iPad Pro: Apple A9X lässt MacBooks hinter sich

Florian Matthey 13

Seit gestern ist die Vorbestellung des iPad Pro offiziell möglich; einige Tester haben das Gerät bereits vorab erhalten. Erste Benchmarks zeigen, das es der Apple A9X tatsächlich mit Notebooks aufnehmen kann – und zwar nicht nur mit dem 12-Zoll-MacBook.

iPad Pro: Apple A9X lässt MacBooks hinter sich

Schon der Apple A9 im iPhone 6s ist so leistungsfähig, dass er in manchen Tests das MacBook schlägt – das mit einem Core-M-Chip aber auch das schwächste unter Apples Notebooks ist.

Der Apple A9X im iPad Pro ist jedoch noch einmal deutlich leistungsfähiger, wie erste Benchmarks zeigen. Ars Technica hat über Geekbench herausgefunden, dass der Chip im iPad Pro mit einer Taktfrequenz in Höhe von 2,25 Gigahertz arbeitet. Das sind noch einmal rund 300 Megahertz mehr als im iPhone 6s.

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Im Multi-Core-CPU-Test von Geekbench erreicht das iPad Pro einen Gesamtwert in Höhe von 5498 Punkten – und liegt damit weit vor dem Core-M-Chip im MacBook, der es nur auf 4615 Punkte schafft. Aber auch der Core-i5-Chip im 2015er-MacBook Air ist mit 5772 Punkten kaum stärker als der Apple A9X. Beim Core i5 im aktuellen 13-Zoll-MacBook Pro mit Retina Display ist der Unterschied mit 7049 Punkten aber noch recht deutlich. Ein 2013er-MacBook Air lässt das iPad Pro aber beispielsweise deutlich hinter sich.

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Beim Vergleich zum bisher leistungsstärksten iPad, dem iPad Air 2, ist bemerkenswert, dass das iPad Pro im Multi-Core-Test einen höheren Wert erreicht als sein kleiner Bruder, der es auf 4542 Punkte schafft – obwohl der Apple A8X im iPad Air 2 mit drei Prozessorkernen arbeitet, der Apple A9X aber nur mit zwei. Dementsprechend ist der Unterschied vor allem im Single-Core-Test dramatisch: Hier erreicht das iPad Pro 3233 Punkte, das iPad Air 2 nur 1831.

Bemerkenswert ist auch, dass die Leistungsfähigkeit des Apple A9X konstant hoch ist – das System drosselt die Taktfrequenz in Leistungs-Tests nur minimal, obwohl sich im Gerät kein Lüfter befindet. Anders ist dies beim Apple A9 im iPhone 6s – wo Apple wahrscheinlich auch die Batterielaufzeit stärker im Auge behält.

Wirklich beeindruckend ist schließlich die GPU-Leistung: Der im Apple A9X integrierte Grafikchip erreicht im Offscreen-Test T-Rex HD von GFXBench GL 163,4 Frames pro Sekunde – deutlich mehr als die 71,6 Frames des iPad Air 2 und auch deutlich mehr als das aktuelle MacBook, das aktuelle MacBook Air und sogar die Intel-Iris-5200-Chips der aktuellen 13- und 15-Zoll-MacBook-Pro-Modelle. Selbst das 15-Zoll-MacBook Pro schafft es in diesem Test auf „nur“ 134,9 Frames pro Sekunde.

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Allerdings arbeitet das iPad Pro durch das größere Display auch mit einer noch höheren Auflösung als das iPad Air 2 – es sind jetzt stolze 2732 x 2048 Pixel –, so dass der Unterschied im On-Screen-Test nicht mehr ganz so dramatisch ist: Hier erreicht das iPad Pro 59,4 Frames pro Sekunde, beim iPad Air 2 sind es 52,8 Frames pro Sekunde. Das iPad Pro liegt damit aber immer noch vor den aktuellen MacBook-Pro-Modellen, die 49,9 und 57,4 Frames pro Sekunde schaffen. Den Höchstwert erreicht in diesem Test das MacBook Air mit 59,7 Frames pro Sekunde – da das Gerät aber kein Retina Display hat, muss die GPU auch deutlich weniger Pixel befeuern.

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