Nexus 9: Benchmark-Vergleich mit Samsung Galaxy Note 4, Nexus 7 (2013), Nexus 10 und OnePlus One

Lukas Funk 13

Seit das Nexus 9 in unserer Redaktion eingetroffen ist, haben wir es vor der Kamera ausgepackt und mit dem iPad Air verglichen. Der erste Eindruck war gut, doch wie schlägt sich NVIDIAs Tegra K1, einer der ersten High End-64 Bit-Chips in Android-Geräten, im Benchmark? Wir haben die Werte ermittelt und vergleichen sie mit der Konkurrenz.

Nexus 9: Benchmark-Vergleich mit Samsung Galaxy Note 4, Nexus 7 (2013), Nexus 10 und OnePlus One

Benchmarks sind ein beliebter Zankapfel in der Android-Community: Während die einen sie als relativ repräsentatives Vergleichsinstrument betrachten bemängeln andere, dass Benchmarks wenig über die tatsächliche Performance eines Gerätes im Alltag aussagen. Hinzu kommt, dass schon mehrere Unternehmen negative Presse machten, weil ihre Geräte im Benchmark geschummelt hatten.

Nexus 9 vs. Nexus 7 (2013) vs. Nexus 10

Nichtsdestotrotz wollten wir wissen, wie sich denn nun Googles neues Tablet-Flaggschiff schlägt. Zunächst im Vergleich mit seinen Vorgängern, dem Nexus 7 (2013, Test) mit Snapdragon S4 Pro Quad Core-Prozessor mit 1,5 GHz und 2 GB RAM und dem betagten Nexus 10 (Test) mit Samsungs Exynos 5250 mit Dual Core-Prozessor mit 1,7 GHz und 2 GB RAM. Bitte sehr:

Benchmark Nexus 9 Nexus 7 (2013) Nexus 10
Antutu 5.2 Total 57360 26461 24094
Antutu UX (Multitask/Runtime) 12125/4114 4302/2910 4667/1585
Antutu CPU Multi (integer/float) 3178/1978 2112/2523 1349/1554
Antutu CPU Single (integer/float) 2972/2866 1268/1543 1490/1790
Antutu RAM (Operation/Speed) 1474/5013 1336/829 839/2371
Antutu IO (Storage/Database) 2123/720 842/645 1370/645
CF-Bench 1.3 Overall 20039  21417 11237
CF-Bench Java 16785  16943 7581
CF-Bench Native 24920  28130 16722
GFXBench v3.0.16 T-Rex Offscreen 1080p 1934
Frames
31,2 fps
839 Frames
15 fps
-*
GFXBench Manhattan Offscreen 1080p 3326
Frames
59,4 fps
331 Frames
5,3 fps
203 Frames
3,3 fps
GFXBench T-Rex Onscreen 2561
Frames
45,7 fps
816 Frames
14,6 fps
481 Frames
8,6 fps
GFXBench Manhattan Onscreen 1387 Frames
22,4 fps
310 Frames
5 fps
109 Frames
1,8 fps

* Der Benchmark hat hier mit der Meldung „zu wenig Arbeitsspeicher“ abgebrochen.

Nexus 9 vs. OnePlus One vs. Samsung Galaxy Note 4

Da sowohl Nexus 7 (2013) als auch Nexus 10 hinsichtlich ihrer Spezifikationen nicht mehr auf dem neuesten Stand sind, haben wir das Nexus 9 zusätzlich gegen Smartphone-Modelle mit aktuellen Chipsätzen antreten lassen: das OnePlus One mit Qualcomms Snapdragon 801 Quad Core-SoC mit 2,5 GHz, 3 GB RAM und FullHD-Display sowie Samsungs Galaxy Note 4 mit dem derzeit schnellsten 2,7 GHz Qualcomm Quad Core-SoC Snapdragon 805, 3 GB RAM und WQHD-Bildschirm.

Der Vergleich von Smartphones und mit einem Tablet ist – auch ob der unterschiedlich hohen Display-Auflösungen – nicht absolut repräsentativ, Tendenzen werden aber dennoch deutlich:

Benchmark Nexus 9 OnePlus One Samsung Galaxy Note 4
Antutu 5.2 Total 57360 46752 45258
Antutu UX (Multitask/Runtime) 12125/4114 7692/2570 7208/1805
Antutu CPU Multi (integer/float) 3178/1978 3463/4273 3158/3893
Antutu CPU Single (integer/float) 2972/2866 2083/2520 1628/3893
Antutu RAM (Operation/Speed) 1474/5013 2195/1935 1987/1760
Antutu IO (Storage/Database) 2123/720 2217/670 2564/675
CF-Bench 1.3 Overall 20039 36130 44559
CF-Bench Java 16785 33546 44926
CF-Bench Native 24920 40008 44010
GFXBench v3.0.16 T-Rex Offscreen 1080p 1934
Frames
31,2 fps
1599 Frames
28,6 fps
1561 Frames
27,9 fps
GFXBench Manhattan Offscreen 1080p 3326
Frames
59,4 fps
764 Frames
12,3 fps
1149 Frames
18,5 fps
GFXBench T-Rex Onscreen 2561
Frames
45,7 fps
1622 Frames
29 fps
1483 Frames
26,5 fps
GFXBench Manhattan Onscreen 1387 Frames
22,4 fps
764 Frames
12,3 fps
684 Frames
11,0 fps

Wie erwartet, kann das Nexus 9 dank NVIDIAs Tegra K1 und seinen 192 Grafikkernen besonders im grafikintensiven GFXBench überzeugen und rendert dort sogar den Manhattan-Benchmark in fast flüssigen 22,4 fps – ein Novum. Im CPU-lastigen CF-Bench dagegen muss sich der K1 ebenso deutlich dem Qualcomm Snapdragon 805 geschlagen geben, dessen 4 Rechenkerne den 2 Denver-Kernen des K1 überlegen sind – ob die 64 Bit-Fähigkeit des K1 dieses Opfer Wert sind oder ob Google und HTC hier lieber auf die reguläre 32 Bit-Version mit 4 Kernen hätte setzen sollen muss sich noch zeigen. Etwas verwundert hat uns schon jetzt die lange Ladezeit, die der bereits erwähnte GFXBench Manhattan Onscreen vor dem Start brauchte. Hier zu sehen im Vergleichsvideo mit dem iPad Air (2013):

In unserem Testbericht werden wir ausführlich auf die Alltagsleistung eingehen und überprüfen, ob sich diese mit den Benchmark-Ergebnissen deckt. Die ermittelten Werte stimmen uns aber vorsichtig zuversichtlich.



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