werden Zeichen trotzdem scharf dargestellt und FullHD Videos sehen ebenfalls sehr gut auf dem genialen Display aus.

Tipp: Um die volle Helligkeit zu erreichen muss man unter den Energie-Einstellungen die Automatische Helligkeit deaktivieren.

Performance

Dell Venue 11 Pro Gaming Check

Dieser Bereich des Testberichts dürfte ebenfalls für viele interessant sein, vor allem in Bezug auf die Version mit dem Intel Bay Trail Prozessor. Im Venue 11 Pro 5130 arbeitet der Intel ATOM Z3770 Quad Core Prozessor der mit 1,46 Ghz je Kern getaktet ist. Weiteres findet man 2GB Arbeitsspeicher und einen schnellen 64GB eMMC Speicher von dem ca. 39 GB dem Nutzer nach dem ersten Start zur Verfügung stehen.

Insgesamt läuft das System mit den neuesten Updates sehr flott. Es gibt keine Lags oder sonstige Verzögerungen. Selbst beim surfen im Internet mit mehreren geöffneten Tabs, sowie einer Wiedergabe eines Videos im Hintergrund sollte man keine Geschwindigkeitseinbußen merken. Full HD Videos können auch ohne Probleme auf dem genialen Full HD Display wiedergegeben werden.

Wir konnten auch einige Spiele wie z.B. FIFA 2014, Age of Empire 3, Asphalt 8 und Flash Games wie Farm Ville 2 auf dem Venue 11 Pro spielen. Dabei haben wir Fifa 2014 und Age of Empires in Full HD Auflösung und niedrigen Grafikeinstellungen ohne große Ruckler spielen können, wie ihr unter dem folgenden Video sehen könnt. Bei dem Spiel Asphalt 8 kam es allerdings teilweise zu Rucklern. Dies könnte allerdings durch ein Update verbessert werden.

(Link zum YouTube-Video)

In Sachen Benchmarks waren wir sehr auf die Ergebnisse des Intel Atom Z3770 Prozessor gespannt. Immerhin ist es eines der ersten Tablets mit diesem Prozessor, das wir testen dürfen. Die Ergebnisse waren allerdings überraschend. Wir gingen davon aus, das wir etwas höhere Werte im Vergleich zu anderen Windows-Tablets mit dem Intel Atom Z3740 Prozessor erhalten werden. Dem war allerdings nicht so, denn die Ergebnisse zeigten in den meisten Benchmarks nur sehr geringe Unterschiede. Grund dafür dürfte das hochauflösendere Full HD Display sein, dass nun eben einmal mehr Performance benötigt. Aber das letzte Wort sollte noch nicht gesprochen sein, denn bei dem HP Omni 10 gab es vor Kurzem ein Update, mit dem die gesamte Performance ordentlich angehoben wurde, wie man auch in den Benchmarkergebnissen sehen kann. Hier erwarten wir in den kommenden Wochen ein ähnliches Update für der Venue 11 Pro, welches die Performance ebenfalls ankurbeln dürfte. Aber man sollte nicht vergessen, dass das System auch jetzt schon flüssig auf dem Venue 11 Pro läuft. Hier findet ihr einen kurzen Vergleich der Benchmarks:

Dell Venue 11 Pro 5130 Asus Transformer Book T100 Microsoft Surface Pro 2 Sony Vaio Duo 13
PC Mark 7 2598 2360 4491 4454
3D Mark 06 1880 2117 6156 5282
SunSpider 339,3 423,5ms k.A. 138,8ms
Peacekeeper: 898 694 k.A 1112

Der integrierte eMMC Speicher ist im Vergleich zu früheren Generationen schon um einiges schneller geworden. Zwar bei Weitem nicht so schnell wie neuere SSDs, aber flott genug, um auch größere Programme oder Dateien schnell zu öffnen. Dabei haben wir im Test eine Lesegeschwindigkeit von 88,7 MB/s bzw. eine Schreibgeschwindigkeit von 28,74 MB/s gemessen. Verwendet man eine externe Speicherkarte, bei uns im Test die SanDisk Ultra, erhielten wir eine Lesegeschwindigkeit von 23,46MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von 22,66MB/s. Die Werte sind wesentlich niedriger als die Speicherkarte rein theoretisch kann. Ein Grund zur Besorgnis sollte dies allerdings nicht sein, denn die Werte liegen im Schnitt mit anderen Tablets.

Durch das lüfterlose Gehäuse des Venue 11 Pro 5130 entstehen keine Geräusche. Eine leichte Wärmeentwicklung beim Verwenden von leistungsintensiven Programmen ist dadurch allerdings nicht ausgeschlossen. Das Venue 11 Pro wird teilweise im Bereich der hinteren Kamera merkbar warm, allerdings nicht irgendwie störend heiß. Unsere Erfahrung zeigt, dass dies aber normal ist.

Akku

Spannend wird es bei der Akkulaufzeit. Geräte wie das Venue 8 Pro, Asus Transformer Book T100 haben uns schon gezeigt, dass kompakte Windows 8 Tablets mit integriertem Intel Bay Trail Prozessor sehr gute Laufzeiten erreichen können. Beim Venue 11 Pro ist dies nicht viel anders. Wir haben mehrere Tests durchlaufen und dabei immer sehr gute Werte erhalten. Bei unserem üblichen Akku-Test mit voller Display-Helligkeit, durchgehender Videowiedergabe und verbundenem Wlan erreichten wir einen Wert von ca. 10h. Ein sehr beachtlicher Wert vor allem in Hinblick auf das sehr helle FullHD IPS Display. Im normalen Gebrauch wird man diese Helligkeit allerdings selten gebrauchen, weshalb wir den gleichen Test mit automatischer Helligkeit laufen gelassen haben. Dabei erhielten wir einen Wert von 13:39h. Diese Werte wurden natürlich ohne den Akku im optionalen mobilen Keyboard-Dock gemessen, welches die Laufzeit nochmals um ca. 7h verlängert. Im normalen Mix-Gebrauch kamen wir auch immer problemlos über den Tag und somit sollte man unter anderem auch einen Uni-Alltag überstehen - ohne das Tablet aufladen zu müssen.

Der 32WH Akku wird über das originale 19 Watt Netzteil mit MicroUSB innerhalb von 3,5h voll geladen, sofern man das Tablet dabei nicht benutzt.

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