iPad Air, Haswell-MacBooks und kostenloses Mavericks: Das Apple-Event in der Zusammenfassung

Thomas Konrad

Das iPad Air, ein iPad mini mit Retina Display neue, dünnere MacBook Pro-Geräte sind nur einige Highlights der heutigen Keynote. Auf neue iWork- und iLife-Software können sich Anwender ebenso freuen wie auf das kostenlose Update auf OS X Mavericks. Wir fassen zusammen.

22. Oktober 2013 - Das Apple-Event in der Zusammenfassung

Große Erwartungen hatten Apple-Beobachter an das heutige Event. Für 2013 hatte CEO Tim Cook ein Produktfeuerwerk versprochen und bisher, in den Augen vieler, noch nicht geliefert. Nach der Vorstellung des iPhone 5s und der neuen iPhone 5c-Linie Anfang September, widmete Apple sich heute seinen übrigen Produktlinien.

Nach einem kurzen Video über Apples Designphilosophie betrat CEO Tim Cook die Bühne in San Francisco. Mit positiven Presse-Zitaten über Apples neues iPhone 5c und 5s öffnete er die Keynote. Mit neun Millionen verkauften Geräten am ersten Wochenende sei es der bisher größte iPhone-Verkaufsstart gewesen. In den ersten fünf Tagen seien 200 Millionen Nutzer auf iOS 7 umgestiegen, ganze 64 Prozent aller Anwender nutzen jetzt bereits Apples neuestes System. Weitere Zahlen: 60 Milliarden App-Downloads brachten den Entwicklern über 13 Milliarden US-Dollar, derzeit befänden sich über eine Million Applikationen im App Store.

 OS X Mavericks bald kostenlos im Mac App Store

Apple, so Tim Cook, investiere weiterhin in den Mac. Bereits auf der WWDC im Sommer hat Apple den Anwendern einen Ausblick auf das neue Mac-Betriebssystem OS X Mavericks gegeben. Craig Federighi legte den Fokus grundsätzliche Systemfunktionen, versprach den Besitzern eines 13-Zoll MacBook Airs beispielsweise, dass sie mit Mavericks bis zu eine Stunde länger im Web surfen können. Komprimierter RAM-Speicher, um mehr Platz im Arbeitsspeicher zu schaffen sowie eine OpenCL-Lösung für integrierte Grafikeinheiten sollen Macs künftig effizienter machen. Für die größte Überraschung sorgten dann aber Preis und Verfügbarkeit: Mavericks ist kostenlos und heute bereits verfügbar!

Weitere Informationen zu OS X Mavericks auf GIGA.de

Updates für Apples MacBook Pro: Dünner und billiger

Phil Schiller stellte der Öffentlichkeit ein neues 13-Zoll MacBook Pro vor. Es ist etwa 1,8 Zentimeter dick und damit etwas dünner als sein Vorgänger und mit Intels neuen Haswell-Chips ausgestattet. Intels Iris-Grafikeinheit verspricht eine um 90 Prozent verbesserte Grafik-Leistung.

Der neue bis zu dreimal schnellere 802.11ac WLAN-Standard kommt im neuen MacBook Pro ebenso zum Einsatz wie Thunderbolt 2 und ein 60 Prozent schnellerer Flash-Speicher. 1299 US-Dollar kostet das Basismodell mit 2,4 GHz Dual Core i5-Chip und 4 Gigabyte RAM. Bislang gab es das kleinste Modell für 1499 Dollar. Das Gerät ist ab heute verfügbar.

Im 15 Zoll MacBook Pro kommen Intels Crystalwell-Chips und die Iris Pro-Grafik zum Einsatz. Ab 1999 US-Dollar ist es ebenfalls ab sofort verfügbar.

Apples neuer Mac Pro: Arbeitstier im Kleinformat

Rund 3000 US Dollar kostet Apples neuer Flaggschiff-Mac im komplett neuen Design. Angekündigt hatte ihn der Hersteller den neuen Mac Pro bereits im Sommer, ab Dezember kann man ihn dann auch kaufen. Herz des Rechners sind Intels Xeon e5-Chips mit entweder vier, acht oder zwölf Kernen. Mit bis zu einem Terabyte Flash-Speicher lässt sich der Mac Pro ausstatten.

Vier USB 3.0 und sechs Thunderbolt 2-Ports befinden sich auf der Gehäuserückseite, ebenso wie ein HDMI 1.4 Port. Extrem leise soll der neue Mac Pro sein und bis zu 70 Prozent weniger Energie verbrauchen. Bauen lässt Apple ihn in den USA.

Neues iLife und iWork für Mavericks und iOS

iMovie, iPhoto und Garageband hat Apple am heutigen Abend ebenfalls in einer neuen Version vorgestellt. Die drei Desktop-Apps werkeln nun als 64-Bit Programme und sind an Apples iCloud angebunden. Alle Programme sind in einer neuen Version auch für Apples iOS-Plattform verfügbar. Die Benutzeroberfläche hat Apple aufgeräumt und mehr an den neuen iOS 7-Look angepasst. Wer einen neuen Mac oder ein iOS-Gerät kauft, erhält alle drei Programme kostenlos.

Gleiches gilt für Apples Produktiv-Suite iWork: Numbers, Pages und Keynote laufen auf dem Mac nun als 64-Bit-Programme. Für iOS gibt es sie ebenfalls in neuem Gewand. Auf dem Desktop ersetzt eine neue Seitenleiste das Infomationen-Fenster. Dokumente sollen sich so intuitiver und leichter bearbeiten lassen.

Das iPad Air: Der bislang größte Schritt in Sachen Tablett

Dünner, leichter und schöner sei es, sagte Phil Schiller. iPad Air ist der Name des neuen Geräts. 20 Prozent dünner als sein Vorgänger ist, es wiegt dabei genau ein Pfund. Der Vorgänger brachte 1,4 Pfund auf die Waage. A7- und M7-Chip arbeiten im iPad Air, beide kommen bereits im iPhone 5s zum Einsatz.

Acht mal schneller als die erste iPad-Generation soll das neue Tablet sein. In puncto Grafik sogar 72 mal schneller. Auf der Rückseite befindet sich eine 5 Megapixel iSight-Kamera, Anwender können Videos in 1080p-Qualität drehen. Zwei Mikrofone sorgen für guten Klang. Die FaceTime-Kamera auf der Vorderseite hat Apple ebenfalls verbessert: größere Pixel sollen für ein besseres Bild sorgen.

Ab 499 US-Dollar ist das iPad Air mit 16 Gigabyte Speicherkapazität erhältlich. Am 1. November kommt es in die Läden. Apple bietet das Tablet in den Farbkombinationen silber/weiß und schwarz/grau an.

iPad mini mit Retina-Display

Die größte Neuerung beim neuen iPad mini ist das Retina-Display: Auf dem 7,9 Zoll-Bildschirm verteilt Apple 2048 mal 1536 Pixel. Apples A7-Chip kommt auch hier zum Einsatz, ebenso wie die fünf Megapixel-Kamera, die auch im iPad Air verbaut ist. Bis zu viermal schneller soll das Gerät sein. Ab 399 US-Dollar soll das Gerät Ende November verfügbar sein. Das erste iPad mini behält Apple im Programm, reduziert dessen Preis auf 299 Dollar.

Mit einem Dank an seine Mitarbeiter und einem Werbespot für das iPad Air beendete Tim Cook die Keynote. Dieser betont insbesondere die geringen Ausmaße des neuen iPad Air, das sich darin in verschiedenen Szenen hinter einem Bleistift versteckt.

Bilder: engadget.com

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung