US-Schulbezirk stoppt iPad-Programm und setzt auf Konkurrenzprodukte

Julien Bremer 24

Der Schulbezirk von Los Angeles wird zukünftig keine iPads mehr für seine Schüler zur Verfügung stellen. Nach nicht mal einem Jahr wurde das Programm gestoppt. Zukünftig sollen Windows-Laptops- und Tablets verschiedener Anbieter in den Klassenräumen zu finden sein.

US-Schulbezirk stoppt iPad-Programm und setzt auf Konkurrenzprodukte

Im Juli 2013 hat Apple einen Deal mit dem Schulbezirk von Los Angeles verkündet. Demnach sollten bis dieses Jahres alle 640.000 Schüler des Bezirks mit einem iPad ausgestattet sein. Der Bezirk galt damit als Vorreiter, was den Einsatz von technischen Geräten in den Schulen betraf. Der Umfang des Deals betrug insgesamt 500 Millionen US-Dollar.

Doch nun hat der Bezirk das Programm gestoppt. Im vergangenem Jahr sorgten Schüler im Bezirk für Schlagzeilen, indem sie die im iPad voreingestellten Web-Filter umgehen konnten. Damit war es ihnen möglich, frei im Internet zu surfen. Als Konsequenz darauf entschied sich der Schulbezirk von LA nun dazu, zukünftig keine Experimente mehr mit Apples Tablets zu machen.

Auch abgesehen von diesem Vorfall waren die ersten Erfahrungen mit den iPads in den Schulen nicht zufriedenstellend. Die Displays seien für die Schüler zu klein. Außerdem haben diese Probleme mit der Tastatureingabe über das Multitouch-Display.

Anstelle der iPads soll zukünftig mit Windows-Notebooks und weiteren Tablets (unter anderem auch das Microsoft Surface) experimentiert werden. Es bleibt abzuwarten, ob die Erfahrungen mit diesen Geräten positiver ausfallen. Für den Bezirk hat dieser Richtungswechsel einen schönen Nebenaspekt: Die Kosten für das Programm sollen lediglich 40 Millionen US-Dollar betragen.

via LA Times
Bild via shutterstock

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