Retina-iPad mini: Tester bemängeln niedrige Farb-Bandbreite des Displays

Florian Matthey 1

Hat das Retina-iPad mini ein Display-Problem? Mehrere Tester bemängeln, dass die Farbskala des Bildschirms deutlich hinter der von Konkurrenzprodukten zurückbleibt. Offenbar hat Apple hier zu sehr bei den Komponenten gespart.

Retina-iPad mini: Tester bemängeln niedrige Farb-Bandbreite des Displays

Mac Rumors verweist auf zwei ausführliche Tests, die sich eingehend mit dem Display des iPad mini mit Retina Display befassen. AnandTech verweist darauf, dass das Display des neuen iPad mini nicht den gesamten sRGB-Farbraum darstellen kann. Das sei zwar auch beim ersten iPad mini so gewesen - andere Geräte wie das Nexus 7 oder das Kindle Fire HDX 8.9 könnten jedoch die gesamte Skala anzeigen.

DisplayMate hat das Display des Retina-iPad mini direkt mit denen des Amazon Kindle Fire HDX7 und des neuen Google Nexus 7 verglichen. Das iPad mini liege weit abgeschlagen auf dem dritten Platz - vor allem aufgrund der schwachen Farb-Bandbreite.

DisplayMate glaubt, die Ursache des Problems zu kennen: Statt wie die Konkurrenz auf Niedrig-Temperatur-Poly-Silicon-LCDs zu setzen, habe sich Apple weiterhin für IGZO-Displays entschieden - die zwar günstiger seien, aber eben auch eine kleinere Farb-Bandbreite mit sich bringen. Neben niedrigerer Qualität habe sich Apple damit zusätzlich Produktionsschwierigkeiten eingebrockt; die IGZO-Displays gelten als verantwortlich für die anfänglichen Lieferengpässe des neuen iPad mini.

Bereits vor einigen Tagen machte die Meldung die Runde, dass bei einigen Exemplaren des Retina-iPad mini das Problem besteht, dass sich dargestellte Objekte im Display vorübergehend „einbrennen“ können. Es sieht so aus, als habe Apple hier tatsächlich an der falschen Stelle gespart. Es stellt sich allerdings die Frage, ob dieses Problem den durchschnittlichen iPad-mini-Benutzer wirklich stören wird.

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