Neue iPads, zwei neue Macs und Yosemite: Das heutige Special Event dürfte Apples letzte Chance gewesen sein, das beste Produkt-Aufgebot der letzten 25 Jahre zu komplettieren. Ob das Unternehmen sein Versprechen eingelöst hat, zeigen wir in der Zusammenfassung. 

Viel zu lange ist es her…

Vor rund fünf Wochen präsentierte Tim Cook die Apple Watch, nannte sie Apples „nächstes Kapitel“. Für das heutige Special Event haben sich Tim Cook und sein Team einen kleineren Rahmen ausgesucht. Direkt auf dem Apple Campus ging es um kurz nach 10 Uhr Ortszeit los.

Ein Video über den iPhone-6-Verkaufsstart machte den Anfang: Klatschen, ein Countdown, Freude auf den Gesichtern der Kunden und Retail-Angestellten. Freude wie sie auch auch CEO Tim Cook um kurz nach 19 Uhr ins Gesicht geschrieben stand. „Es war ein unglaubliches Jahr“, sagte der CEO.

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iPhone X: Röntgenblick für den Startbildschirm zum Download

Apple Pay und Apple Watch

Am Montag soll es soweit sein: Kunden in den USA können ab dem 20. Oktober in Ladengeschäften und Online mithilfe ihres iPhones bezahlen. 500 weitere Banken habe man innerhalb der letzten vier Wochen für Apple Pay gewonnen. Zahlreiche Online-Stores und Ladengeschäfte seien ebenfalls hinzugekommen. Auch auf die Apple Watch kam Tim Cook zu sprechen: Gutes Feedback habe es für die Armbanduhr aus der Technik-Industrie gegeben. Fitness-Kunden seien ebenso begeistert wie die Mode-Industrie. Stolz zeigt Cook das Cover der chinesischen Vogue - wir berichteten.

iOS 8.1

„Verbesserungen“ sind das große Stichwort für iOS 8.1. Zurück ist der alte Bilder-Ordner. iPhone 6 und iPhone 6 Plus sind mit iOS 8.1 bereit für Apple Pay. Außerdem startet Apple mit iOS 8.1 die iCloud Foto-Library: Alle Bilder auf allen Geräten ist hier das Motto.  iOS 8.1 erscheint am kommenden Montag.

OS X 10.10 Yosemite: Jetzt verfügbar

Schnell führt Federighi durch die neuen Funktionen in OS X 10.10 Yosemite: Ein neuer Look, ein neuer Safari-Browser, iCloud Drive, neue und überarbeitete Applikationen für Mail und Nachrichten -  iTunes und iWork habe man ebenfalls fit für Yosemite gemacht. Die Programme übernehmen den schlichten Look des Systems. Keynote bekommt neue Texteffekte spendiert. Überarbeitete iWork-Versionen für OS X und iOS gibt es kostenlos. Sie sollen noch heute verfügbar sein.

Continuity nennt Apple eine Reihe von Funktionen, die das Zusammenarbeiten von OS X und iOS erleichtern soll. Federighi demonstriert Handoff mithilfe einer Präsentation über Geheimhaltung bei Apple, kassiert dafür zahlreiche Lacher. Auch der Latenight-Talker Stephen Colbert bekam seinen Auftritt dank Continuity: Federighi rief ihn vom iMac aus an.

OS X 10.10 Yosemite ist kostenlos und sollte auch hierzulande in wenigen Stunden verfügbar sein. 

iPad Air 2 und iPad mini 3

225 Millionen iPads habe man inzwischen verkauft. Innerhalb des letzten Jahres habe man mit 70 Millionen verkauften iPads alle PC-Hersteller übertrumpft. „Wie kann man das beste Tablet der Welt besser machen?“, fragte Tim Cook. Die Antwort: Man macht es schlichtweg dünner.

6,1 Millimeter tief ist das neue iPad Air, ist damit 18 Prozent dünner als sein Vorgänger.  Zwei davon sind sogar dünner als das erste iPad. Möglich macht das auch ein neues Display, das zwischen Glas und LCD keine Luft mehr einschließt. 56 Prozent weniger Reflexionen seien das Ergebnis einer neuen Beschichtung - eine industrieweite Premiere. Im Inneren arbeitet neben einem A8X-Chip auch ein M8-Chip. 10 Stunden Akkulaufzeit verspricht Phil Schiller. 8 Megapixel hat die neue Kamera im iPad Air, steht dem iPhone damit in Nichts nach. Zeitraffer- und Zeitlupenaufnahmen sowie ein Burst-Modus sind nun ebenfalls auf dem Tablet verfügbar. Verbessert wurde auch die FaceTime-Kamera auf der Vorderseite des Geräts. Touch ID darf natürlich nicht fehlen: Laut Phil Schiller war das die am häufigsten geforderte Neuerung.

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Ab 489 Euro bekommt man ein iPad Air 2 mit 16 GB hierzulande. Eine 32-Gigabyte-Version fehlt - wie beim iPhone 6. Vorbestellen kann man ab morgen, dem 17. Oktober. Ein neues iPad mini hat Apple auch im Programm: Touch ID, ein besseres Retina-Display und neue Kameras sind auch hier an Bord. Mit 389 Euro ist man dabei.

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Apple liefert die Geräte bereits nächste Woche aus.

iMac mit Retina 5K Display und Mac mini

iMac-Front

Noch nie habe es ein Desktop-Display wie das des neuen iMacs gegeben: Es hat siebenmal mehr Pixel als ein HD-Fernseher, 67 Prozent mehr Bildpunkte als 4K.

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All das passt in ein Fünf-Millimeter-Gehäuse - zumindest am Rand. 30 Prozent weniger verbraucht der neuartige Bildschirm - trotz der vierfachen Menge an Pixeln.

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Im Inneren arbeitet mindestens ein 3,5-GHz-Vierkern-i5-Prozessor. Thunderbolt 2 und ein Ein-Terabyte-Fusiondrive sind Standard.

2.599 Euro müssen Kunden für den neuen iMac hinblättern. Laut Phil Schiller ein sehr guter Deal: Manches 4K-Display koste schließlich mehr.

macmini

Einen neuen Mac mini gibt es ebenfalls: Schnelleres WLAN, zwei Thunderbolt 2-, vier USB 3-Anschlüsse und mehr gibt es nun ab 519 Euro.

Mac-mini-Preise

Beide Macs sind bereits heute verfügbar. 

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