Faltbares iPhone und iPad nicht mehr unmöglich: Touchscreen-Prototyp vorgestellt

Sven Kaulfuss 7

Eine faszinierende Idee: Ein iPad lässt sich auf die Größe eines iPhones zusammenfalten. Was heute wie pure Science-Fiction klingt, könnte schon bald Realität werden, denn der Prototyp eines solchen, flexiblen Touchscreens wurde jüngst in Japan präsentiert.

Faltbares iPhone und iPad nicht mehr unmöglich: Touchscreen-Prototyp vorgestellt
Bildquelle: Nikkei Technology.

Die Krux der heutigen Gerätschaften: Ein Tablet bietet zwar eine ausreichend große Displayfläche, lässt sich jedoch nicht wirklich in der Hosen- oder Jackentasche transportieren. Ein normales Smartphone hingegen zeigt sich kompakt, bietet allerdings eine geringere Anzeigefläche. Die Industrie beglückt uns deshalb mit „Zwischenlösungen“ – sogenannte Phablets. Smartphones mit Displaygrößen jenseits der 5,5 Zoll. Auch Apple spielt neuerdings mit und verkauft mit dem iPhone 6 Plus einen weiteren Vertreter dieser Klasse. Freilich sind auch diese XL-Smartphones nur bedingt tauglich für die Hosentasche.

Die Lösung: Ein Gerät mit einem faltbaren Display. Je nach Gelegenheit nutzen wir einen solchen „Zwitter“ entweder als Smartphone oder als Tablet. Gibt’s nicht? Noch nicht.

SEL zeigt funktionierenden, zweifach faltenbaren Touchscreen

Auf einer Fachkonferenz im Land der aufgehenden Sonne präsentiert die japanische Firma SEL aktuell einen Prototypen eines faltbaren und kapazitiven Touchscreens. In voller Größe bietet er eine Bildschirmdiagonale von 8,7 Zoll und eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel. Dies entspricht einer Pixeldichte von 254 ppi. Das Besondere: Er lässt sich zweifach falten. Die „Faltstücke“ liegen dann folgerichtig übereinander. Bis zu 100.000 Mal soll diese Prozedur gelingen. Bisherige flexible Displays dieser Art von SEL konnten nur einfach „geknickt“ werden und verzichteten auf einen kapazitiven Touchsensor. Mit dem neuen Modell gelingt den Machern demzufolge ein echter Fortschritt.

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iPhone 6 Plus mit unfreiwillig „faltbaren Display“: „Bendgate“ sorgte in den letzten Wochen für mächtig Trubel, das Netz sorgte für den Spott – zu sehen in unserer Bilderstrecke. Am Ende war der Skandal dann doch eher substanzlos.

Zugegeben: Bis daraus ein echtes, kaufbares Produkt entsteht, dürften noch einige Jahre ins Land gehen. Dennoch zeigt ein solches faltbares OLED schon heute eine mögliche und begrüßenswerte Entwicklung unserer derzeitigen Smartphones und Tablets auf.

Quelle: Nikkei Technology via Golem.

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