Huawei MediaPad 7 Lite: Single Core-7-Zoller im Hands-On [IFA 2012]

Amir Tamannai 9

So gut uns das MediaPad 10 FHD von Huawei im Hands-On auf der IFA gefallen hat, so ratlos macht uns das MediaPad 7 Lite: In Zeiten des Nexus 7 muss man sich als Hersteller schon etwas Besonderes einfallen lassen, um in der 7 Zoll-Kategorie punkten zu können – oder sein Produkt extrem günstig auf den Markt werfen. Huawei macht leider nichts davon und so prophezeien wir dem MediPad 7 Lite dann nicht einmal schlechte Zukunftsaussichten, sondern schlichtweg gar keine Aussichten.

Huawei MediaPad 7 Lite: Single Core-7-Zoller im Hands-On [IFA 2012]

Inzwischen sollte es sich bis nach China herumgesprochen haben: Google hat mit dem Nexus 7 ein Tegra 3-Tablet im 7 Zoll-Formfaktor mit HD-Display für 199 Euro respektive 249 Euro auf den Weltmarkt gebracht. Macht es da als Dritthersteller überhaupt noch Sinn, in die gleiche Bresche zu schlagen? Möglicherweise – aber wohl nicht so, wie Huawei das mit dem MediaPad 7 Lite versucht: Zwar IPS-Display, aber mit 1024 x 600 Pixeln eine Auflösung, die nicht einmal das erste Galaxy Tab von 2010 erröten lässt; dazu ein mit sage und schreibe 1,2 GHz getakteter Single Core-Prozessor sowie 1 GB RAM. Und Ice Cream Sandwich mag zwar noch modern sein, allerdings auch nicht so aktuell wie das Jelly Bean im Nexus 7.

Nicht einmal in Sachen Gewicht gelingt dem Media Pad 7 Lite ein wirklicher Stich gegen das Nexus 7: Mit 380 Gramm wiegt es immerhin 40 Gramm mehr als das Google-Pendant – dafür verfügt das Huawei-Gerät dann aber auch über eine Rückseite aus Aluminium. Und wer gesteigerten Wert auf die mobile Konnektivität legt, der dürfte sich über das 3G-Modul im Media Pad 7 Lite freuen; das hat es dann auch dem Nexus 7 voraus – zumindest eine kleine Weile noch. Und wir wollen bei aller Kritik auch nicht vergessen, dass das MediaPad die Erweiterung des 8 GB großen internen Speichers via MicroSD-Karte erlaubt; etwas, auf das alle Nexus 7-Besitzer und wohl auch die Besitzer zukünftiger Nexus-Devices werden verzichten müssen.

Dennoch, die Technik im Media Pad 7 Lite ist wenig atemberaubend – und bei einem UVP von immerhin 229 Euro gliedert sich das Tablet genau zwischen der 8 GB- und der 16 GB-Version des Nexus 7 ein. Für uns hat die Huawei-Flunder damit wenig Chancen, ein Verkaufserfolg zu werden, schließlich bekommt man für ein bisschen mehr oder ein bisschen weniger Geld ein Tablet direkt von Google – mit deutlich besserem SoC, einem höher auflösenden Display und der Garantie auf schnelle Software-Updates.

Oder wie seht ihr das – hat das Huawei MediaPad 7 Lite etwa Qualitäten, die wir schlicht nicht sehen? Oder stimmt ihr uns darin zu, dass der 7 Zoller eigentlich keine Zukunft hat? Eure Statements in die Kommentare.

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