iPad Pro, iPad Air, iPad mini 5 und ältere Modelle: Kosten für Reparatur bei Display-Bruch und anderen Defekten

Stefan Bubeck 5

Ob Display-Schaden oder ein Hardware-Defekt: Wer iPad-Serviceleistungen in Anspruch nehmen muss, kann mit hohen Kosten rechnen. Hier ist unser Überblick an Reparaturkosten bei Apple, inklusive älteren Modellen wie dem iPad (Air) 2 oder oder dem iPad mini 4. Neu dabei sind iPad 10,2 (2019), iPad mini 5 und iPad Air (2019).

iPad Pro 2018: Bis zu 700 Euro Reparaturkosten

Das iPad Pro (2018) ist das derzeit fortschrittlichste Apple-Tablet, das mit einem Liquid-Retina-Display und Face ID punktet. Diese technischen Neuerungen führen aber offenbar auch zu höheren Kosten bei der Reparatur. Apple verlangt für Serviceleistungen außerhalb der Garantie beim 11-Zoll-Modell des iPad Pro (2018) stattliche 540,90 Euro, beim 12,9-Zoll-Modell sind es 710,90 Euro. Das iPad Mini 5 (2019) wird von Apple wie seine Vorgänger eingestuft. (Liste aktualisiert, Stand: 26.09.2019)

Apple-Reparaturkosten iPad: Übersicht aller Modelle

Das iPad Pro (2018) stellt einen neuen Rekord auf, wenn man ältere iPad-Modelle zum Vergleich heranzieht:

iPad Modell Apple-Gebühr für Serviceleistungen außerhalb der Garantie Selbstbeteiligung bei AppleCare+
iPad Pro 12.9 Zoll (3. Generation, 2018)*  710,90 Euro  49 Euro
iPad Pro 11 Zoll (2018)*  540,90 Euro   49 Euro
iPad Pro 12,9″ (1. Gen., 2015)
iPad Pro 12,9″ (2. Gen., 2017)
 660,90 Euro   49 Euro
iPad Pro 10,5 Zoll (2017)  490,90 Euro   49 Euro
iPad Pro 9,7 Zoll (2015)
iPad Air 3 (2019)
 420,90 Euro   49 Euro
iPad (4. Gen, 2012.)
iPad Air 2 (2014)
 330,90 Euro   49 Euro
iPad 2 (2011),
iPad Air (2013),
iPad (5. Gen., 2017),
iPad (6. Gen., 2018),
iPad 10,2 Zoll (7. Generation, 2019)
 280,90 Euro   49 Euro
iPad mini 3 (2014),
iPad mini 4 (2015)
iPad mini 5 (2019)
 330,90 Euro   49 Euro
iPad mini (2012)
iPad mini 2 (2013)
 220,90 Euro   49 Euro

Immerhin: Bei den „Serviceleistungen außerhalb der Garantie“ ist der Versand inklusive (wird von Apple mit 11,90 Euro angesetzt). Reparaturen können laut Apple bis zu 5 Geschäftstage dauern, bei gravierten iPads bis zu 10 Geschäftstage.
Wie klar zu sehen ist, kann sich der Abschluss der Zusatzversicherung „AppleCare+“ im Falle eines zerstörten Displays oder defekten Mainboards bei einem iPad schnell lohnen. Gerade bei den neueren und hochpreisigen Modellen (LTE, größere Speicherausstattungen) ist der Unterschied enorm.

iPad-Akkutausch und Apple Pencil Reparatur

Für einen neuen Akku („Batterieserviceleistung“) werden bei allen iPad-Modellen außerhalb der Garantie 99 Euro fällig. Mit Garantie oder AppleCare+ ist der Service kostenlos, falls ein Defekt vorliegt. Normaler Verschleiß wird nicht normalerweise abgedeckt, aber sollte der Akku weniger als 80 % der ursprünglichen Kapazität aufweisen, kann man mit AppleCare+ für iPad dennoch einen kostenlosen Austausch in Anspruch nehmen.

Die „Batterieserviceleistung“ beim Apple Pencil kostet 35 Euro. Richtig teuer wird’s dann bei Defekt außerhalb der Garantie, denn dann verlangt Apple 85 Euro für den Apple Pencil der ersten Generation und 115 Euro für den Apple Pencil der zweiten Generation. Die „Gebühr für AppleCare+-Problemfall“ ist da mit 29 Euro schon eher im Rahmen des Erträglichen. Die hohen Kosten lassen sich womöglich damit erklären, dass der Apple Pencil praktisch unreparierbar ist, wie iFixit beim Auseinandernehmen festgestellt hat.

iPad-Reparatur: Wann muss man zahlen und was soll man tun?

Das iPad-Glas ist kaputt, es sind Kratzer im Display oder der Tablet-Bildschirm bleibt schwarz, wenn der man den Powerbutton betätigt. Vielleicht ist das Gerät heruntergefallen, möglicherweise ist es ein Wasserschaden, eventuell handelt es sich auch einfach um Verschleiß. Muss man den Fachhändler erst gar nicht aufsuchen und kann sich auf einen Garantiefall berufen?

Wenn die Beschädigung des iPad von der Apple-Garantie oder Verbraucherschutzgesetzen abgedeckt ist, wird keine Gebühr fällig. Aber: Ist das iPad älter als ein Jahr, handelt es sich um einen Unfallschaden oder sind die Probleme durch nicht autorisierte Modifikationen verursacht worden, so tritt bei Apple die obige Preisliste in Kraft.

  • Beispiel 1: Ein 2015 gekauftes iPad Air 2 geht plötzlich nicht mehr an, weil ein Hardware-Defekt vorliegt. Apple würde für die Reparatur (ohne AppleCare+) dann Kosten in Höhe von 330,90 Euro veranschlagen.
  • Beispiel 2: Ein 2018 gekauftes iPad Pro (11 Zoll, 2018) fällt auf den Boden, das Display zerbricht. Apple würde für die Reparatur (ohne AppleCare+) dann Kosten in Höhe von 540,90 Euro veranschlagen.
  • Beispiel 3: Ein 2019 gekauftes iPad (7. Gen.) geht plötzlich nicht mehr an, weil ein Hardware-Defekt vorliegt. Sollte der Kauf nicht länger als 12 Monate her sein, so handelt es sich wahrscheinlich um einen Garantiefall.

iPad-Display selber reparieren: Kosten unter 50 Euro möglich

Am günstigsten ist es natürlich, wenn man selbst Hand anlegt und das iPad auf eigene Faust repariert. Hierbei solltet man aber zumindest ein wenig mit Elektronik auskennen. Für das iPad benötigt man die passenden Ersatzteile. Der Preis hängt in diesem Fall davon ab, welches iPad-Modell man besitzt und welches Bauteil benötigt wird. Ein Display-Glas und Digitizer (Toucheinheit) für ein iPad 2 kann man für .

Bei schwerwiegenderen Defekten, z.B. Wasserschäden an elektronischen Bauteilen, wird es natürlich teurer – außerdem sollte man sich in so einem Fall natürlich wirklich fragen, ob man sich die Reparatur tatsächlich zutraut. Hier noch einige Tipps und Hinweise zur iPad-Reparatur:

  • Auf YouTube findet man unter den Stichworten „iPad Display wechseln“, „iPad Screen Repair“ oder „iPad disassembly“ z.B. zahlreiche Anleitungen und Tutorials, in denen das Auseinandernehmen recht einfach aussieht.
  • In Wirklichkeit ist die Umsetzung meist etwas komplizierter, vor allem wenn man so etwas noch nie gemacht hat.
  • Fachleute raten meist von einer Eigenreparatur des iPad ab, wenn man sich nicht sehr gut mit der Materie auskennt.
  • Ein weiterer Grund die iPad-Display-Reparatur einer von Apple autorisierten Fachwerkstatt zu überlassen: Bei einem vom Nutzer selbst durchgeführten Eingriff erlischt die Garantie. Falls danach irgendwelche Probleme auftreten, übernimmt Apple keine Haftung mehr.

Quelle: Apple

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